Evakuierung in Pforzheim: Weltkriegsbombe sorgt
Pforzheim steht vor einem Großeinsatz: Am kommenden Sonntag, den 19. Mai 2026, muss ein großer Teil der Bevölkerung die Stadt verlassen. Grund dafür ist der Fund einer 1,8 Tonnen schweren Weltkriegsbombe in der Oststadt, die am Sonntag entschärft werden soll. Die Entdeckung des Blindgängers bei Bauarbeiten hat eine umfassende Evakuierungsmaßnahme ausgelöst, die Zehntausende von Menschen betrifft.

Hintergrund zum Bombenfund in Pforzheim
Der Fundort der Bombe liegt im Bereich eines Quartiersparks in der Oststadt. Bei dem Sprengkörper handelt es sich um eine HC-4000, gefüllt mit etwa 1,3 Tonnen Sprengstoff. Solche Funde sind laut Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Baden-Württemberg nicht alltäglich. Mathias Peterle vom Kampfmittelbeseitigungsdienst erklärte gegenüber tagesschau.de, dass der letzte vergleichbare Fund im Jahr 2009 war. Die Größe und die Art der Bombe stellen eine besondere Herausforderung für die Experten dar, da in diesem Fall zwei oder sogar drei Zünder entfernt werden müssen. (Lesen Sie auch: Köln Bickendorf: Feuerwehreinsatz in -: Werkstattbrand)
Evakuierung und Vorbereitungen in Pforzheim
Die Stadt Pforzheim hat umfangreiche Vorbereitungen für die Evakuierung getroffen. Ein Bürgertelefon wurde eingerichtet, um Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu beantworten. Unter der Nummer 07231 39-1000 können sich Betroffene über alle Aspekte der Evakuierung informieren. Die Stadtverwaltung informiert außerdem auf ihrer Webseite und über Social-Media-Kanäle über die aktuellen Entwicklungen. Für pflegebedürftige Personen, die nicht selbstständig ihre Wohnung verlassen können, werden Transportdienste organisiert. Die Stadt Pforzheim bietet hier Unterstützung an.
Der Evakuierungsradius ist großzügig bemessen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Schätzungen zufolge müssen etwa 30.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die Warn-App NINA wurde eingesetzt, um die Bevölkerung zu informieren. Allerdings gab es Unklarheiten, da der angezeigte Radius in der App von den tatsächlichen Gegebenheiten abwich, wie PZ-news berichtet. Die Zugänge zum Oststadtpark wurden bereits am Freitag abgesperrt. (Lesen Sie auch: Id Austria: IT-Fehler sorgt für Ärger mit…)
Auswirkungen auf Verkehr und ÖPNV
Die Entschärfung der Bombe hat erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in und um Pforzheim. Es kommt zu Einschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie im Autoverkehr zwischen Karlsruhe und Stuttgart. Die Stadtwerke Pforzheim informieren über die genauen Fahrplanänderungen und Streckensperrungen. Autofahrer müssen sich auf Staus und Umleitungen einstellen. Es wird empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Expertenmeinung zur Weltkriegsbombe
Mathias Peterle vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg betonte die Besonderheit des Fundes. Im Gespräch mit SWR Aktuell hob er hervor, dass Bomben dieser Größenordnung nicht alltäglich seien. Die Herausforderung bestehe darin, die zwei oder drei Zünder des Sprengkörpers zu entfernen. Die letzte Entschärfung einer Bombe ähnlichen Ausmaßes liegt bereits einige Jahre zurück. (Lesen Sie auch: Let’s Dance: Laura Wontorra ersetzt Victoria Swarovski)
Zeitplan für die Entschärfung
Die Entschärfung der Bombe ist für Sonntag geplant. Der genaue Zeitplan sieht wie folgt aus:
- Freitag: Absperrung der Zugänge zum Oststadtpark
- Samstag: Information der Bevölkerung über Warn-App NINA
- Sonntag: Evakuierung des betroffenen Gebiets, anschließende Entschärfung der Bombe
Was bedeutet der Bombenfund für Pforzheim?
Der Fund der Weltkriegsbombe und die damit verbundene Evakuierung stellen eine enorme Belastung für die Stadt Pforzheim und ihre Bewohner dar. Die Stadtverwaltung und die Einsatzkräfte arbeiten jedoch eng zusammen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten und die Auswirkungen auf das öffentliche Leben so gering wie möglich zu halten. Die Entschärfung der Bombe wird voraussichtlich mehrere Stunden dauern. Nach erfolgreicher Entschärfung können die evakuierten Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren. (Lesen Sie auch: LIDL ordnet Non-Food-Bereich neu: Was Kunden jetzt…)

Weitere Informationen und Anlaufstellen
Für weitere Fragen und Informationen stehen folgende Anlaufstellen zur Verfügung:
- Bürgertelefon der Stadt Pforzheim: 07231 39-1000
- Webseite der Stadt Pforzheim: www.pforzheim.de
- Social-Media-Kanäle der Stadt Pforzheim
FAQ zu pforzheim
Häufig gestellte Fragen zu pforzheim
Warum muss in Pforzheim ein so großes Gebiet evakuiert werden?
Die Evakuierung eines großen Gebiets in Pforzheim ist notwendig, da es sich bei der gefundenen Bombe um einen Sprengkörper mit einem Gewicht von 1,8 Tonnen handelt. Um die Bevölkerung vor den Auswirkungen einer möglichen Detonation zu schützen, muss ein Sicherheitsradius um den Fundort geräumt werden.
Wie erfahre ich, ob meine Adresse im Evakuierungsgebiet von Pforzheim liegt?
Die Stadt Pforzheim stellt detaillierte Karten des Evakuierungsgebiets online zur Verfügung. Zusätzlich können Sie das Bürgertelefon der Stadt unter 07231 39-1000 kontaktieren, um Auskunft zu erhalten. Auch die Warn-App NINA informiert über betroffene Gebiete.
Welche Art von Bombe wurde in Pforzheim gefunden?
Bei der in Pforzheim gefundenen Bombe handelt es sich um eine HC-4000, eine britische Sprengbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie wiegt 1,8 Tonnen und enthält etwa 1,3 Tonnen Sprengstoff. Aufgrund ihrer Größe und Sprengkraft stellt sie eine besondere Herausforderung für die Kampfmittelbeseitigung dar.
Wie lange wird die Entschärfung der Bombe in Pforzheim voraussichtlich dauern?
Die Dauer der Entschärfung kann variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Beschaffenheit der Zünder. Es wird jedoch erwartet, dass die Entschärfung mehrere Stunden in Anspruch nehmen wird. Die Stadt Pforzheim wird die Bevölkerung über den Fortschritt informieren.
Wo finde ich aktuelle Informationen zur Evakuierung in Pforzheim?
Aktuelle Informationen zur Evakuierung in Pforzheim erhalten Sie über die Webseite der Stadt Pforzheim, die Social-Media-Kanäle der Stadt, die Warn-App NINA und das Bürgertelefon unter der Nummer 07231 39-1000. Auch lokale Medien berichten fortlaufend über die Entwicklungen.

