Guido Westerwelle: Doku erinnert an den FDP-Politiker
Der Todestag von Guido Westerwelle jährt sich zum zehnten Mal. Aus diesem Anlass erinnert eine neue Dokumentation an den früheren FDP-Vorsitzenden, Außenminister und Vizekanzler, der am 18. März 2016 im Alter von 54 Jahren an Leukämie starb. Die ARD zeigt den 90-minütigen Film „Westerwelle“ am Montag, 9. März, um 22.50 Uhr im Ersten. Im Anschluss ist die Doku auch in der ARD-Mediathek verfügbar.

Guido Westerwelle: Aufstieg und Fall eines Politikers
Guido Westerwelle war einer der prägenden Politiker der späten Bonner und frühen Berliner Republik. Geboren am 27. Dezember 1961 in Bad Honnef, trat er bereits mit 18 Jahren der FDP bei. Sein politischer Aufstieg begann in den 1990er Jahren, als er Generalsekretär der Partei wurde. 2001 übernahm er den Parteivorsitz und führte die FDP bei der Bundestagswahl 2009 zu einem historischen Ergebnis von 14,6 Prozent. Dies ermöglichte eine Koalition mit der Union unter Bundeskanzlerin Angela Merkel, in der Westerwelle das Amt des Außenministers und Vizekanzlers übernahm.
Seine Amtszeit war jedoch von innerparteilichen Querelen und sinkenden Umfragewerten der FDP geprägt. Bei der Bundestagswahl 2013 scheiterte die FDP an der Fünfprozenthürde und schied aus dem Bundestag aus. Westerwelle zog sich daraufhin aus der Politik zurück. (Lesen Sie auch: Alice Schwarzer in der Kritik: Theater fordert…)
Die Dokumentation „Westerwelle“ – Ein Film gegen das Vergessen
Die Dokumentation „Westerwelle“ von ARD zeichnet ein umfassendes Bild des Politikers. Sie lässt zahlreiche Weggefährten zu Wort kommen und beleuchtet sowohl seine Erfolge als auch seine Misserfolge. Der General-Anzeiger Bonn schreibt, dass die Doku viele Begleiter des Bonner Politikers zu Wort kommen lässt. Die Dokumentation will laut ARD einen Film gegen das Vergessen sein.
Die Dokumentation geht auch auf Westerwelles Homosexualität ein, die er 2004 öffentlich machte. Sein Lebenspartner Michael Mronz spielte eine wichtige Rolle in seinem Leben und unterstützte ihn auch während seiner politischen Karriere.
Reaktionen auf Westerwelles Tod
Der Tod von Guido Westerwelle im Jahr 2016 löste parteiübergreifend Bestürzung aus. Politiker würdigten ihn als einen leidenschaftlichen Streiter für seine Überzeugungen und als einen блестящen Redner. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete ihn als einen „engagierten Europäer“. (Lesen Sie auch: Lukas Podolski im "Kölner Treff": Worüber die…)
Auch in den Medien wurde Westerwelles Tod ausführlich thematisiert. Viele Kommentatoren erinnerten an seine Verdienste um die FDP und seine Rolle als Außenminister. Gleichzeitig wurde auch seine umstrittene Persönlichkeit und seine bisweilen polarisierenden Auftritte nicht ausgespart. Der Spiegel veröffentlichte einen Nachruf, der sein politisches Leben Revue passieren lässt.
Was bleibt von Guido Westerwelle?
Guido Westerwelle hinterlässt ein ambivalentes Erbe. Einerseits wird er als ein блестящer Stratege und Redner in Erinnerung bleiben, der die FDP zu einem Wahlerfolg führte und als Außenminister Deutschlands Ansehen in der Welt stärkte. Andererseits wird er auch für seinen bisweilen arroganten Stil und seine umstrittenen politischen Positionen kritisiert.
Unbestritten ist jedoch, dass Westerwelle die deutsche Politik über Jahre hinweg maßgeblich mitgeprägt hat. Sein früher Tod hat viele Menschen berührt und seine politische Karriere abrupt beendet. Die neue Dokumentation bietet nun die Möglichkeit, sich noch einmal ein Bild von diesem außergewöhnlichen Politiker zu machen. (Lesen Sie auch: Celta Vigo – Real Madrid: siegt gegen:…)

Die Guido-Westerwelle-Stiftung setzt sich auch heute noch für die Förderung von Bildung und Völkerverständigung ein. In Bonn erinnert eine nach ihm benannte Brücke an sein Wirken. Sein Grab befindet sich auf dem Melaten-Friedhof in Köln.
Sendetermine und Verfügbarkeit der Dokumentation
Die Dokumentation „Westerwelle“ wird am Montag, 9. März 2026, um 22.50 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Im Anschluss ist sie in der ARD-Mediathek verfügbar. Hier eine Übersicht der Sendezeiten:
| Sender | Datum | Uhrzeit |
|---|---|---|
| Das Erste | 09.03.2026 | 22:50 Uhr |
| ARD-Mediathek | ab 09.03.2026 | jederzeit |
Die Guido Westerwelle Foundation
Die Guido Westerwelle Foundation wurde gegründet, um sein politisches Erbe zu bewahren und seine Visionen weiterzuführen. Die Stiftung engagiert sich in verschiedenen Bereichen, darunter die Förderung von Unternehmertum, die Stärkung der transatlantischen Beziehungen und die Unterstützung von Menschenrechtsaktivisten. Durch ihre Arbeit trägt die Stiftung dazu bei, dass Guido Westerwelles Ideen und Werte auch weiterhin lebendig bleiben. (Lesen Sie auch: Lennart Karl im Visier internationaler Top-Klubs)
Häufig gestellte Fragen zu westerwelle
Woran ist Guido Westerwelle gestorben?
Guido Westerwelle starb am 18. März 2016 im Alter von 54 Jahren an den Folgen einer akuten myeloischen Leukämie. Die Diagnose hatte er im Sommer 2014 erhalten und sich danach einer Chemotherapie und einer Knochenmarktransplantation unterzogen.
Wann war Guido Westerwelle Außenminister?
Guido Westerwelle war von 2009 bis 2013 Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Er übernahm das Amt im Kabinett Merkel II, einer Koalition aus CDU/CSU und FDP. Zuvor war er bereits seit 2001 Parteivorsitzender der FDP.
Welche politische Positionen vertrat Guido Westerwelle?
Guido Westerwelle vertrat liberale politische Positionen. Er setzte sich für eine freie Marktwirtschaft, eine schlanke Staat und eine Stärkung der Bürgerrechte ein. In der Außenpolitik befürwortete er eine enge transatlantische Partnerschaft und eine starke Rolle Deutschlands in der Europäischen Union.
Wo kann man die Dokumentation über Guido Westerwelle sehen?
Die Dokumentation „Westerwelle“ wird am 9. März 2026 um 22:50 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Nach der Ausstrahlung steht sie in der ARD-Mediathek zum Abruf bereit. Dort kann sie jederzeit online angesehen werden.
Was macht die Guido Westerwelle Foundation?
Die Guido Westerwelle Foundation engagiert sich für die Förderung von Unternehmertum, die Stärkung der transatlantischen Beziehungen und die Unterstützung von Menschenrechtsaktivisten. Sie führt verschiedene Projekte und Programme durch, um diese Ziele zu erreichen.

