Tigha Lederjacken
Eine Tigha Lederjacke bekommst du 2026 fast nur noch als Restposten oder Secondhand – die Marke wurde 2021 in Young Poets Society umbenannt. Gepflegte Biker- und Racer-Modelle liegen gebraucht meist bei 200 bis 400 Euro (Stand: Juli 2026). Unten findest du verfügbare Modelle plus unsere Einordnung zu Passform, Leder und Alternativen.
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Tigha Lederjacke: Kult-Marke mit Ablaufdatum
Eine Tigha Lederjacke ist heute ein Sammler- und Secondhand-Thema: Die 2009 von Designer Asem Chaudhary gegründete deutsche Marke trat mit dem Anspruch an, die perfekte Lederjacke zu bauen – rockig, schmal geschnitten, detailverliebt mit Zippern, Nieten und Used-Look. 2021 wurde Tigha in Young Poets Society (YPS) umbenannt. Für dich als Käufer heißt das: Klassische Modelle mit Tigha-Label laufen im Handel nur noch als Restposten aus, der eigentliche Markt spielt sich auf Recommerce-Plattformen ab. Genau das macht die Jacken interessant – und die Preisfindung tückisch.
Marken-Steckbrief
| Herkunft | Deutschland; Produktion überwiegend in Pakistan, dem Heimatland des Gründers |
|---|---|
| Gegründet | 2009 von Asem Chaudhary |
| Status | 2021 umbenannt in Young Poets Society (YPS) – Tigha-Ware nur noch Restposten/Secondhand |
| Preisniveau Lederjacken | Secondhand grob 80–450 €, gepflegte Biker/Racer meist 200–400 € (Stand: Juli 2026) |
| Typische Lederarten | Lammleder, Büffel- und Nappaleder, je nach Kollektion auch Rinds- oder Ziegenleder |
| Typische Schnitte | Schmale Biker, Racer mit Stehkragen, Blousons, Lederblazer – markant enger Fit |
Von Tigha zu Young Poets Society: Was das für den Kauf bedeutet
Das Rebranding verändert die Spielregeln komplett. Neuware mit Tigha-Etikett findest du nur noch vereinzelt bei Händlern wie Peek & Cloppenburg, in Outlets oder als Online-Restbestand – was weg ist, kommt nicht nach. Der Hauptmarkt sind deshalb Plattformen wie Vestiaire Collective, eBay oder Zalando Pre-Owned. Dort bestimmen Zustand, Größe und Modell den Preis stärker als das ursprüngliche Preisschild: Gefragte Herren-Biker in gängigen Größen halten ihren Wert erstaunlich stabil, während Damen-Modelle teils schon für unter 100 Euro den Besitzer wechseln. Seltene Größen wie XS oder XXL und gefragte Farben können dagegen Zuschläge kosten. Prüfe bei Gebrauchtkauf immer Markenlabel, Material-Etikett, Nahtbild und die Qualität der Reißverschlüsse – und frag beim Verkäufer aktiv nach der Lederart, wenn sie nicht angegeben ist.
Qualität und Leder: Weiches Lamm, robuster Büffel
Tigha verarbeitete je nach Kollektion sehr unterschiedliche Leder – viele ikonische Herrenjacken bestehen aus weichem Lammleder, daneben gab es Büffel- und Nappaleder sowie einzelne Rinds- und Ziegenleder-Modelle. Die Verarbeitung ist auf gutem Premium-Niveau: saubere Nähte, wertige Hardware, aufwendige Details wie Teilungsnähte und Waschungen. Hoher Wiedererkennungswert kommt von den typischen Details – aufgesticktes Logo, markante Zipper, Nieten und Gürtel-Elemente, die viele Modelle klar von No-Name-Bikern abheben. Ehrlich gesagt ist genau der charakteristische Used-Look aber auch die Schwachstelle beim Gebrauchtkauf: Was ab Werk nach Vintage aussieht, kaschiert echte Tragespuren – schau dir Ellbogen, Schulterpartie und Reißverschluss-Enden auf Fotos genau an, bevor du kaufst.
