Schufa ändert Berechnung: Was bedeutet der neue Score
Die Schufa, Deutschlands bekannteste Auskunftei, stellt ihre Berechnungsmethode für den Bonitätsscore um. Ab dem 17. März 2026 soll die Ermittlung der Kreditwürdigkeit transparenter und nachvollziehbarer werden. Was bedeutet das konkret für Verbraucher?

Hintergrund der Schufa-Reform
Die Schufa steht seit Jahren in der Kritik, ihre Berechnungsmethoden seien intransparent und für Verbraucher schwer nachvollziehbar. Die Auskunftei speichert Daten von Millionen Menschen in Deutschland und gibt auf Basis dieser Daten Bonitätsauskünfte an Unternehmen weiter. Diese Auskünfte spielen eine wichtige Rolle bei der Vergabe von Krediten, dem Abschluss von Mietverträgen oder dem Zustandekommen von Mobilfunkverträgen. Um das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und der Kritik zu begegnen, hat sich die Schufa nun zu einer Reform entschlossen. (Lesen Sie auch: Teneriffa Teide Vulkanausbruch: auf: Bereitet ein möglicher)
Aktuelle Entwicklung: Was ändert sich ab März 2026?
Konkret ändert sich ab dem 17. März 2026 folgendes: Statt bisher sechs unterschiedlicher Branchenscores wird es nur noch einen Score geben. Dieser setzt sich aus zwölf Kriterien zusammen und wird in Punkten (100 bis 999) angegeben. Je höher die Punktzahl, desto besser die Bonität. Bisher basierte die Berechnung auf rund 100 Kriterien und wurde in Prozenten angegeben. Die Schufa verspricht sich von der Umstellung eine höhere Transparenz und Verständlichkeit für Verbraucher. Wie FOCUS online berichtet, sollen Verbraucher so besser nachvollziehen können, wie ihr Score zustande kommt.
Die zwölf Kriterien, die in die Berechnung einfließen, sollen ebenfalls transparenter gemacht werden. Die Schufa will künftig detailliertere Informationen darüber bereitstellen, welche Daten für die Berechnung des Scores verwendet werden und wie diese gewichtet werden. Dies soll es Verbrauchern ermöglichen, ihre eigene Bonität besser einzuschätzen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen, um ihren Score zu verbessern. (Lesen Sie auch: KVB Streik Köln: Was Pendler am 17.…)
Reaktionen und Einordnung
Die Reform der Schufa wird von Verbraucherschützern grundsätzlich begrüßt. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. So wird bemängelt, dass die Berechnungsmethoden weiterhin nicht vollständig offengelegt werden. Zudem wird kritisiert, dass die Schufa weiterhin Daten sammelt und speichert, die für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit nicht relevant sind. Eine repräsentative Umfrage von Verivox, zitiert in der Rheinischen Post, zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen (55,6 Prozent) ihren persönlichen Schufa-Score noch nie abgerufen hat. Zudem haben nur wenige eine Vorstellung davon, wie die Schufa die Kreditwürdigkeit ermittelt.
Was bedeutet die neue Schufa für Verbraucher?
Die neue Berechnungsmethode der Schufa soll es Verbrauchern erleichtern, ihre eigene Bonität einzuschätzen und zu verstehen, wie ihr Score zustande kommt. Durch die Reduzierung der Kriterien und die Angabe des Scores in Punkten soll die Bewertung verständlicher werden. Verbraucher können ihren Score kostenlos bei der Schufa abfragen und erhalten künftig detailliertere Informationen darüber, welche Daten für die Berechnung verwendet wurden. Es bleibt aber wichtig, dass Verbraucher ihre Daten regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls Fehler korrigieren lassen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Bonitätsauskunft korrekt ist und nicht zu Nachteilen führt. (Lesen Sie auch: Reisewarnung Kroatien Serbien: für und: Was Urlauber…)
Häufig gestellte Fragen zur Schufa
Häufig gestellte Fragen zu schufa
Was genau ändert sich bei der Schufa-Berechnung ab 2026?
Ab dem 17. März 2026 wird es nur noch einen Score geben, der sich aus zwölf Kriterien zusammensetzt und in Punkten (100 bis 999) angegeben wird. Bisher gab es sechs Branchenscores, die auf rund 100 Kriterien basierten und in Prozenten angegeben wurden.

Warum führt die Schufa diese Änderungen durch?
Die Schufa möchte mit der Reform ihre Berechnungsmethoden transparenter und für Verbraucher verständlicher machen. Ziel ist es, das Vertrauen der Verbraucher in die Bonitätsauskünfte zu stärken und der Kritik an intransparenten Verfahren zu begegnen. (Lesen Sie auch: KVB Streik: Erneute Warnstreiks legen Nahverkehr in…)
Wie kann ich meinen persönlichen Schufa-Score abrufen?
Verbraucher können ihren persönlichen Schufa-Score kostenlos bei der Schufa abfragen. Dies ist online über die Webseite der Schufa oder per Post möglich. Nach der Abfrage erhalten Sie detaillierte Informationen über Ihren Score und die Daten, die für die Berechnung verwendet wurden.
Welche Daten werden von der Schufa gespeichert?
Die Schufa speichert verschiedene Daten, die für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit relevant sind. Dazu gehören beispielsweise Name, Adresse, Geburtsdatum, Informationen über Girokonten, Kreditkarten, Kredite, Ratenzahlungsverträge und Informationen über Zahlungsverhalten.
Was kann ich tun, wenn meine Schufa-Daten fehlerhaft sind?
Wenn Sie feststellen, dass Ihre Schufa-Daten fehlerhaft sind, haben Sie das Recht, eine Korrektur zu verlangen. Wenden Sie sich dazu an die Schufa und legen Sie die entsprechenden Nachweise vor. Die Schufa ist verpflichtet, die Daten zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.
Mehr Informationen zur Bonität und wie sie zustande kommt, bietet die Verbraucherzentrale.
| Merkmal | Bisher | Neu (ab 17.03.2026) |
|---|---|---|
| Anzahl der Scores | 6 (Branchenscores) | 1 |
| Anzahl der Kriterien | ca. 100 | 12 |
| Darstellung | Prozent | Punkte (100-999) |
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

