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Deutsches Historisches Museum Sanierung: Dauert

Die Sanierung des Deutschen Historischen Museums (DHM) in Berlin verzögert sich weiter, was bedeutet, dass der Hauptbau, das Zeughaus Unter den Linden, voraussichtlich erst 2031 wiedereröffnet werden kann. Trotz dieser Hiobsbotschaft gibt es aber auch positive Nachrichten: Eine neue Ausstellung im Pei-Bau des Museums präsentiert Highlights aus der Sammlung, um die Wartezeit zu verkürzen.

Symbolbild zum Thema Deutsches Historisches Museum Sanierung
Symbolbild: Deutsches Historisches Museum Sanierung (Bild: Picsum)

Auf einen Blick

  • Die Sanierung des Zeughauses verzögert sich voraussichtlich bis 2031.
  • Eine neue Ausstellung „Objekte. Geschichte. Geschichten“ ist im Pei-Bau zu sehen.
  • Das Humboldt Forum wird als möglicher Interimsstandort für Ausstellungen geprüft.
  • Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung arbeiten an einem verbindlichen Zeitplan.
EventErgebnisDatumOrtSchlüsselmomente
Sanierung Deutsches Historisches MuseumVerzögerungUnbekanntBerlinUnverbindliche Prognose: Wiedereröffnung Hauptbau nicht vor 2031.

Ein Blick hinter die Kulissen der Sanierungsarbeiten

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Das Deutsche Historische Museum (DHM) wird sein historisches Zeughaus am Boulevard Unter den Linden wohl erst im Jahr 2031 wiedereröffnen können. Das gab Museumschef Raphael Gross bekannt. Ein herber Schlag für alle Geschichtsinteressierten und Berlin-Besucher, die sich auf die Rückkehr der Dauerausstellung gefreut hatten. Aber was steckt hinter dieser erneuten Verzögerung der Stern berichtet, ist die Komplexität der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes. Das Zeughaus, eines der ältesten Bauwerke Berlins, birgt viele architektonische und historische Herausforderungen, die bei den Planungen berücksichtigt werden müssen. Hinzu kommen unvorhergesehene Probleme, die im Laufe der Bauarbeiten auftauchen können und den Zeitplan zusätzlich belasten.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, als Eigentümerin des Gebäudes, und das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, das mit der Sanierung beauftragt ist, arbeiten fieberhaft an einem verbindlichen Zeitplan. Museumschef Gross betonte, dass ihm voraussichtlich im Jahr 2027 ein solcher Zeitplan vorgelegt werden soll. Bis dahin bleibt die Ungewissheit bestehen, wann genau das Zeughaus wieder seine Pforten öffnen kann. Die Dringlichkeit der Sanierung ist den Behörden bewusst, und sie bemühen sich, weitere Verzögerungen zu vermeiden. Aber wie so oft bei großen Bauprojekten, spielen viele Faktoren eine Rolle, die den Zeitplan beeinflussen können.

Trotz der schlechten Nachrichten gibt es aber auch Lichtblicke. Das DHM nutzt die Zeit, um sich neu aufzustellen und alternative Präsentationsformen zu entwickeln. Der moderne Pei-Bau des Museums bleibt weiterhin geöffnet und bietet Raum für Sonderausstellungen und Veranstaltungen. Und auch die Planungen für die neue Dauerausstellung im Zeughaus laufen weiter, sodass die Besucher sich auf eine spannende und informative Präsentation der deutschen Geschichte freuen können, sobald das Gebäude wiedereröffnet ist.

Was bedeutet die Verzögerung für das Deutsche Historische Museum?

Die Verzögerung der Deutsches Historisches Museum Sanierung ist natürlich ein Rückschlag für das Museum. Das Zeughaus ist das Herzstück des DHM und beherbergt die Dauerausstellung zur deutschen Geschichte. Ohne dieses Gebäude fehlt dem Museum ein wichtiger Anlaufpunkt für Besucher und ein zentraler Ort, um die deutsche Geschichte umfassend zu präsentieren. Die Schließung des Zeughauses seit 2021 hat bereits zu einem Rückgang der Besucherzahlen geführt, und die erneute Verzögerung wird diese Situation weiter verschärfen.

Allerdings ist das DHM nicht untätig. Das Museum nutzt die Zeit, um sich neu zu erfinden und alternative Präsentationsformen zu entwickeln. Die neue Ausstellung „Objekte. Geschichte. Geschichten“ im Pei-Bau ist ein Beispiel dafür, wie das Museum auch ohne das Zeughaus seine Sammlung präsentieren und Geschichten erzählen kann. Darüber hinaus arbeitet das DHM an digitalen Angeboten, um die deutsche Geschichte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Auch die Suche nach einem Interimsstandort für Ausstellungen ist ein wichtiger Schritt, um die Präsenz des Museums in der Öffentlichkeit zu erhalten. (Lesen Sie auch: Hantavirus Kreuzfahrt: Todesfall Zieht Kreise bis Düsseldorf)

Die lange Schließzeit des Zeughauses bietet dem DHM auch die Chance, die Dauerausstellung neu zu konzipieren und an die aktuellen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Erkenntnisse anzupassen. So kann das Museum nach der Wiedereröffnung mit einer noch zeitgemäßeren und relevanteren Präsentation der deutschen Geschichte aufwarten. Die Verzögerung ist also nicht nur eine Belastung, sondern auch eine Chance für das DHM, sich weiterzuentwickeln und für die Zukunft zu rüsten.

