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Gestrandeter Buckelwal: Wal

Während Helfer jubeln, warnen Experten vor Risiken: Der Buckelwal hat es in den Lastkahn geschafft. Doch die beschwerliche Reise steht ihm noch bevor.

Symbolbild zum Thema Gestrandeter Buckelwal
Symbolbild: Gestrandeter Buckelwal (Bild: Picsum)

Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist in dem für seinen Transport vorgesehenen Lastkahn angekommen. Das Tier bewegte sich durch eine zuvor ausgebaggerte Rinne in die sogenannte Barge, nachdem Helfer ihn zuvor mit Gurten in diese Richtung gezogen hatten, wie auf Livestreams zu sehen war. Unter den Helfern brach Jubel aus. 

Die Barge ist eine Art transportables Schwimmbecken, in dem normalerweise Schiffe transportiert werden. Darauf soll der Wal nun auf einer mehrtägigen Reise Richtung Nordsee transportiert werden.  (Lesen Sie auch: Newsblog: Gestrandeter Buckelwal: Lage am Ostersonntag unverändert)

Überraschende Bewegung Richtung Barge

Nachdem die Bergungsaktion lange schleppend verlief und mehr als ein Dutzend Helfer an den Gurten zerrten, die dem rund zwölf Tonnen schweren Tier zuvor umgelegt worden waren, ging auf einmal alles ganz schnell und das Tier bewegte sich zügig in Richtung des Kahns.

In der sogenannten Barge soll der Meeressäuger, der seit rund vier Wochen in einer flachen Bucht vor der Insel Poel lag, in die mehr als 400 Kilometer entfernte Nordsee transportiert werden.  (Lesen Sie auch: Buckelwal Gestrandet: Gestrandeter: Backhaus)

Grünes Licht für Aktion mit Gurten

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte zuvor grünes Licht für das Konzept mit den Gurten gegeben. Er sagte am Morgen mit Blick auf einen möglichen Erfolg: „Für mich wäre es mit eines meiner schönsten Erlebnisse in meinem Leben.“ Er gab allerdings zu bedenken, das es sich bei dem Wal um ein Wildtier handele, dessen Reaktion etwa auf das Anlegen des Gurtsystems nicht absehbar sei. Die Tierärzte der privaten Initiative sehen den Buckelwal als transportfähig an, wie der Minister erklärte.

Unabhängige Fachleute warnten vor dem mehrtägigen Transport: Das Deutsche Meeresmuseum teilte mit, das Tier sollte vielmehr größtmögliche Ruhe erhalten und ausschließlich palliativ versorgt werden. „Von weiteren Manipulationen am Wal“ sei abzusehen. „Der Allgemeinzustand des Wales hat sich weiter verschlechtert“ und die Erfolgsaussichten einer Lebendbergung seien sehr gering. Sie „ist zudem mit enormen Verletzungsrisiken für den Wal verbunden“, erklärten die Forscher und verwiesen auf ähnliche Einschätzungen etwa der International Whaling Commission und British Divers Marine Life Rescue. (Lesen Sie auch: Wal Strandung vor Poel: Chance zur Rettung…)

Detailansicht: Gestrandeter Buckelwal
Symbolbild: Gestrandeter Buckelwal (Bild: Picsum)

Ursprünglich berichtet von: Stern

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Illustration zu Gestrandeter Buckelwal
Symbolbild: Gestrandeter Buckelwal (Bild: Picsum)

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