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Gehen als Gesundheitsindikator: Körperliche Aktivität

Die Bedeutung von körperlicher Aktivität für die Gesundheit ist unbestritten. Aktuelle Forschungsergebnisse rücken nun eine besonders einfache Form der Bewegung in den Fokus: das Gehen. Studien deuten darauf hin, dass die Gehgeschwindigkeit wichtige Hinweise auf den Gesundheitszustand geben und sogar das Sterberisiko beeinflussen kann.

Symbolbild zum Thema Körperliche Aktivitaet
Symbolbild: Körperliche Aktivitaet (Bild: Picsum)

Körperliche Aktivität: Mehr als nur Sport

Körperliche Aktivität umfasst alle Bewegungen, die den Energieverbrauch des Körpers erhöhen. Dazu gehören nicht nur Sportarten wie Joggen oder Schwimmen, sondern auch alltägliche Aktivitäten wie Gartenarbeit, Treppensteigen oder eben das Gehen. Regelmäßige körperliche Aktivität ist ein wichtiger Baustein für die Prävention von zahlreichen Krankheiten, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und bestimmte Krebsarten. Sie trägt auch zur Stärkung des Immunsystems und zur Verbesserung der psychischen Gesundheit bei. Informationen zu den gesundheitlichen Vorteilen von Bewegung bietet beispielsweise die Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit.

Gehgeschwindigkeit als Gesundheitsindikator

Wie schnell jemand geht, wie lang die Schritte sind und wie gleichmäßig der Rhythmus ist – all das scheint auf den ersten Blick banal. Doch in der Medizin rückt das Gehen immer stärker in den Fokus. Zwei aktuelle Studien legen nahe, dass sich aus dem Gehen Hinweise auf mögliche Gesundheitsrisiken und bestimmte neurologische Erkrankungen ableiten lassen, wie der Kurier berichtet. (Lesen Sie auch: Frankreich Goldreserven USA: Frankreichs: Rückholaktion)

Studie der University of Leicester

Eine große Analyse der University of Leicester wertete Daten von 407.569 Teilnehmenden der UK Biobank aus. Untersucht wurde, ob fünf einfach zu erhebende körperliche Parameter die Vorhersage des Sterberisikos verbessern oder klassische Parameter wie Blutdruck und Cholesterin sogar teilweise ersetzen könnten. Zu diesen Parametern gehörten:

  • Körperliche Aktivität in der Freizeit
  • Schlafdauer
  • Ruhepuls
  • Maximale Griffkraft
  • Gehgeschwindigkeit

Die Ergebnisse zeigten, dass die Gehgeschwindigkeit die entscheidendste Rolle bei der Vorhersage des Risikos eines vorzeitigen Todes spielte. Menschen, die schneller gehen, leben tendenziell länger, wie auch Vietnam.vn berichtet.

Warum ist die Gehgeschwindigkeit so aussagekräftig?

Gehen ist ein komplexer Vorgang, der das Zusammenspiel verschiedener Körperfunktionen erfordert. Dazu gehören das Herz-Kreislauf-System, die Muskeln, die Knochen und das Nervensystem. Eine verlangsamte Gehgeschwindigkeit kann ein Hinweis darauf sein, dass eine oder mehrere dieser Funktionen beeinträchtigt sind. Dies kann beispielsweise auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, eine neurologische Erkrankung oder eine Muskelschwäche hindeuten. (Lesen Sie auch: Christian Schwarz Schilling: – im Alter von…)

Weitere Faktoren, die die Lebenserwartung beeinflussen

Neben der Gehgeschwindigkeit gibt es natürlich noch viele andere Faktoren, die die Lebenserwartung beeinflussen. Dazu gehören:

  • Genetische Veranlagung
  • Ernährung
  • Rauchen
  • Alkoholkonsum
  • Stress
  • Soziale Kontakte

Ein gesunder Lebensstil, der regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung und den Verzicht auf schädliche Substanzen beinhaltet, kann dazu beitragen, die Lebenserwartung zu erhöhen.

Körperliche Aktivität: Was bedeutet das für die Praxis?

Die Erkenntnisse aus den aktuellen Studien bedeuten nicht, dass man nun jeden Tag einen Marathon laufen muss, um gesund zu bleiben. Vielmehr geht es darum, im Alltag auf ausreichend Bewegung zu achten. Schon kleine Veränderungen können einen großen Unterschied machen: (Lesen Sie auch: Patrice Aminati Metastasen: streuen – wie sie)

Detailansicht: Körperliche Aktivitaet
Symbolbild: Körperliche Aktivitaet (Bild: Picsum)
  • Nehmen Sie die Treppe statt des Aufzugs.
  • Gehen Sie kurze Strecken zu Fuß oder fahren Sie mit dem Fahrrad.
  • Machen Sie in der Mittagspause einen Spaziergang.
  • Integrieren Sie regelmäßige sportliche Aktivitäten in Ihren Alltag.

Es ist ratsam, die Gehgeschwindigkeit im Auge zu behalten und bei einer deutlichen Verlangsamung einen Arzt aufzusuchen. Dies gilt insbesondere für ältere Menschen.

Empfehlungen für mehr Bewegung im Alltag

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen, sich mindestens 150 Minuten pro Woche moderat intensiv oder 75 Minuten pro Woche intensiv körperlich zu betätigen. Moderate Intensität bedeutet, dass man sich leicht außer Atem fühlt und ins Schwitzen gerät. Intensive Aktivität bedeutet, dass man stark außer Atem ist und stark schwitzt. Diese Empfehlungen sind jedoch nur Richtwerte. Jeder Mensch sollte sich so viel bewegen, wie es ihm möglich ist und wie es ihm guttut.

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Fazit

Die aktuelle Forschung unterstreicht die Bedeutung von körperlicher Aktivität für die Gesundheit. Insbesondere die Gehgeschwindigkeit scheint ein wichtiger Indikator für den Gesundheitszustand zu sein. Es lohnt sich also, auf ausreichend Bewegung im Alltag zu achten und bei einer deutlichen Verlangsamung der Gehgeschwindigkeit einen Arzt aufzusuchen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bietet umfassende Informationen zum Thema.

Illustration zu Körperliche Aktivitaet
Symbolbild: Körperliche Aktivitaet (Bild: Picsum)

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