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Schneechaos München: 500 Reisende Saßen im Flugzeug Fest

Das Schneechaos München führte dazu, dass etwa 500 Passagiere eine unfreiwillige Nacht in Flugzeugen am Münchner Flughafen verbringen mussten. Ihre Flüge, die für Donnerstagabend geplant waren, wurden aufgrund starker Schneefälle kurzfristig gestrichen, nachdem die Passagiere bereits an Bord waren.

Symbolbild zum Thema Schneechaos München
Symbolbild: Schneechaos München (Bild: Picsum)

Die wichtigsten Fakten

  • Rund 500 Passagiere verbrachten die Nacht in Flugzeugen am Münchner Flughafen.
  • Etwa 100 Flüge wurden aufgrund des starken Schneefalls gestrichen.
  • Fehlende Busse und Parkmöglichkeiten verhinderten die Rückkehr der Passagiere zum Terminal.
  • Betroffen waren Flüge der Lufthansa und Air Dolomiti.

Was führte zu dem Chaos am Münchner Flughafen?

Die Hauptursache für das Schneechaos München war der unerwartet starke Schneefall, der den Flugbetrieb erheblich beeinträchtigte. Infolgedessen kam es zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen. Die Situation verschärfte sich dadurch, dass keine ausreichenden Kapazitäten für die Rückbringung der Passagiere zum Terminal vorhanden waren, nachdem ihre Flüge gestrichen wurden.

Unerwartete Schneefälle legten den Flugverkehr lahm

Der Donnerstag begann mit normalen Flugbetrieb am Münchner Flughafen, doch im Laufe des Tages intensivierten sich die Schneefälle zusehends. Dies führte zu erheblichen Beeinträchtigungen des Flugverkehrs, da Start- und Landebahnen von den Schneemassen befreit werden mussten. Die ohnehin schon angespannte Situation wurde durch die Tatsache verschärft, dass die Enteisungsanlagen an ihre Kapazitätsgrenzen stießen. Zahlreiche Flüge mussten verspätet starten oder wurden gleich ganz gestrichen, wie Stern berichtet.

Die Fluggesellschaften versuchten zunächst, den Betrieb so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Einige Flüge erhielten sogar Sondergenehmigungen, um trotz des Nachtflugverbots zwischen 0:00 und 5:00 Uhr noch starten zu können. Doch die Wetterbedingungen verschlechterten sich weiter, sodass auch diese Sondergenehmigungen letztendlich keine Abhilfe schafften.

⚠️ Hintergrund

Das Nachtflugverbot am Münchner Flughafen soll die Anwohner vor Lärmbelästigung schützen. In Ausnahmefällen können jedoch Sondergenehmigungen erteilt werden, beispielsweise bei unvorhersehbaren Ereignissen wie extremen Wetterbedingungen. (Lesen Sie auch: Schneechaos München: 500 Passagiere Saßen Nachts im…)

Gestrandet im Flugzeug: Eine Nacht des Wartens

Für die Passagiere, die bereits in den Flugzeugen saßen, begann eine lange und ungemütliche Nacht. Nachdem ihre Flüge endgültig gestrichen worden waren, mussten sie in den Maschinen ausharren. Die Gründe dafür waren vielfältig: Zum einen waren die Parkpositionen am Terminal bereits vollständig belegt, zum anderen standen nicht genügend Busse zur Verfügung, um die Passagiere zurückzubringen. „Zu diesem Zeitpunkt waren bereits alle Parkmöglichkeiten für Flugzeuge direkt am Terminal belegt und die Buskapazitäten auf den Vorfeldern eingeschränkt“, teilte der Flughafen mit.

Die Fluggesellschaften versuchten, die Situation so gut wie möglich zu meistern. Die Passagiere wurden mit Getränken und Snacks versorgt, und das Bordpersonal bemühte sich, die Stimmung aufrechtzuerhalten. Dennoch war die Situation für viele Reisende belastend, insbesondere für Familien mit kleinen Kindern und ältere Menschen. Die fehlende Möglichkeit, sich die Beine zu vertreten oder eine richtige Mahlzeit einzunehmen, trug zusätzlich zur Unzufriedenheit bei.

Welche Flüge waren von dem Schneechaos betroffen?

Von dem Schneechaos München waren verschiedene Flüge betroffen, darunter sowohl Kurz- als auch Langstreckenverbindungen. Nach Angaben der Lufthansa saßen die Passagiere von drei Lufthansa-Flügen nach Singapur, Kopenhagen und Danzig in den Flugzeugen fest. Auch zwei Air-Dolomiti-Flüge nach Graz und Venedig waren betroffen. Es gab auch Berichte über Verspätungen und Ausfälle bei anderen Fluggesellschaften, die den Münchner Flughafen anfliegen.

Die Fluggesellschaften bemühten sich, die betroffenen Passagiere so schnell wie möglich umzubuchen und ihnen alternative Reisemöglichkeiten anzubieten. Viele Reisende entschieden sich jedoch dafür, ihre Reise ganz abzusagen oder auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Die Kosten für die Umbuchungen und Entschädigungen dürften die Fluggesellschaften vor erhebliche finanzielle Herausforderungen stellen.

