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Für den Brunch: Fünf Osterrezepte aus aller Welt

Ostern schmeckt überall anders. Hier gibt es Inspiration für den Osterbrunch aus aller Welt.

Hefezopf, Schokohasen und gefärbte Eier sind hierzulande Klassiker zum Osterfest. Doch warum nicht einmal den kulinarischen Horizont erweitern und den Osterbrunch mit internationalen Spezialitäten bereichern? Von herzhaften Teigtaschen bis hin zu würzigen Pfannengerichten bieten andere Kontinente köstliche Alternativen für die Feiertage.

Torta Pasqualina aus Italien

In Italien ist Ostern nach Weihnachten das wichtigste Familienfest, was das Sprichwort „Natale con i tuoi, Pasqua con chi vuoi“ (Weihnachten mit den Deinen, Ostern mit wem du willst) unterstreicht. Ein kulinarisches Highlight ist die Torta Pasqualina aus Ligurien.

Es handelt sich um einen herzhaften Kuchen aus vielen dünnen Teigschichten, der mit einer Mischung aus Ricotta, Mangold oder Spinat und frischen Kräutern gefüllt ist. Das Besondere: In die Füllung werden ganze rohe Eier geschlagen, die beim Backen im Ofen hart werden und beim Aufschneiden ein schönes Muster ergeben.

Ka’ak Asfar aus Palästina

In Palästina ist das Osterfest untrennbar mit dem Duft von frisch gebackenem Ka’ak Asfar verbunden. Dieses leuchtend gelbe Gewürzbrot verdankt seine Farbe dem Kurkuma und wird traditionell mit Schwarzkümmel, Anis und Fenchel verfeinert. Die runden Fladen werden oft mit kunstvollen Holzstempeln geprägt, die religiöse Symbole oder florale Muster tragen.

Für die christlichen Gemeinden in Städten wie Jerusalem, Bethlehem oder Ramallah markiert das Backen dieser Brote in der Karwoche den Übergang von der Fastenzeit zur Osterfreude. Nach der beeindruckenden Zeremonie des „Heiligen Feuers“ am Karsamstag wird das würzige, leicht süßliche Brot gemeinsam mit Oliven, Käse oder hartgekochten Eiern beim großen Familienfrühstück genossen.

Äthiopisches Doro Wat

In Äthiopien wird das Osterfest „Fasika“ nach einer strengen, 55-tägigen veganen Fastenzeit gefeiert. Die Gläubigen verbringen die Osternacht in stundenlangen Gebeten, die erst in den frühen Morgenstunden mit dem ersten Fleischgericht enden.

Das Herzstück dieses Festmahls ist Doro Wat, ein langsam geschmortes Hähnchenragout in einer scharfen Berbere-Gewürzsauce. Traditionell gehören zum Doro Wat hartgekochte Eier, die in der dunklen Sauce mitziehen und den Geschmack aufsaugen. Serviert wird das Ganze auf Injera, einem säuerlichen Fladenbrot, das gleichzeitig als Teller und Besteck dient und die gesamte Familie am Tisch vereint.

Empanadas de Vigilia aus Argentinien

In Argentinien wird die „Semana Santa“, die Heilige Woche, mit beeindruckenden Prozessionen und lebendigen Kreuzwegen begangen. Da während dieser Zeit traditionell auf Fleisch verzichtet wird, haben sich die Empanadas de Vigilia (Wachsamkeits-Empanadas) als fester Brauch etabliert.

Diese goldbraun gebackenen Teigtaschen sind meist mit Thunfisch, Spinat oder Käse gefüllt und werden am Karfreitag und Karsamstag überall angeboten. Sie sind das perfekte Fingerfood für die vielen religiösen und familiären Zusammenkünfte, die das Land in dieser Woche prägen. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildet meist ein großes Familienessen am Sonntag, bei dem auch kunstvolle Schokoladeneier verschenkt werden.

Kanadischer Maple Glazed Ham

In Kanada vermischen sich religiöse Traditionen mit fröhlichen Frühlingsbräuchen für die ganze Familie. Während die Kinder im Garten nach versteckten Süßigkeiten suchen, bereiten die Erwachsenen das Festmahl vor.

Ein Klassiker ist der Maple Glazed Ham, ein im Ofen gebackener Schinken, der mit einer Glasur aus Ahornsirup, Senf und Nelken überzogen wird. Diese Kombination aus süßen und würzigen Aromen spiegelt die kanadische Liebe zum Ahornsirup wider, dessen Erntezeit oft mit dem Osterfest zusammenfällt. Der Schinken wird in dünnen Scheiben serviert und bildet den Mittelpunkt eines geselligen Brunches mit der gesamten Verwandtschaft.

Quelle: Gala


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