Lance Bass: Seine Mutter lehnte Boyband-Idee
In einer neuen Doku-Serie erzählt Lance Bass, warum seine Mutter zunächst entschlossen war, ihn nicht Teil von *NSYNC werden zu lassen.
In der neuen Doku-Serie „Boy Band Confidential“ erinnert sich Sänger Lance Bass, 46, an die Anfänge seiner Karriere mit *NSYNC. Wie „TMZ“ berichtet, erhielt Bass mit gerade einmal 16 Jahren in seiner Heimatstadt in Mississippi den Anruf, der sein Leben verändern sollte: Er sollte für die neu formierte Boygroup vorsingen.
Doch seine Mutter Diana reagierte zunächst zurückhaltend auf das Angebot. Wie Bass schildert, habe sie Manager Lou Pearlman sowie Justin Timberlake, 45, und dessen Mutter Lynn unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass die Band zwar ein neues Mitglied suche, ihr Sohn aber nicht dafür infrage komme.
Bass war sich unsicher
Schließlich erhielt Lances Mutter einen weiteren Anruf und willigte am Ende doch ein, ihren Sohn nach Orlando, Florida, zu fahren, damit er am Vorsingen teilnehmen konnte. Bass erinnert sich, dass er sich während des Castings wie ein Betrüger fühlte: Das sogenannte Impostor-Syndrom habe ihn fest im Griff gehabt, als er mit den anderen, talentierten Jungs sang und tanzte. Zudem war er zu diesem Zeitpunkt noch nicht geoutet, was seine Unsicherheit zusätzlich verstärkte.
Am Ende jedoch konnte Bass überzeugen und der Rest ist Popgeschichte: *NSYNC wurde neunmal für den Grammy nominiert und verkaufte weltweit mehr als 70 Millionen Alben.
Fühlte sich unter Druck gesetzt
Im Interview mit „Yahoo Entertainment“ sprach Lance Bass einst über den Druck, seine Sexualität in der Öffentlichkeit verbergen zu müssen. „In der Unterhaltungsbranche bekommt man bestimmte Dinge zu hören und es wird auf bestimmte Dinge angespielt. Niemand hat jemals ganz offen gesagt: ‚Hör mal, wenn du schwul bist, kannst du das nicht machen'“, erzählt Bass.
„Aber sie sagten Dinge wie: ‚Weißt du, wenn du eine Freundin hast, kannst du nicht wirklich darüber reden‘ und ‚Denk an dein Publikum, an deine Fans da draußen. Die wollen eigentlich nichts über dein Privatleben wissen.‘ Für mich war das immer eine Art versteckter Hinweis, so wie: ‚Hör mal, wir wissen, dass du schwul bist, aber behalte es für dich, Junge.'“
Als Boybandmitglied oft beleidigt
Bass war 16 Jahre alt, als er gemeinsam mit Justin Timberlake, JC Chasez, Joey Fatone und Chris Kirkpatrick *NSYNC gründete. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich noch nicht geoutet, dennoch wurde er häufig als „schwul“ bezeichnet – und zwar in beleidigender Absicht. „Da ich in einer Boyband war, wurde ich jeden einzelnen Tag, an dem ich in der Band war, als schwul bezeichnet. Und das lag nicht daran, dass sie tatsächlich dachten, ich sei schwul“, sagt Bass.
„Es lag einfach daran, dass ich in einer Boyband war. Das ging uns allen so. Ich wurde definitiv nicht herausgegriffen. Ich glaube, es ging uns allen gleichermaßen so.“
Quelle: Gala
