Steiermark intensiviert Beziehungen zu China: Neue
Die Steiermark plant, ihre Beziehungen zur Volksrepublik China zu intensivieren. Eine hochrangige Delegation aus Politik und Wirtschaft unter der Führung von Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) und seiner Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP) weilt derzeit in China, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Forschung zu stärken und neue Partnerschaften zu initiieren. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines zuletzt rückläufigen Handelsvolumens.

Hintergrund der Beziehungen zwischen Steiermark und China
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Steiermark und China haben in den letzten Jahren eine bedeutende Rolle gespielt. China ist der drittwichtigste Handelspartner der Steiermark, allerdings war zuletzt ein Rückgang der Exportzahlen zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2025 sank die Ausfuhr steirischer Waren nach China um fast die Hälfte auf 450 Millionen Euro, wie ORF Steiermark berichtet. Diesen Trend will die Delegation nun umkehren.
Aktuelle Entwicklungen: Delegation in Shanghai
Die Delegation, die aus rund 60 Vertretern aus Politik und Wirtschaft besteht, hält sich derzeit in Shanghai auf. Ziel der Reise ist es, neue Partnerschaften zu knüpfen, die Exporte zu steigern und konkrete Geschäftsabschlüsse zu erzielen, so die Kleine Zeitung. Im Fokus stehen dabei vor allem die Bereiche Robotik und Künstliche Intelligenz. Landeshauptmann Kunasek betonte die Notwendigkeit, die offenen Gesprächskanäle zu nutzen und die bestehenden Beziehungen zu erneuern, um die Steiermark und damit auch Österreich voranzubringen. (Lesen Sie auch: Lotto Gewinner: -Doppeljackpot geht an drei glückliche)
Ziele und Erwartungen der Steiermark
Die steirische Landesregierung erhofft sich von der Reise nach China eine Stärkung der regionalen Wirtschaft und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Konkret geht es darum, neue Absatzmärkte für steirische Produkte zu erschließen und Investitionen aus China in die Steiermark zu lenken. Besonders im Fokus stehen dabei innovative Technologien und zukunftsweisende Industrien. Die Delegation plant, eine Reihe von Kooperationsvereinbarungen mit chinesischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu unterzeichnen. Es wird erwartet, dass diese Abkommen positive Auswirkungen auf die steirische Wirtschaft haben werden.
Herausforderungen und Chancen
Die Intensivierung der Beziehungen zu China birgt sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Einerseits bietet der chinesische Markt ein enormes Potenzial für steirische Unternehmen, andererseits sind auch Risiken wie politische Einflussnahme und wirtschaftliche Abhängigkeit zu berücksichtigen. Es gilt, eine ausgewogene Strategie zu entwickeln, die die Vorteile der Zusammenarbeit nutzt, ohne die Interessen der Steiermark zu gefährden. Die steirische Landesregierung betont, dass sie sich der Verantwortung bewusst ist und die Beziehungen zu China auf einer soliden und partnerschaftlichen Basis aufbauen will.
Die Rolle der Steiermark im österreichischen Kontext
Die Steiermark nimmt innerhalb Österreichs eine besondere Rolle ein, wenn es um die Beziehungen zu China geht. Das Bundesland verfügt über eine lange Tradition in der Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern und hat in den letzten Jahren ein enges Netzwerk aufgebaut. Die steirische Landesregierung sieht sich als Brückenbauer zwischen Österreich und China und will dazu beitragen, die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern weiter zu vertiefen. Dabei setzt sie auf einen offenen und konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten. (Lesen Sie auch: Riza Tamer: Rıza mit 40 Jahren gestorben)
Was bedeutet die China-Strategie für die Steiermark?
Die verstärkte Hinwendung der Steiermark zu China ist ein strategischer Schritt, um die regionale Wirtschaft zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit des Bundeslandes zu sichern. Durch die Erschließung neuer Absatzmärkte und die Anwerbung von Investitionen will die steirische Landesregierung die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen schaffen. Die China-Strategie ist jedoch nicht ohne Risiken. Es gilt, die wirtschaftlichen Vorteile der Zusammenarbeit mit China gegen die potenziellen Gefahren einer zu großen Abhängigkeit abzuwägen. Eine diversifizierte Wirtschaftsstruktur und die Förderung regionaler Wertschöpfungsketten sind daher von entscheidender Bedeutung.
