Melanie C: Für ihren Partner Chris Dingwall wirft sie ihre Prinzipien über Bord
Mit einem Leuchten in den Augen erzählt Melanie C im Gespräch mit GALA, wie sehr sich ihr Blick auf die Zukunft verändert hat, seit Chris Dingwall in ihr Leben getreten ist.
Furchtlos, lebendig und absolut authentisch: Am 1. Mai 2026 meldet sich Spice Girl Melanie C, 52, mit ihrem neunten Studioalbum „Sweat“ zurück und schlägt damit ihr bisher persönlichstes Kapitel auf. Die Platte ist eine Hommage an das Leben selbst: Es feiert die Widerstandsfähigkeit in stürmischen Zeiten und stellt gleichzeitig das Zeugnis einer tiefen persönlichen Wandlung dar.
Ein maßgeblicher Teil dieses neuen Glücks ist Chris Dingwall. Der australische Drehbuchautor gehört seit Ende 2023 zu ihrem Leben und hat „Sporty Spice“ dazu inspiriert, ihr Herz nach einer langen Zeit der Vorsicht wieder weit zu öffnen. Für ihn scheint sie nun sogar bereit, ihre Prinzipien zu überdenken: Im Gespräch mit GALA verrät die Sängerin, warum das Thema Hochzeit plötzlich doch ein Kapitel in ihrer Geschichte wert sein könnte.
Melanie C im GALA-Interview: Australien ist „wie ein zweites Zuhause“
Ihr neues Album und Ihre erste Single daraus heißen „Sweat“. Abgesehen vom Training und Tanzen, was bringt Sie ins Schwitzen?
Melanie C: Ich wurde im Laufe der Jahre so oft interviewt, dass ich mich ein wenig unwohl fühle und anfange zu schwitzen, wenn die Fragen etwas zu persönlich werden. Aber ich finde, dass ich jetzt ziemlich cool bin. Ich schwitze nur noch hinter den Turntables und im Fitnessstudio. (lacht)
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Mit Ihrer Single „Sweat“ haben Sie das Publikum der diesjährigen Dschungelcamp-Staffel akustisch nach Australien begleitet. Dem Ort, an dem ihre große Liebe geboren wurde. Fühlen Sie sich in Down Under mittlerweile zu Hause?
Nun, ich lebe seit meinem 16. Lebensjahr in London und meine Tochter wurde hier geboren und geht hier zur Schule. Meine Wurzeln werden immer im Norden Englands liegen, wo ich aufgewachsen bin und wo meine Familie lebt, doch London ist mein Zuhause im Moment. Aber ich liebe Australien. Ich habe einen wunderschönen australischen Freund, daher ist es wie ein zweites Zuhause. Und die Gelegenheit zu bekommen, für „The Voice“ etwa zwei Monate dort zu sein – und als Europäerin während der kalten Jahreszeit dorthin zu reisen, wo die Sonne scheint –, ist ein Gewinn. Wir haben eine schöne Zeit, wenn wir dorthin fliegen.
Ihr Rezept für eine glückliche Fernbeziehung
Es ist geradezu ansteckend, wie verliebt Sie auf Ihrem neuen Album klingen, beispielsweise die Zeile über Ihre „eigene Zeitzone“ in dem Lied „Cashmere“. Da Ihr Freund aus Australien stammt und Sie in Großbritannien leben, müssen Sie buchstäblich verschiedene Zeitzonen überwinden. Wie gelingt Ihnen der Spagat?
Ich denke, das ergibt sich ganz natürlich. Ich habe das große Glück, dass mein Freund Drehbuchautor ist, sodass er oft überall sein kann, wenn er arbeitet. Deshalb reist er auch ziemlich viel mit mir. Und ich glaube, das gefällt ihm sehr gut, denn es ist sehr inspirierend, verschiedene Länder und Kulturen kennenzulernen. Das funktioniert im Moment wirklich gut für uns
Aber wenn ich viel zu tun habe, ist es wirklich schwierig. Er muss geduldig sein und dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Er ist eine große Stütze für mich. Ich denke, dass der Beruf der Künstlerin manchmal sehr egoistisch sein kann. Man braucht viel Rückhalt und Unterstützung, deshalb kocht er mir abends oft das Essen und lässt mir ein Bad einlaufen.
Wie wichtig ist dieser Kontrast für Sie, einen Partner zu haben, der Teil Ihres Lebens ist, aber nicht Teil Ihrer Karriere?
Ich hatte als Erwachsene einige Beziehungen, und die waren alle sehr unterschiedlich in ihrer Dynamik. Es geht dabei wirklich um die Energie, die zwischen einander herrscht. Ich bin gerade in einer großartigen Situation, in der ich sehr glücklich bin, jemanden zu haben, der mich sehr unterstützt. Aber er ist auch sehr kreativ und hat seine eigene Karriere. Wir respektieren uns also und unterstützen uns einander. Mehr kann man sich doch nicht wünschen, oder?
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Wann kam bei Ihnen das erste Bauchgefühl auf, das Ihnen sagte, dass Ihr Partner ein Mensch ist, dem Sie vertrauen können, als Sie ihn Ende 2023 kennenlernten?
Es war wirklich ein sofortiges Gefühl. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und sind uns sehr ähnlich. Ich glaube, es war einfach etwas, das sich sehr sicher und sehr natürlich anfühlte.
Mit Chris Dingwall wird die Ehe erstmals greifbar
Sie deuteten zuletzt an, dass eine Hochzeit entgegen Ihrer früheren Prinzipien für Sie plötzlich vorstellbar wäre. Liegt das am Wunsch nach dem großen Fest oder an der Gewissheit, endlich die richtige Person an Ihrer Seite zu haben?
Ich glaube, es ist eine Mischung aus verschiedenen Dingen. Ich denke, 50 [Jahre alt] zu werden ist ein wichtiger Meilenstein im Leben eines Menschen.
Man denkt sehr viel über sein Leben nach, über all die Dinge, die man getan hat, und all die Dinge, die man nicht getan hat, – und ich dachte nicht, dass die Ehe Teil meiner Geschichte sein würde. Seit ich meinen Freund kennengelernt habe, bin ich einfach begeisterter vom Leben. Ich möchte alles machen.
Ich möchte alles ausprobieren. Ich bin also völlig offen.
Ihre neue Single „What Could Possibly Go Wrong“ wirkt ebenso furchtlos. Sie bezeichnen sich selbst als „people pleaser“, doch dieser Song klingt, als hätten Sie sich endlich erlaubt, nicht mehr allen anderen gefallen zu wollen.
Ich befinde mich sicherlich in einer ganz neuen Phase meines Lebens. Ich habe mich schon immer von dem inspirieren lassen, was in meinem Leben passiert ist, aber ich denke, die größte Veränderung für mich in den letzten acht Jahren war das DJing, das meine Leidenschaft für Dance-Pop neu entfacht hat.
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Es macht mir so viel Freude, dass ich es auf dem Album haben musste. Ich liebe es, aufzutreten, und ich brauchte Songs, mit denen ich auf der Bühne Spaß haben kann. Ich wollte nicht, dass alles zu ernst wird. Es gibt doch schon genug Dunkelheit und Konflikte da draußen, oder?
Wenn Sie die Melanie C von heute mit nur drei Worten beschreiben müssten, welche würden Sie wählen?
Mutig, fröhlich und ehrgeizig.
Quelle: Gala
