Lena Dunham und Adam Driver: Diese Nacht Hätte Fast Alles
In „Famesick“ blickt Lena Dunham auf ihre intensive Zeit mit Adam Driver zurück – und eine fast verhängnisvolle Nacht.

Über mehrere Staffeln hinweg spielten Lena Dunham, 39, und Adam Driver, 42, bei „Girls“ ein On-Off-Paar, das sich liebt und verletzt, trennt und findet. Wie viel Wahrheit dahintersteckte, beschreibt Dunham nun in ihrem Memoir „Famesick“, das am Dienstag (14. April) erschienen ist.
Das Buch zeichnet das Bild einer Arbeitsbeziehung, die schwer einzuordnen war – für beide, vor allem aber für Dunham selbst. „Ich verbrachte unverhältnismäßig viel Zeit damit, mich zu fragen, ob Adam mich mochte“, schreibt sie darin laut „Entertainment Weekly“. Driver sei unberechenbar gewesen: „aufbrausend und verbal aggressiv, herablassend und körperlich einschüchternd“ – aber in anderen Momenten fürsorglich und fast schützend. Wenn andere Männer Dunham schlecht behandelten und sie ihm davon erzählte, habe er sich wie ein Beschützer gegeben. (Lesen Sie auch: Lola Weippert Trennung: Alles aus! Karriere-Aus auch)
Dabei war die Zusammenarbeit von Beginn an von ungewöhnlicher Intensität geprägt. In der ersten Staffel hätten sie sich wie Partner gefühlt, erinnert sich Dunham – sie habe ihn in Entscheidungen einbezogen, die eigentlich nicht seine gewesen seien. Auch freiwillige Probentreffen am Wochenende seien keine Seltenheit gewesen, selbst wenn die Szene es nicht verlangt hätte. Morgens hätten sie sich umarmt, abends ebenfalls.
Die Nacht, die nicht stattfand
Besonders eine Woche, in der ihre Eltern verreist waren und Drivers damalige Freundin für ein Theaterengagement in Cincinnati war, blieb in Erinnerung. Er sei fast jeden Abend bei ihr gewesen. Am Ende dieser Woche rief Driver sie an, als er ein Theater verließ. Ob sie noch allein sei, fragte er. Dann kündigte er an: „Okay. Ich komme zu dir. Aber ich warne dich: Wenn ich hochkomme, gehe ich dieses Mal nicht mehr weg.“ Dunham antwortete, er solle anrufen, wenn er unten stehe.
Als er schließlich anrief, ging sie allerdings nicht ran und öffnete auch nicht die Tür. „Es fühlte sich so einfach an, wie die Türklingel zu ignorieren, so, als würde man so tun, als schliefe man und so unmöglich, wie den eigenen Herschlag zu stoppen“, schreibt sie. Aber sie hätte gewusst, „dass, wenn wir die Grenze überschreiten würden, die wir zu überschreiten drohten, die Rückkehr zur Arbeit von Demütigung überschattet sein würde, dass ich jede Autorität, die ich noch hatte, untergraben würde und dass, wie auch immer es ausgehen mochte, mein Herz – verletzt, aber noch nicht gebrochen – zerbrechen würde“. (Lesen Sie auch: Heather Locklear Lorenzo Lamas: Datet das Hollywood-Traumpaar)
Ein Anruf, ein Monat später
Über diese Nacht sprachen die beiden nie. Etwa einen Monat später meldete sich Driver mit einer anderen Nachricht: Er sei verlobt. „Als mein Mädchen weg war, habe ich gemerkt, dass ich alleine nicht funktioniere. Ich brauche jemanden, der mich in Schach hält“, sagte er laut Dunham damals.
Danach überkam sie absurderweise ein großer Liebeskummer, schreibt Dunham weiter. „Es war absurd, untröstlich zu sein, zu glauben, ich hätte ihm etwas bedeutet, dass ich eine Rolle gespielt hätte, die über eine bloße Ablenkung hinausging. Ich war seine Partnerin auf der Bühne, klar – und wenn wir eine Szene spielten, war seine Aufmerksamkeit durchdringend, seine Präsenz alles beherrschend. Aber im Leben? Ich würde niemals diejenige sein, die ihn im Zaum hielt. Dazu fehlte mir das Zeug.“
Driver heiratete 2013 Joanne Tucker, mit der er bis heute zusammen ist. Ein Sprecher Drivers war für „Entertainment Weekly“ zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. (Lesen Sie auch: Kerstin Ott: Sie ließ sich die Oberweite…)

Ursprünglich berichtet von: Gala





