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Strabag Kartellstrafe: muss Rekord- von 146 Millionen Euro

Die Strabag Kartellstrafe ist auf die Rekordsumme von 146 Millionen Euro gestiegen. Das Wiener Kartellgericht hat dem Baukonzern den Kronzeugenstatus aberkannt, was zu dieser drastischen Erhöhung der ursprünglichen Strafe von 45,4 Millionen Euro führte. Es handelt sich um die höchste jemals in Österreich verhängte Kartellstrafe.

Symbolbild zum Thema Strabag Kartellstrafe
Symbolbild: Strabag Kartellstrafe (Bild: Picsum)

Hintergrund der Strabag Kartellstrafe

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hatte die Erhöhung der Strafe beantragt. Das Verfahren gegen die Strabag wurde nach einem Entscheid des Obersten Gerichtshofs (OGH) im Jahr 2023 neu aufgerollt, obwohl bereits eine Millionenstrafe verhängt worden war. Die BWB-Generaldirektorin Natalie Harsdorf bezeichnete das Baukartell als „das größte Kartell der zweiten Republik“, in das mehr als 20 Baufirmen involviert waren. Mit dem Abschluss des Strabag-Verfahrens sind nun alle Baukartellverfahren beendet. Die gesamten verhängten Kartellstrafen belaufen sich laut BWB auf knapp 300 Millionen Euro. (Lesen Sie auch: Federico Valverde: Uruguays Hoffnungsträger für die WM…)

Aktuelle Entwicklung im Detail

Auslöser für die neuerliche Verhandlung waren Ermittlungen der BWB, die 2017 nach einer Hausdurchsuchung ein umfangreiches Verfahren zum Baukartell startete. Die Strabag hatte sich zunächst als Kronzeuge zur Verfügung gestellt und mit den Behörden kooperiert, was zu einer Geldbuße von 45 Millionen Euro im Jahr 2021 führte. Spätere Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) brachten jedoch neue Hinweise ans Licht, die zur Aberkennung des Kronzeugenstatus führten, da Teile der Strabag zwischen 2007 und 2017 nicht vollständig an der Aufklärung mitgearbeitet hatten. Es geht um öffentliche und private Ausschreibungen im Bereich Hoch- und Tiefbau in Österreich vom Juli 2002 bis zum Oktober 2017. Den Firmen soll es dabei gegangen sein, sich „gegenseitig zur Erteilung von Aufträgen zu verhelfen, ohne dabei befürchten zu müssen, von einem günstigeren Angebot im freien Wettbewerb unterboten zu werden“, berichtet das Oberlandesgericht (OLG) Wien.

Reaktionen und Einordnung

Die Strabag hat die Aufstockung der Strafzahlung akzeptiert, um ein weiteres langwieriges Gerichtsverfahren zu vermeiden. In einer Aussendung des Unternehmens hieß es, man habe sich „zu diesem Settlement nach eingehender Bewertung der Sach- und Rechtslage entschieden“. Natalie Harsdorf von der BWB bezeichnete die Entscheidung als „großen Erfolg für den Kartellrechtsvollzug“, wie derStandard.at berichtet. (Lesen Sie auch: Benko Privatstiftung: -Familienstiftung Laura meldet)

Was bedeutet die hohe Strabag Kartellstrafe?

Die hohe Strafe gegen die Strabag sendet ein deutliches Signal an andere Unternehmen in Österreich. Kartellrechtswidrige Absprachen werden nicht toleriert und können empfindliche Konsequenzen haben. Die Aberkennung des Kronzeugenstatus zeigt, dass eine umfassende und ehrliche Kooperation mit den Behörden unerlässlich ist, um in den Genuss von Strafmilderungen zu kommen. Die Bundeswettbewerbsbehörde hat mit diesem Fall ihre Entschlossenheit unter Beweis gestellt, Wettbewerbsverstöße aufzudecken und zu ahnden.

Ausblick

Mit dem Abschluss des Strabag-Verfahrens sind nun alle Baukartellverfahren beendet.Die verhängten Strafen in Höhe von insgesamt 300 Millionen Euro dürften jedoch eine abschreckende Wirkung auf andere Unternehmen haben. (Lesen Sie auch: Tödlicher Busbrand in Kerzers: Energy-Moderatorin Lara)

Die höchsten Kartellstrafen in Österreich im Überblick

Die Strabag Kartellstrafe reiht sich in eine Liste von hohen Kartellstrafen in Österreich ein. Hier eine Übersicht der bisherigen Rekordstrafen:

UnternehmenStrafe
Strabag146 Mio. Euro
REWE (Billa-Mutter)70 Mio. Euro
Porr62,4 Mio. Euro
R

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Illustration zu Strabag Kartellstrafe
Symbolbild: Strabag Kartellstrafe (Bild: Picsum)

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