Objekte. Geschichte. Geschichten: Eine neue Perspektive auf die Sammlung

Als Trostpflaster für die lange Wartezeit auf die Wiedereröffnung des Zeughauses präsentiert das DHM die Ausstellung „Objekte. Geschichte. Geschichten“ im Pei-Bau. Die Ausstellung zeigt rund 200 Highlights aus der Sammlung des Museums, die insgesamt etwa eine Million Objekte umfasst. Die Auswahl der Objekte ist vielfältig und reicht von einer japanischen Samurai-Rüstung, die Adolf Hitler einst geschenkt bekam, über ein graviertes Straußenei bis hin zu Arbeitsutensilien aus der Zeche Prosper Haniel in Bottrop und einem Bettgestell aus einer 2015 eingerichteten Geflüchtetenunterkunft in Kassel.

Die Ausstellung erzählt nicht nur die Geschichten der einzelnen Objekte, sondern auch die Geschichte des Museums und seiner Vorgängerinstitutionen. So erfahren die Besucher mehr über die Sammlungsstrategien des DHM, die Provenienzforschung und die Rolle des Museums in der Gesellschaft. Die Ausstellung wirft auch einen kritischen Blick auf die eigene Geschichte und stellt Fragen nach der Verantwortung des Museums im Umgang mit sensiblen Objekten und Themen.

Die Ausstellung „Objekte. Geschichte. Geschichten“ ist ein spannender Einblick in die Vielfalt und Bedeutung der Sammlung des DHM. Sie bietet den Besuchern die Möglichkeit, die deutsche Geschichte aus einer neuen Perspektive zu betrachten und sich mit den unterschiedlichen Facetten der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die Ausstellung ist bis auf Weiteres im Pei-Bau des Museums zu sehen und ist ein lohnendes Ziel für alle Geschichtsinteressierten.

📌 Gut zu wissen

Der Pei-Bau des Deutschen Historischen Museums wurde von dem Architekten Ieoh Ming Pei entworfen, der auch für die Glaspyramide im Louvre in Paris bekannt ist. Der Pei-Bau zeichnet sich durch seine moderne Architektur und seine lichtdurchfluteten Ausstellungsräume aus.

Wie geht es weiter mit der Sanierung des Zeughauses?

Die Sanierung des Zeughauses ist ein komplexes und langwieriges Projekt. Das Gebäude ist nicht nur denkmalgeschützt, sondern auch stark sanierungsbedürftig. Die Arbeiten umfassen die Restaurierung der historischen Bausubstanz, die Modernisierung der technischen Anlagen und die Anpassung des Gebäudes an die heutigen Anforderungen an ein Museum. Hinzu kommen die archäologischen Grabungen, die im Zuge der Sanierung durchgeführt werden und immer wieder neue Erkenntnisse über die Geschichte des Ortes liefern. (Lesen Sie auch: Kronprinzessin Leonor Militärausbildung: Thronfolgerin im Jet!)

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung arbeiten eng mit dem DHM zusammen, um die Sanierung so effizient und schonend wie möglich durchzuführen. Dabei werden modernste Technologien und Verfahren eingesetzt, um die historische Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig ein zukunftsfähiges Museum zu schaffen. Die Sanierung ist nicht nur eine Investition in die Zukunft des DHM, sondern auch in die Zukunft des kulturellen Erbes Deutschlands.

Bis zur Wiedereröffnung des Zeughauses wird es noch einige Jahre dauern. Aber das DHM ist zuversichtlich, dass sich die Wartezeit lohnen wird und die Besucher nach der Sanierung ein Museum erleben werden, das die deutsche Geschichte auf eine neue und faszinierende Weise präsentiert.

Welche Rolle spielt das Humboldt Forum als möglicher Interimsstandort?

Um die lange Schließzeit des Zeughauses zu überbrücken, prüfen das DHM und der Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) derzeit die Möglichkeit, das Humboldt Forum als Interimsstandort für Ausstellungen zu nutzen. Das Humboldt Forum, das im Herzen Berlins liegt, bietet großzügige Ausstellungsflächen und eine moderne Infrastruktur. Eine Kooperation mit dem Humboldt Forum könnte dem DHM die Möglichkeit geben, seine Sammlung auch während der Sanierungsarbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren.

