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Krötenwanderung hat Begonnen: Autofahrer Aufgepasst!

Die Krötenwanderung hat begonnen! In vielen Regionen Deutschlands sind Amphibien unterwegs zu ihren Laichgewässern. Das bedeutet für Autofahrer: erhöhte Vorsicht, denn die Tiere queren oft Straßen. Wer zu schnell fährt, gefährdet nicht nur die Tiere, sondern riskiert auch Schäden am eigenen Fahrzeug.

Symbolbild zum Thema Krötenwanderung
Symbolbild: Krötenwanderung (Bild: Picsum)

Verkehrs-Info

  • Amphibienwanderstrecken meiden oder langsam befahren.
  • Geschwindigkeit auf 30 km/h reduzieren.
  • Auf Schilder und Zäune achten.
  • Besonders in den Abend- und Nachtstunden vorsichtig sein.
VERKEHRSRECHT:Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts (bis 10 km/h)Bußgeld: 30 EuroPunkte in Flensburg: KeineFahrverbot: Nein

Krötenwanderung: Was bedeutet das für Autofahrer?

Die alljährliche Krötenwanderung stellt für Autofahrer eine besondere Herausforderung dar. Millionen von Amphibien begeben sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern und müssen dabei oft stark befahrene Straßen überqueren. Dies führt nicht nur zu einer hohen Sterblichkeit unter den Tieren, sondern kann auch zu gefährlichen Situationen für Autofahrer führen. Sascha Schleich vom Stern warnt, dass jedes Jahr tausende Amphibien dem Straßenverkehr zum Opfer fallen.

💡 Tipp

Planen Sie Ihre Route so, dass Sie bekannte Amphibienwanderstrecken umfahren. Nutzen Sie alternative Routen, um die Tiere zu schützen und unnötige Gefahren zu vermeiden.

Warum begeben sich Kröten auf Wanderschaft?

Nach dem Ende der Winterstarre, wenn die Temperaturen steigen und die Nächte milder werden, erwachen die Amphibien zum Leben. Ihr Instinkt treibt sie zu den Gewässern, in denen sie geboren wurden, um sich dort fortzupflanzen. Dieser Wanderungstrieb ist stark und lässt sich kaum beeinflussen. Die Tiere sind dabei oft über mehrere Kilometer unterwegs und überwinden dabei Hindernisse wie Straßen, Zäune und Mauern. (Lesen Sie auch: Esc österreich: 19-Jähriger Cosmó will Wien Erobern!)

Wie können Autofahrer die Kröten schützen?

Die wichtigste Maßnahme ist, die Geschwindigkeit zu reduzieren. An gekennzeichneten Amphibienwanderstrecken sollte nicht schneller als 30 km/h gefahren werden. Dies gibt den Tieren eine Chance, rechtzeitig die Straße zu verlassen, und verhindert, dass sie durch den Luftdruck schneller fahrender Fahrzeuge verletzt werden. Zudem sollten Autofahrer aufmerksam sein und auf die Tiere achten, die die Straße überqueren. Ausweichmanöver können gefährlich sein, aber wenn möglich, sollte man versuchen, die Tiere nicht zu überfahren.

Welche Rolle spielen Naturschützer bei der Krötenwanderung?

Naturschützer spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz der Amphibien während der Wanderung. Sie stellen an besonders gefährdeten Straßenabschnitten Fangzäune auf, um die Tiere daran zu hindern, die Straße zu betreten. Die gefangenen Tiere werden dann eingesammelt und sicher über die Straße getragen. Diese aufwendige Arbeit wird oft ehrenamtlich geleistet und ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. Zudem informieren Naturschutzorganisationen wie der NABU die Bevölkerung über die Krötenwanderung und geben Tipps, wie man die Tiere schützen kann.

Wie funktioniert die Fortpflanzung der Erdkröten?