Der Morgen danach: Normalisierung des Flugbetriebs

Erst am frühen Freitagmorgen entspannte sich die Lage am Münchner Flughafen allmählich. Die Schneefälle ließen nach, und die Räumungsdienste konnten die Start- und Landebahnen wieder freimachen. Auch die Buskapazitäten wurden aufgestockt, sodass die Passagiere, die die Nacht in den Flugzeugen verbracht hatten, endlich zum Terminal gebracht werden konnten. Warum während der ganzen Nacht keine Busse vorhanden waren, die die Passagiere zum Terminal bringen konnten, konnte ein Sprecher der Lufthansa nicht sagen. (Lesen Sie auch: Flugausfälle München: Schnee legt Flugverkehr Lahm)

Der Flugbetrieb normalisierte sich im Laufe des Vormittags wieder, allerdings kam es weiterhin zu Verspätungen und einzelnen Flugausfällen. Die Fluggesellschaften arbeiteten mit Hochdruck daran, den Rückstau abzubauen und alle Passagiere so schnell wie möglich an ihre Zielorte zu bringen. Die Ereignisse zeigten einmal mehr, wie anfällig der Flugverkehr gegenüber extremen Wetterbedingungen ist.

💡 Tipp

Reisende sollten sich vor Flugantritt über die aktuelle Wettersituation und mögliche Beeinträchtigungen des Flugverkehrs informieren. Es empfiehlt sich, ausreichend Zeit für die Anreise zum Flughafen einzuplanen und gegebenenfalls alternative Reisemöglichkeiten in Betracht zu ziehen.

Eine Analyse des Deutschen Wetterdienstes zeigt, dass solche intensiven Schneefälle in der Region München in den letzten Jahren zugenommen haben.

Die Lehren aus dem Schneechaos

Das Schneechaos München hat gezeigt, dass der Münchner Flughafen und die beteiligten Fluggesellschaften besser auf extreme Wetterereignisse vorbereitet sein müssen. Es bedarf einer verbesserten Koordination zwischen den verschiedenen Akteuren, um in solchen Situationen schnell und effizient reagieren zu können. Dazu gehört auch die Bereitstellung ausreichender Buskapazitäten und Parkmöglichkeiten, um die Passagiere im Notfall versorgen zu können.

Die Ereignisse haben auch die Frage aufgeworfen, ob die bestehende Infrastruktur des Münchner Flughafens ausreichend ist, um den steigenden Passagierzahlen und den zunehmenden Wetterextremen gerecht zu werden. Es wird notwendig sein, über Investitionen in den Ausbau der Kapazitäten und die Modernisierung der Anlagen nachzudenken, um die Zuverlässigkeit des Flugbetriebs auch unter schwierigen Bedingungen gewährleisten zu können.

Detailansicht: Schneechaos München
Symbolbild: Schneechaos München (Bild: Picsum)

Der Flughafen München hat angekündigt, die Vorfälle intern aufzuarbeiten und Maßnahmen zur Verbesserung der Krisenreaktionsfähigkeit zu entwickeln.

Wie geht es weiter?

Der Münchner Flughafen hat angekündigt, die Abläufe bei extremen Wetterlagen zu überprüfen und zu optimieren. Dazu gehört auch die enge Zusammenarbeit mit den Fluggesellschaften und anderen Partnern, um die Kommunikation und Koordination zu verbessern. Ziel ist es, die Auswirkungen von Schneechaos und ähnlichen Ereignissen auf die Passagiere so gering wie möglich zu halten. Es bleibt zu hoffen, dass die getroffenen Maßnahmen dazu beitragen werden, solche Situationen in Zukunft zu vermeiden oder zumindest besser zu bewältigen. (Lesen Sie auch: Rettung Eisscholle: Dramatische Nacht in der Ostsee…)

Die Süddeutsche Zeitung berichtete, dass der Flughafenbetrieb inzwischen wieder reibungslos verläuft.

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Häufig gestellte Fragen

Warum mussten die Passagiere die Nacht im Flugzeug verbringen?

Die Passagiere mussten die Nacht im Flugzeug verbringen, weil aufgrund des starken Schneefalls und der daraus resultierenden Flugausfälle nicht genügend Busse und freie Parkpositionen am Terminal vorhanden waren, um sie unterzubringen.

Wie viele Flüge waren von dem Schneechaos am Münchner Flughafen betroffen?

Insgesamt waren rund 100 Flüge von dem Schneechaos am Münchner Flughafen betroffen. Diese Flüge wurden entweder gestrichen oder hatten erhebliche Verspätungen, was zu großen Unannehmlichkeiten für die Reisenden führte.

Welche Fluggesellschaften waren hauptsächlich von dem Schneechaos betroffen?

Hauptsächlich betroffen waren die Lufthansa und Air Dolomiti, deren Flüge nach Singapur, Kopenhagen, Danzig, Graz und Venedig von den Ausfällen betroffen waren. Auch andere Fluggesellschaften hatten mit Verspätungen zu kämpfen. (Lesen Sie auch: Blizzard Warnung im Nordosten: Heftiger Wintersturm Erwartet)

Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um die Situation zu verbessern?

Am Morgen wurden zusätzliche Busse eingesetzt, um die Passagiere zum Terminal zu bringen. Der Flugbetrieb normalisierte sich im Laufe des Tages wieder, obwohl es noch zu Verspätungen kam. Der Flughafen kündigte eine Überprüfung der Abläufe an.

Was können Reisende tun, um sich auf solche Situationen vorzubereiten?

Reisende sollten sich vorab über die Wetterlage informieren, ausreichend Zeit für die Anreise einplanen und alternative Reisemöglichkeiten in Betracht ziehen. Eine Reiseversicherung kann im Falle von Flugausfällen ebenfalls hilfreich sein.

Das Schneechaos München verdeutlicht die Notwendigkeit, in die Widerstandsfähigkeit der Flughafeninfrastruktur gegenüber extremen Wetterbedingungen zu investieren. Nur so kann sichergestellt werden, dass Reisende auch in Zukunft sicher und zuverlässig an ihre Zielorte gelangen.

Illustration zu Schneechaos München
Symbolbild: Schneechaos München (Bild: Picsum)

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