Wetterdienst warnt vor Starkregen: Wo es diese Woche
Nach einem sonnigen Wochenende mit Temperaturen bis zu 29 Grad in Teilen Deutschlands, kündigt sich ein deutlicher Wetterumschwung an. Meteorologen warnen vor Starkregen und teils heftigen Gewittern, die ab Dienstag vor allem den Osten und die Mitte des Landes erreichen sollen. Lokal kann es sogar zu Hagel kommen.

Was bedeutet Starkregen? Hintergrundinformationen
Starkregen ist ein meteorologisches Phänomen, das durch eine hohe Niederschlagsmenge in kurzer Zeit gekennzeichnet ist. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) definiert Starkregen anhand verschiedener Schwellenwerte. Diese richten sich nach der Niederschlagsmenge pro Stunde oder innerhalb weniger Stunden. Gefährlich wird es, wenn die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnehmen kann und es zu Überschwemmungen kommt. Auch Bäche und Flüsse können über die Ufer treten. (Lesen Sie auch: Mitarbeiter verlässt Marlene Svazek: Was bedeutet)
Aktuelle Entwicklung: Wo Starkregen droht
Wie BILD berichtet, wird der heutige Montag noch einmal schön. Im Tagesverlauf können aber je nach Region bereits erste Schauer und Gewitter aufziehen. Ab Dienstag wird es dann in ganz Deutschland spürbar kühler und graue Wolken dominieren das Wetter. Besonders betroffen sind laut Merkur Bayern, Sachsen, Thüringen und Brandenburg. Hier zieht das Tiefdruckgebiet seinen Niederschlagsschwerpunkt durch, lokal mit unwetterartigen Regensummen, vereinzelt sogar Hagel.
Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt die Wetterlage gegenüber BILD wie folgt: „Omega-Hoch Uli kippt nach Osten ab. Von Westen schiebt sich gleichzeitig ein Tiefdruckkomplex heran, und quer über die Mitte Deutschlands bildet sich eine Luftmassengrenze. Auf der einen Seite warme, feuchte Mittelmeerluft, auf der anderen kältere Polarluft, die langsam nach Süden vorankommt.“ Diese Konstellation führt zu den erwarteten Gewittern und dem Starkregen. (Lesen Sie auch: Bärbel Bas plant größte Sozialstaatsreform seit Hartz…)
Mögliche Folgen von Starkregen
Starkregen kann erhebliche Schäden verursachen. Überflutete Straßen und Keller sind häufige Folgen. Auch die Landwirtschaft kann betroffen sein, wenn Felder überschwemmt werden und Ernten ausfallen. In extremen Fällen kann Starkregen sogar zu Erdrutschen führen.
- Überflutung von Straßen und Kellern
- Schäden an Gebäuden
- Ausfall von Ernten in der Landwirtschaft
- Erdrutsche
- Überlastung der Kanalisation
Verhaltensmaßnahmen bei Starkregen
Um sich vor den Folgen von Starkregen zu schützen, sollten einige Verhaltensmaßnahmen beachtet werden: (Lesen Sie auch: Heizungsgesetz: Reiche will Betriebsverbot ab 2045 kippen)
- Kellerfenster und -türen schließen
- Wertsachen aus dem Keller entfernen
- Sich nicht in der Nähe von Bächen und Flüssen aufhalten
- Das Auto nicht in Senken oder Unterführungen parken
- Den Anweisungen der Behörden folgen
Starkregen und Klimawandel: Ein Zusammenhang?
Experten sehen einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der Zunahme von Extremwetterereignissen wie Starkregen. Durch die Erderwärmung kann die Atmosphäre mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was zu intensiveren Niederschlägen führen kann. Es ist jedoch schwierig, einzelne Ereignisse direkt auf den Klimawandel zurückzuführen. Die Webseite des Umweltbundesamtes bietet weiterführende Informationen zu diesem Thema.
Was bedeutet der Starkregen für die Landwirtschaft?
Für die Landwirtschaft kann der angekündigte Starkregen sowohl Segen als auch Fluch sein. Einerseits kann er die durch die vorangegangene Trockenheit ausgetrockneten Böden wieder befeuchten und so das Wachstum der Pflanzen fördern. Andererseits besteht die Gefahr, dass die Böden durch die großen Wassermassen überschwemmt werden, was zu Ernteausfällen führen kann. Besonders gefährdet sind Kulturen, die empfindlich auf Staunässe reagieren. (Lesen Sie auch: Chantal Nobel im Alter von 77 Jahren…)

Ausblick: Wie geht es weiter?
Die Wetterlage bleibt weiterhin unbeständig. Nach dem Starkregen wird es voraussichtlich wieder etwas kühler.Meteorologen raten, die Wettervorhersagen aufmerksam zu verfolgen und sich auf wechselhafte Bedingungen einzustellen. Auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes finden Sie stets aktuelle Warnmeldungen.
Häufig gestellte Fragen zu starkregen
Häufig gestellte Fragen zu starkregen
Wie definiert der Deutsche Wetterdienst Starkregen?
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) definiert Starkregen anhand von Schwellenwerten für die Niederschlagsmenge pro Stunde oder innerhalb weniger Stunden. Diese Werte variieren je nach Region und Jahreszeit. Überschreiten die Niederschläge diese Werte, spricht man von Starkregen.
Welche Regionen in Deutschland sind besonders von Starkregen betroffen?
Generell kann es in ganz Deutschland zu Starkregen kommen. Allerdings gibt es Regionen, die aufgrund ihrer geografischen Lage häufiger betroffen sind. Dazu gehören beispielsweise Gebiete in der Nähe von Flüssen und Bächen sowie Regionen mit einer hohen Bebauungsdichte, wo das Wasser schlechter abfließen kann.
Wie kann ich mein Haus vor den Folgen von Starkregen schützen?
Es gibt verschiedene Maßnahmen, um das eigene Haus vor Starkregen zu schützen. Dazu gehören beispielsweise das Abdichten von Kellerfenstern und -türen, das Anbringen von Rückstauklappen in der Kanalisation und das Freihalten von Abflüssen und Gullys. Auch eine Elementarschadenversicherung kann sinnvoll sein.
Was soll ich tun, wenn mein Keller durch Starkregen überflutet wurde?
Wenn der Keller überflutet ist, sollte man zunächst die Stromzufuhr unterbrechen, um Stromschläge zu vermeiden. Anschließend kann man das Wasser abpumpen, idealerweise mit einer Pumpe. Wichtig ist, den Keller danach gründlich zu reinigen und zu desinfizieren, um Schimmelbildung vorzubeugen.
Gibt es finanzielle Hilfen für Schäden durch Starkregen?
Ob es finanzielle Hilfen für Schäden durch Starkregen gibt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In manchen Fällen greift die Elementarschadenversicherung. Unter Umständen können auch staatliche Hilfen beantragt werden, insbesondere wenn eine Region von einer Naturkatastrophe betroffen ist.