Allerdings sind die Verhandlungen mit dem Humboldt Forum noch nicht abgeschlossen. Es müssen noch verschiedene Fragen geklärt werden, wie z.B. die Kosten, die Ausstellungsflächen und die inhaltliche Ausrichtung einer möglichen Kooperation. Das DHM ist jedoch optimistisch, dass eine Einigung erzielt werden kann und das Humboldt Forum als Interimsstandort genutzt werden kann. Eine solche Kooperation wäre nicht nur für das DHM von Vorteil, sondern auch für das Humboldt Forum, das dadurch seine Attraktivität und Bedeutung als kultureller Ort in Berlin weiter steigern könnte.

Die Nutzung des Humboldt Forums als Interimsstandort wäre ein wichtiger Schritt, um die Präsenz des DHM in der Öffentlichkeit zu erhalten und die Wartezeit auf die Wiedereröffnung des Zeughauses zu verkürzen. Es bleibt zu hoffen, dass die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden und das DHM bald seine Sammlung im Humboldt Forum präsentieren kann.

Detailansicht: Deutsches Historisches Museum Sanierung
Symbolbild: Deutsches Historisches Museum Sanierung (Bild: Picsum)

Was ist die Bedeutung des Deutschen Historischen Museums für Deutschland?

Das Deutsche Historische Museum ist eine der wichtigsten Kultureinrichtungen Deutschlands. Es hat die Aufgabe, die deutsche Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart zu dokumentieren, zu erforschen und zu präsentieren. Das DHM ist nicht nur ein Museum, sondern auch ein Ort der Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit und Gegenwart. Es bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichen Facetten der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen und sich eine eigene Meinung zu bilden. (Lesen Sie auch: Hermes Zustellung Probleme? Frau Filmt Dreisten Paketboten!)

Das DHM spielt eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Geschichte und der Förderung des Geschichtsbewusstseins in der Bevölkerung. Es trägt dazu bei, dass die deutsche Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und dass die Lehren aus der Vergangenheit für die Zukunft genutzt werden können. Das DHM ist auch ein wichtiger Ort der Begegnung und des Dialogs. Es bietet Raum für Diskussionen über die deutsche Geschichte und die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen.

Das DHM ist ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Kulturlandschaft und ein wichtiger Ort für die Auseinandersetzung mit der deutschen Identität. Die Sanierung des Zeughauses ist daher nicht nur eine Investition in die Zukunft des Museums, sondern auch in die Zukunft der deutschen Kultur und Geschichte. Die Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ist sich der Verantwortung bewusst und arbeitet mit Hochdruck an der Fertigstellung.

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Häufig gestellte Fragen

Warum verzögert sich die Sanierung des Deutschen Historischen Museums?

Die Sanierung des Zeughauses verzögert sich aufgrund der Komplexität des denkmalgeschützten Gebäudes und unvorhergesehener Probleme, die im Laufe der Bauarbeiten auftreten können. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung arbeiten an einem verbindlichen Zeitplan.

Wann wird das Deutsche Historische Museum voraussichtlich wiedereröffnet?

Die Wiedereröffnung des Zeughauses mit einer neuen ständigen Ausstellung ist nach einer unverbindlichen Prognose von Museumschef Raphael Gross voraussichtlich nicht vor 2031 realistisch. Ein verbindlicher Zeitplan soll im Jahr 2027 vorliegen. (Lesen Sie auch: Linkshänder Katze Test: Ist Ihr Kater ein…)

Welche Ausstellungen sind während der Sanierung des Deutschen Historischen Museums zu sehen?

Während der Sanierung des Zeughauses ist die Ausstellung „Objekte. Geschichte. Geschichten“ im Pei-Bau des Museums zu sehen. Die Ausstellung präsentiert rund 200 Highlights aus der Sammlung des Museums.

Wird das Humboldt Forum als Interimsstandort für das Deutsche Historische Museum genutzt?

Das Deutsche Historische Museum und der Beauftragte für Kultur und Medien prüfen derzeit die Möglichkeit, das Humboldt Forum als Interimsstandort für Ausstellungen zu nutzen, um die lange Schließzeit des Zeughauses zu überbrücken. Die Verhandlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen.

Wie viele Objekte umfasst die Sammlung des Deutschen Historischen Museums?

Die Sammlung des Deutschen Historischen Museums umfasst etwa eine Million Objekte, die die deutsche Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart dokumentieren. Ein kleiner Teil dieser Sammlung wird in der Ausstellung „Objekte. Geschichte. Geschichten“ gezeigt.

Die Sanierung des Deutschen Historischen Museums ist ein Mammutprojekt, das Geduld und Ausdauer erfordert. Die Verzögerungen sind zwar ärgerlich, aber sie bieten auch die Chance, das Museum neu zu denken und für die Zukunft zu rüsten. Bis zur Wiedereröffnung des Zeughauses können sich die Besucher mit den Sonderausstellungen im Pei-Bau und den digitalen Angeboten des Museums die Zeit vertreiben. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja bald auch eine spannende Kooperation mit dem Humboldt Forum. Die deutsche Geschichte bleibt jedenfalls lebendig – auch während der Sanierung des DHM.

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Symbolbild: Deutsches Historisches Museum Sanierung (Bild: Picsum)

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