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Stillen: Neue Empfehlungen zur Dauer sorgen für Diskussionen

Die Empfehlungen zur optimalen Dauer des Stillens sind erneut in den Fokus gerückt. Während Deutschland lange Zeit einen Sonderweg beschritt, kehrt man nun zu international etablierten Richtlinien zurück. Dies sorgt für Diskussionen und wirft Fragen bei jungen Eltern auf.

Symbolbild zum Thema Stillen
Symbolbild: Stillen (Bild: Picsum)

Hintergrund der aktuellen Empfehlungen zum Stillen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt seit Langem, Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Anschließend soll in Kombination mit Beikost weiter gestillt werden, idealerweise bis zum Alter von zwei Jahren oder sogar darüber hinaus, solange Mutter und Kind dies wünschen. Deutschland wich von dieser Empfehlung ab und riet dazu, bereits nach dem vierten bis sechsten Monat mit der Beikost zu beginnen. Eine neue Leitlinie soll dies nun ändern, wie die WHO auf ihrer Webseite erklärt. (Lesen Sie auch: Iftar Heute: Was Muslime am Fastenbrechen-Abend feiern)

Aktuelle Entwicklung: Deutschland passt Still-Empfehlungen an

Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, kehrt Deutschland nach über 15 Jahren zu den internationalen Empfehlungen zurück. Demnach sollen reifgeborene Kinder ab der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich gestillt werden. Ab dem siebten Monat soll dann, parallel zum Stillen, mit der Beikost begonnen werden. Die Gesamtstilldauer sollte idealerweise mindestens zwölf Monate betragen.

Reaktionen und Einordnung

Die Anpassung der Empfehlungen zur Stilldauer stößt auf unterschiedliche Reaktionen. Während einige Experten die Angleichung an die WHO-Richtlinien begrüßen, sehen andere die Gefahr, dass Mütter unter Druck gesetzt werden könnten. Es sei wichtig zu betonen, dass jede Mutter und jedes Kind individuell sind und die Stilldauer den Bedürfnissen beider angepasst werden sollte. Die Entscheidung zum Stillen sollte immer freiwillig und ohne Schuldgefühle getroffen werden können. (Lesen Sie auch: Juventus VS. Galatasaray: Umstrittene Rote Karte)

Einige Frauen bezeichnen sich selbstironisch als „Dairy Queen“, wie der Spiegel berichtet, was die emotionale und körperliche Herausforderung des Stillens unterstreicht.

Was bedeutet das für Eltern?

Die neuen Empfehlungen sollen Eltern eine Orientierungshilfe geben, ohne Druck auszuüben. Es ist wichtig, sich umfassend zu informieren und sich von Fachleuten beraten zu lassen. Jede Familie muss ihren eigenen Weg finden, der für sie am besten funktioniert. Das Stillen ist eine wunderbare Möglichkeit, eine enge Bindung zum Kind aufzubauen und es mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Es sollte jedoch immer im Einklang mit den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Mutter stehen. Zusätzliche Informationen bietet beispielsweise die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. (Lesen Sie auch: Baerbocks Grönland-Aussage bei "Maischberger" sorgt)

Ausblick

Es bleibt zu hoffen, dass die neuen Empfehlungen dazu beitragen, das Bewusstsein für die Vorteile des Stillens zu stärken und Mütter darin zu unterstützen, ihre Kinder so lange zu stillen, wie es für sie und ihre Babys am besten ist. Gleichzeitig ist es wichtig, den Fokus auf eine individuelle und bedürfnisorientierte Betreuung von Mutter und Kind zu legen, um unnötigen Druck und Schuldgefühle zu vermeiden.

Detailansicht: Stillen
Symbolbild: Stillen (Bild: Picsum)
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Häufig gestellte Fragen zu stillen

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

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Symbolbild: Stillen (Bild: Picsum)

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