Erdkröten sind bekannt für ihr ungewöhnliches Paarungsverhalten. Oftmals klammert sich das Männchen bereits auf dem Weg zum Laichgewässer an das Weibchen und lässt sich Huckepack tragen. Dies spart dem Männchen Energie für den eigentlichen Akt der Fortpflanzung, der mehrere Stunden dauern kann. Das Weibchen legt bis zu 6.000 Eier in Form einer Laichschnur ab, die bis zu fünf Meter lang sein kann. Diese Laichschnüre werden dann vom Männchen befruchtet.

📊 Zahlen & Fakten

Eine Erdkröte kann bis zu 12 Jahre alt werden. Die Wanderung zu den Laichgewässern kann mehrere Wochen dauern. Die Laichschnüre der Erdkröten enthalten bis zu 6.000 Eier. (Lesen Sie auch: Lawinentote österreich: Zahl steigt nach Unglücken Weiter)

Wann beginnt die Krötenwanderung genau?

Der genaue Zeitpunkt der Krötenwanderung hängt von den Witterungsbedingungen ab. „Steigt die Temperatur nachts mehrere Tage in Folge über fünf Grad, beginnt die Wanderung“, erklärt Schleich. Nicht nur Kröten, auch andere Amphibien, wie Molche und Lurche sind dann unterwegs. „Sollten die Temperaturen wieder fallen, könnte die Hauptwanderung noch etwas dauern und regional sehr unterschiedlich einsetzen.“ Die Wanderung kann sich über mehrere Wochen erstrecken, wobei die Hauptaktivität in den Abend- und Nachtstunden stattfindet.

Der ADAC rät, in Wald- und Feldgebieten besonders aufmerksam zu fahren, da auch andere Tiere die Straßen queren können.

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Symbolbild: Krötenwanderung (Bild: Picsum)
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Häufig gestellte Fragen

Warum sind Kröten während der Krötenwanderung besonders gefährdet?

Während der Krötenwanderung müssen die Tiere oft Straßen überqueren, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Da sie langsam sind und sich nicht schnell fortbewegen können, sind sie besonders anfällig für den Straßenverkehr und werden häufig überfahren. (Lesen Sie auch: Glatteiswarnung Deutschland: Wo es Jetzt Besonders Gefährlich…)

Wie können Naturschützer den Kröten bei der Wanderung helfen?

Naturschützer stellen an gefährdeten Straßenabschnitten Zäune auf, um die Kröten am Überqueren der Straße zu hindern. Die Tiere werden dann eingesammelt und sicher über die Straße getragen, um Unfälle zu vermeiden.

Welche Strafe droht, wenn man eine Kröte absichtlich überfährt?

Das absichtliche Überfahren von Kröten stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Zudem kann es als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gewertet werden, was weitere rechtliche Konsequenzen haben kann.

Sind alle Amphibien von der Wanderung betroffen?

Nicht nur Kröten, sondern auch andere Amphibien wie Frösche, Molche und Salamander begeben sich auf Wanderschaft zu ihren Laichgewässern. Auch diese Tiere sind durch den Straßenverkehr gefährdet und benötigen Schutz.

Was kann ich tun, wenn ich eine verletzte Kröte finde?

Wenn Sie eine verletzte Kröte finden, sollten Sie diese vorsichtig aufheben und in eine Schachtel mit feuchtem Papier legen. Kontaktieren Sie dann eine Naturschutzorganisation oder einen Tierarzt, der sich um das Tier kümmern kann. (Lesen Sie auch: Usedom Eis: Winterwunderland an der Ostsee Entdecken)

Die Krötenwanderung ist ein faszinierendes Naturschauspiel, das jedoch auch Gefahren birgt. Indem Autofahrer aufmerksam sind und Rücksicht nehmen, können sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Amphibien leisten. Achten Sie auf die Beschilderung und passen Sie Ihre Geschwindigkeit an, um die kleinen Wanderer nicht zu gefährden.

Illustration zu Krötenwanderung
Symbolbild: Krötenwanderung (Bild: Picsum)

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