Passform und Größen: Der schmale Rock-Fit
Tigha schneidet konsequent schmal – das war die DNA der Marke. Die Jacken sitzen körpernah bis eng, mit schlanken Ärmeln und kurzer, taillennaher Silhouette; die Damenmodelle sind zusätzlich tailliert gearbeitet. Wer es locker oder oversized mag, findet im Sortiment kaum etwas – das war schlicht nie das Konzept. Wenn du breitere Schultern hast oder einen Hoodie unter der Jacke tragen willst, geh eine Größe hoch; beim Secondhand-Kauf sind die Maße in der Anzeige (Achsel zu Achsel, Rückenlänge) verlässlicher als die Größenangabe auf dem Etikett, weil sich weiches Lammleder über die Jahre unterschiedlich stark eingetragen hat.
Für wen sich die Marke lohnt – und für wen nicht
Eine Tigha Lederjacke lohnt sich, wenn du den rockig-urbanen Look mit schmaler Silhouette suchst und bereit bist, im Secondhand-Markt zu stöbern – dort bekommst du ehemalige 500-Euro-Qualität oft für die Hälfte. Auch als Sammlerstück hat die eingestellte Marke ihren Reiz. Sie lohnt sich nicht, wenn du unkompliziert Neuware mit voller Größenauswahl, Rückgaberecht und Garantie willst, einen lockeren oder klassischen Schnitt bevorzugst oder eine Alltagsjacke für jedes Wetter suchst – weiches Lammleder im Slim Fit ist ein Statement, kein Arbeitstier.
Pflege: So bleibt der Used-Look ein Stilmittel
Gerade eine gebraucht gekaufte Tigha Lederjacke dankt dir eine Grundpflege direkt nach dem Kauf: Lammleder und Nappa sparsam mit einem passenden Pflegemittel behandeln, Velours-Partien nur trocken ausbürsten, danach imprägnieren. Nach Regen gehört die Jacke bei Zimmertemperatur auf einen breiten Bügel – nie auf die Heizung, sonst wird das dünne Leder brüchig und die Waschung fleckig.
Alternativen zu Tigha
Wenn du den Stil neu und mit voller Auswahl willst: Be Edgy bedient die rockige, schmal geschnittene Schiene am direktesten, Oakwood liefert ähnlich weiches Lammleder in französisch-schlanker Schnittführung, und Freaky Nation bringt den Used-Look zum kleineren Preis. Falls es der klassische schwarze Biker werden soll, hilft dir unser Ratgeber Beste schwarze Lederjacken für Damen bei der Modellwahl über Markengrenzen hinweg.
Häufige Fragen
Gibt es Tigha noch?
Als Marke nicht mehr unter diesem Namen: Tigha wurde 2021 in Young Poets Society (YPS) umbenannt. Klassische Tigha-Lederjacken findest du neu nur noch als Restposten im Handel, ansonsten läuft der Markt über Secondhand-Plattformen wie Vestiaire Collective, eBay oder Zalando Pre-Owned.
Was kostet eine Tigha Lederjacke gebraucht?
Die Spanne reicht grob von 80 bis 450 Euro (Stand: Juli 2026). Für eine gepflegte, authentische Biker- oder Racer-Jacke solltest du meist 200 bis 400 Euro einplanen; Damen-Modelle wechseln teils schon für unter 100 Euro den Besitzer. Seltene Größen und gefragte Modelle kosten mehr.
Fällt eine Tigha Lederjacke groß oder klein aus?
Klein beziehungsweise schmal – der enge Rock-Fit war das Markenzeichen. Zwischen zwei Größen nimmst du die größere. Beim Gebrauchtkauf orientierst du dich besser an den gemessenen Maßen (Achsel zu Achsel, Rückenlänge) als an der Etikett-Größe.
Aus welchem Leder sind Tigha Lederjacken?
Je nach Kollektion unterschiedlich: Viele ikonische Modelle bestehen aus weichem Lammleder, daneben wurden Büffel- und Nappaleder sowie vereinzelt Rinds- und Ziegenleder verarbeitet. Die Lederart steht im Material-Etikett – bei Secondhand-Angeboten ohne Angabe fragst du den Verkäufer.
Woran erkenne ich eine echte Tigha Lederjacke?
Am eingenähten Markenlabel mit Größen- und Materialangabe, sauberem Nahtbild und wertiger Hardware. Vergleiche das Modell mit Fotos aus Shop-Archiven und kaufe bei Plattformen mit Authentifizierung oder Verkäufern mit belastbaren Bewertungen.