Ausblick: Wie geht es weiter mit den Beziehungen?
Die Reise der steirischen Delegation nach China ist ein wichtiger Schritt, um die Beziehungen zwischen der Steiermark und China neu zu beleben. In den kommenden Monaten werden sich die konkreten Ergebnisse der Gespräche zeigen. Es ist zu erwarten, dass eine Reihe von Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet werden und neue Projekte initiiert werden. Die steirische Landesregierung wird die Entwicklung der Beziehungen zu China weiterhin aktiv begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Zusammenarbeit für beide Seiten von Vorteil ist. Ein wichtiger Aspekt wird dabei die Förderung des kulturellen Austauschs und des gegenseitigen Verständnisses sein.
Handelsbeziehungen zwischen Steiermark und China im Detail
Die Handelsbeziehungen zwischen der Steiermark und China sind vielfältig und umfassen verschiedene Branchen. Zu den wichtigsten Exportgütern aus der Steiermark nach China gehören Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge und chemische Produkte. Umgekehrt importiert die Steiermark aus China vor allem Elektronikartikel, Textilien und Konsumgüter. In den letzten Jahren hat sich der Handel zwischen beiden Regionen dynamisch entwickelt, wobei China zu einem immer wichtigeren Handelspartner für die Steiermark geworden ist. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Handelsvolumens in den letzten Jahren: (Lesen Sie auch: AfD laut Politbarometer stärkste Kraft: Regierung)
| Jahr | Export nach China (Mio. Euro) | Import aus China (Mio. Euro) | Gesamtvolumen (Mio. Euro) |
|---|---|---|---|
| 2022 | 950 | 780 | 1730 |
| 2023 | 1020 | 850 | 1870 |
| 2024 | 880 | 920 | 1800 |
| 2025 (1. Halbjahr) | 450 | 480 | 930 |
Quelle: Eigene Darstellung basierend auf Daten der Statistik Austria

Die Zahlen zeigen, dass der Export nach China im ersten Halbjahr 2025 deutlich zurückgegangen ist. Dies ist einer der Gründe, warum die steirische Landesregierung nun eine verstärkte Charmeoffensive in China startet, wie die Kronen Zeitung berichtet.
Die Stärkung der Beziehungen zu China ist ein wichtiger Schritt für die Steiermark, um ihre wirtschaftliche Position zu festigen und neue Wachstumschancen zu nutzen.Klar ist jedoch, dass die Steiermark weiterhin auf eine enge Zusammenarbeit mit China setzen wird. (Lesen Sie auch: Slowakei blockiert EU-Sanktionen gegen Russland: Was steckt)
Weitere Informationen zur Steiermark finden Sie auf der offiziellen Webseite des Bundeslandes.
Häufig gestellte Fragen zu steiermark
Warum reist eine Delegation aus der Steiermark nach China?
Die Delegation reist nach China, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Forschung zu stärken und neue Partnerschaften zu initiieren. Ziel ist es, die Exporte zu steigern und konkrete Geschäftsabschlüsse zu erzielen, insbesondere in den Bereichen Robotik und Künstliche Intelligenz.
Welche Bedeutung hat China für die Wirtschaft der Steiermark?
China ist der drittwichtigste Handelspartner der Steiermark. Allerdings ist das Exportvolumen zuletzt gesunken. Im ersten Halbjahr 2025 sank die Ausfuhr steirischer Waren nach China um fast die Hälfte auf 450 Millionen Euro. Die Reise soll dazu beitragen, diesen Trend umzukehren.
Wer führt die Delegation aus der Steiermark an?
Die Delegation wird von Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) und seiner Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP) angeführt. Sie werden von rund 60 Vertretern aus Politik und Wirtschaft begleitet.
Welche Ziele verfolgt die Steiermark mit der Intensivierung der Beziehungen zu China?
Die Steiermark will neue Absatzmärkte für steirische Produkte erschließen und Investitionen aus China in die Steiermark lenken. Besonders im Fokus stehen innovative Technologien und zukunftsweisende Industrien.
Welche Herausforderungen gibt es bei der Zusammenarbeit mit China?
Es gilt, eine ausgewogene Strategie zu entwickeln, die die Vorteile der Zusammenarbeit nutzt, ohne die Interessen der Steiermark zu gefährden. Risiken wie politische Einflussnahme und wirtschaftliche Abhängigkeit müssen berücksichtigt werden.

