Ulrike Malmendier: Kritik an ihrem Ausscheiden
Das vorzeitige Ausscheiden von Ulrike Malmendier aus dem Sachverständigenrat der Bundesregierung sorgt für Diskussionen. Während das Gremium ihr Ausscheiden mit „größtem Bedauern“ aufnimmt, steht mit Gabriel Felbermayr bereits ein Nachfolger bereit.

Hintergrund zu Ulrike Malmendier und dem Sachverständigenrat
Ulrike Malmendier war Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, einem Gremium, das die Bundesregierung in wirtschaftspolitischen Fragen berät. Die Mitglieder, oft als „Wirtschaftsweise“ bezeichnet, erstellen Gutachten und geben Empfehlungen zu aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen. Der Rat soll der Regierung mit seinem Fachwissen eine wichtige Hilfestellung bei der Beurteilung der konjunkturellen Lage leisten und Vorschläge für Reformen einbringen. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bietet hierzu vielfältige Informationen.
Die Berufung in den Sachverständigenrat erfolgt durch die Bundesregierung. Traditionell achtet man dabei auf eine ausgewogene Zusammensetzung des Gremiums, um unterschiedliche wirtschaftspolitische Perspektiven abzubilden. Die Entscheidung, Ulrike Malmendiers Mandat nicht zu verlängern, stieß daher innerhalb des Rates und in Fachkreisen auf Kritik. (Lesen Sie auch: Orlando City – Inter Miami: gegen: Messis…)
Aktuelle Entwicklung: Malmendier scheidet, Felbermayr kommt
Wie das Handelsblatt berichtet, hat sich die Bundesregierung auf ein Personalpaket für den Sachverständigenrat geeinigt. Demnach soll Gabriel Felbermayr, Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo), in das Gremium einziehen und den Posten von Ulrike Malmendier übernehmen. Felbermayr gilt als Experte für Handels- und Geoökonomie.
Zusätzlich wurde offenbar vereinbart, dass die Amtszeit von Veronika Grimm, die im Frühjahr 2027 ausläuft, nicht verlängert wird. Diese Personalentscheidungen deuten auf mögliche Veränderungen in der Ausrichtung des Sachverständigenrates hin.
Reaktionen und Stimmen zum Ausscheiden von Ulrike Malmendier
Das Ausscheiden von Ulrike Malmendier hat im Sachverständigenrat selbst für „große Verwunderung“ und „allgrößtes Bedauern“ gesorgt, wie der Deutschlandfunk meldet. Es wird spekuliert, dass politische Erwägungen eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben könnten. Malmendier war unter dem früheren Grünen-Minister Habeck in den Rat aufgenommen worden, während das nun CDU-geführte Wirtschaftsministerium sowie das Kanzleramt ein Veto gegen eine Mandatsverlängerung eingelegt haben sollen. (Lesen Sie auch: Natalie Amiri: Naher Osten: Eskalation zwischen Iran)
Die Süddeutsche Zeitung thematisiert, wie die übrigen Wirtschaftsweise ihre Kritik an dem Rauswurf äußern. Offenbar habe man tagelang darum gerungen, wie man den Punkt machen könne, ohne die Bundesregierung zu verärgern.
Ulrike Malmendier: Was bedeutet das Ausscheiden für den Sachverständigenrat?
Die Neubesetzung des Sachverständigenrates mit Gabriel Felbermayr könnte eine Verschiebung der Schwerpunkte bedeuten. Felbermayr gilt als Verfechter des Freihandels und warnt vor Protektionismus. Seine Expertise im Bereich Geoökonomie könnte in Zeiten globaler Handelskonflikte und geopolitischer Unsicherheiten von besonderem Wert für den Rat sein.

Einige Beobachter sehen in der Personalentscheidung ein Signal für eine stärkere Betonung marktwirtschaftlicher Positionen im Sachverständigenrat. Andere befürchten, dass die Vielfalt der Meinungen im Rat leiden könnte, wenn weniger ökonomische Perspektiven vertreten sind. (Lesen Sie auch: Goldpreis auf Höhenflug: Krisenängste treiben Wert)
FAQ zu Ulrike Malmendier und dem Sachverständigenrat
Häufig gestellte Fragen zu ulrike malmendier
Wer ist Ulrike Malmendier?
Ulrike Malmendier ist eine deutsche Wirtschaftswissenschaftlerin, die als Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, auch bekannt als „Wirtschaftsweise“, tätig war. Ihr Mandat wurde von der Bundesregierung nicht verlängert, was zu Diskussionen führte.
Was ist der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung?
Der Sachverständigenrat ist ein Gremium, das die Bundesregierung in wirtschaftspolitischen Fragen berät. Die Mitglieder, die „Wirtschaftsweisen“, erstellen Gutachten und geben Empfehlungen zu aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen, um der Regierung eine Hilfestellung zu geben.
Warum scheidet Ulrike Malmendier aus dem Sachverständigenrat aus?
Das Mandat von Ulrike Malmendier wurde von der Bundesregierung nicht verlängert. Es wird spekuliert, dass politische Erwägungen eine Rolle gespielt haben könnten, da sie unter einem grünen Minister berufen wurde und das nun CDU-geführte Ministerium ein Veto eingelegt haben soll. (Lesen Sie auch: Katharina Willinger im phoenix-Schaltgespräch: Was plant)
Wer wird Ulrike Malmendier im Sachverständigenrat ersetzen?
Gabriel Felbermayr, der Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo), soll Ulrike Malmendier im Sachverständigenrat ersetzen. Er gilt als Experte für Handels- und Geoökonomie und Verfechter des Freihandels.
Welche Kritik gibt es an dem Ausscheiden von Ulrike Malmendier?
Das Ausscheiden von Ulrike Malmendier hat im Sachverständigenrat selbst für „große Verwunderung“ und „allgrößtes Bedauern“ gesorgt. Es wird befürchtet, dass die Vielfalt der Meinungen im Rat leiden könnte und die Entscheidung politisch motiviert war.
Mitglieder des Sachverständigenrats (Stand: 2. März 2026)
| Name | Position | Amtszeitende (geplant) |
|---|---|---|
| Gabriel Felbermayr | Mitglied | Unbekannt |
| Veronika Grimm | Mitglied | 2027 (wird nicht verlängert) |
| [Weitere Mitglieder] | [Position] | [Amtszeitende] |
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

