Jan Wenzel Schmidt aus AfD-Fraktion ausgeschlossen
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt ist am 3. März 2026 aus der AfD-Fraktion im Bundestag ausgeschlossen worden. Dies geschah im Zuge einer Debatte um Vetternwirtschaft innerhalb der Partei, die Schmidt selbst ins Rollen gebracht hatte. Die Fraktion folgte einem entsprechenden Antrag der Fraktionsspitze um Alice Weidel und Tino Chrupalla.

Jan Wenzel Schmidt: Hintergrund der Entscheidung
Die Entscheidung, Jan Wenzel Schmidt auszuschließen, fiel nach internen Streitigkeiten innerhalb der AfD Sachsen-Anhalt. Schmidt, der von 2022 bis Februar 2025 Generalsekretär des AfD-Landesverbandes war, hatte sich mit anderen Führungskräften überworfen. Im Zentrum der Auseinandersetzung stand der Vorwurf der Vetternwirtschaft, den Schmidt gegen Parteikollegen erhob. (Lesen Sie auch: DFB Frauen: Mühlhaus vor Debüt gegen Slowenien)
Die Vorwürfe von Jan Wenzel Schmidt lösten eine parteiinterne Debatte über die Beschäftigung von Familienangehörigen in Abgeordnetenbüros aus. In der Folge wurden in mehreren Bundesländern ähnliche Fälle bekannt. Deutschlandfunk berichtete, dass gegen Schmidt selbst Vorwürfe laut wurden, er habe sein Bundestagsmandat für private Geschäftsbeziehungen, unter anderem nach China, genutzt.
Ausschluss aus der AfD-Fraktion: Die aktuelle Entwicklung
Die AfD-Fraktion warf Jan Wenzel Schmidt rufschädigendes Verhalten vor. Das Handelsblatt meldet, dass 98 Abgeordnete für den Ausschluss stimmten, 14 dagegen und es 10 Enthaltungen gab. Schmidt selbst war bei der entscheidenden Fraktionssitzung nicht anwesend. (Lesen Sie auch: Schock für Real Madrid: Rodrygo fällt mit…)
Mit dem Ausschluss von Jan Wenzel Schmidt verliert die AfD-Fraktion innerhalb eines Jahres den zweiten Abgeordneten. Bereits im Mai 2025 hatte Sieghard Knodel aus Baden-Württemberg die Fraktion verlassen, nachdem der Bundesverfassungsschutz die Gesamt-AfD als gesichert rechtsextremistisch eingestuft hatte. Diese Einstufung darf der Verfassungsschutz nach einer aktuellen Gerichtsentscheidung aber nicht mehr verwenden. Die AfD-Fraktion zählt nun 150 Mitglieder.
Reaktionen und Einordnung des Falls Schmidt
Jan Wenzel Schmidt selbst bezeichnete seine Ausschließung als falsch. Andere Mitglieder der Fraktion kommentierten seine Abwesenheit bei der Sitzung mit den Worten: „Letzte Chance verpasst“. (Lesen Sie auch: Irans Marine im Visier: Was steckt hinter…)
Der Fall Jan Wenzel Schmidt reiht sich ein in eine Reihe von parteiinternen Konflikten und Auseinandersetzungen innerhalb der AfD. Die Vorwürfe der Vetternwirtschaft und der persönliche Streit zwischen Schmidt und anderen Parteifunktionären haben die Partei zusätzlich belastet.
Jan Wenzel Schmidt: Was bedeutet der Ausschluss für die AfD?
Der Ausschluss von Jan Wenzel Schmidt schwächt die AfD-Fraktion im Bundestag. Der Verlust eines Abgeordneten bedeutet eine Reduzierung der Schlagkraft und des Einflusses im Parlament. Zudem verdeutlicht der Fall die internen Spannungen und Konflikte innerhalb der Partei, die die politische Arbeit zusätzlich erschweren.Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Partei weiterhin mit internen Streitigkeiten und Vorwürfen der Vetternwirtschaft zu kämpfen haben wird. (Lesen Sie auch: Merz Trump: trifft: Was steht beim Treffen…)

Eine ausführliche Chronologie der Ereignisse und Hintergründe zur AfD finden sich auch auf der Wikipedia-Seite der Partei.
FAQ zu Jan Wenzel Schmidt und seinem Ausschluss aus der AfD
Häufig gestellte Fragen zu jan wenzel schmidt
Warum wurde Jan Wenzel Schmidt aus der AfD-Fraktion ausgeschlossen?
Jan Wenzel Schmidt wurde ausgeschlossen, weil ihm fraktionsschädigendes Verhalten vorgeworfen wird. Er hatte eine Debatte über Vetternwirtschaft in der Partei angestoßen, sah sich dann aber selbst mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert. Die Fraktionsspitze um Alice Weidel und Tino Chrupalla stellte daraufhin einen entsprechenden Antrag.
Welche Rolle spielte die Vetternwirtschaftsdebatte im Fall Jan Wenzel Schmidt?
Schmidt hatte selbst Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen Parteikollegen erhoben. Dies führte zu einer parteiinternen Debatte über die Beschäftigung von Familienangehörigen in Abgeordnetenbüros. In der Folge wurden auch gegen Schmidt Vorwürfe laut, sein Mandat für private Zwecke genutzt zu haben.
Wie hat Jan Wenzel Schmidt auf seinen Ausschluss reagiert?
Jan Wenzel Schmidt selbst bezeichnete seine Ausschließung als falsch. Er war bei der entscheidenden Fraktionssitzung nicht anwesend. Andere Mitglieder der Fraktion kommentierten seine Abwesenheit mit den Worten: „Letzte Chance verpasst“.
Welche Konsequenzen hat der Ausschluss für die AfD-Fraktion im Bundestag?
Mit dem Ausschluss von Jan Wenzel Schmidt verliert die AfD-Fraktion einen Abgeordneten. Dies bedeutet eine Reduzierung der Schlagkraft und des Einflusses im Parlament. Zudem verdeutlicht der Fall die internen Spannungen und Konflikte innerhalb der Partei.
Gab es in der Vergangenheit ähnliche Fälle in der AfD-Fraktion?
Ja, bereits im Mai 2025 hatte Sieghard Knodel aus Baden-Württemberg die Fraktion verlassen, nachdem der Bundesverfassungsschutz die Gesamt-AfD als gesichert rechtsextremistisch eingestuft hatte. Der Fall Jan Wenzel Schmidt ist also nicht der erste Verlust für die AfD-Fraktion.
| Abstimmungsart | Anzahl |
|---|---|
| Ja-Stimmen (für Ausschluss) | 98 |
| Nein-Stimmen (gegen Ausschluss) | 14 |
| Enthaltungen | 10 |

