Flughafen Kerosin: wird knapp: Auswirkungen auf Flughäfen
Die Luftfahrtbranche steht vor neuen Herausforderungen: An einigen Flughäfen weltweit wird das Flughafen Kerosin knapp. Während sich die Situation in Asien bereits zuspitzt, sind auch europäische Flughäfen betroffen. Das wirft die Frage auf, welche Auswirkungen dies auf Fluggesellschaften und Reisende haben wird.

Hintergrund der Kerosin-Knappheit
Die aktuelle Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Zum einen spielen geopolitische Spannungen eine Rolle, insbesondere im Nahen Osten. Sollte die Straße von Hormus blockiert werden, könnte dies die Versorgung mit Flugkraftstoff erheblich beeinträchtigen, wie Lufthansa-Technikchefin Grazia Vittadini gegenüber der „Welt“ erklärte. Zum anderen hat sich gezeigt, dass einige Flughäfen in Asien, die stark von Importen abhängig sind, bereits jetzt mit Engpässen zu kämpfen haben. (Lesen Sie auch: Flüge Kerosinmangel: bedroht: Lufthansa und Airlines)
Aktuelle Entwicklung an Flughäfen
Die Situation an den Flughäfen ist unterschiedlich. In der süditalienischen Hafenstadt Brindisi können Fluglinien bereits kein reguläres Auftanken mehr vornehmen. Wie DiePresse.com berichtet, müssen Fluggesellschaften die benötigte Treibstoffmenge bereits am vorherigen Abflugort einplanen. Auch an den Flughäfen Reggio Calabria und Pescara gibt es Einschränkungen. In Asien sind vor allem Flughäfen in Vietnam, Myanmar und Pakistan betroffen. Dort rationieren die Fluggesellschaften bereits den Treibstoff, was zu Flugausfällen und zusätzlichen Tankstopps führt.
Die Lufthansa hat laut einem Bericht im Standard bereits Notfallpläne ausgearbeitet. In einem ersten Schritt könnten 20 Flugzeuge am Boden bleiben. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen hatte bereits vor einigen Wochen auf eine mögliche Verknappung bei Diesel und Kerosin hingewiesen. (Lesen Sie auch: Kerosinmangel bedroht Flugverkehr: Lufthansa prüft)
Auswirkungen auf Fluggesellschaften und Reisende
Die Kerosin-Knappheit könnte verschiedene Auswirkungen haben. Zum einen könnten die Flugpreise steigen, da Fluggesellschaften die höheren Treibstoffkosten an die Passagiere weitergeben könnten. Zum anderen könnte es zu Flugausfällen und Verspätungen kommen, wenn Fluggesellschaften gezwungen sind, Flüge zu streichen oder zusätzliche Tankstopps einzulegen. Reisende sollten sich daher vor Reiseantritt über die aktuelle Situation informieren und gegebenenfalls alternative Reisemöglichkeiten in Betracht ziehen.
Steigende Kerosinpreise belasten die Branche
Die steigenden Kerosinpreise sind eine zusätzliche Belastung für die Fluggesellschaften, die ohnehin schon mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen haben. Die Internationale Energieagentur (IEA) beobachtet die Entwicklung genau und analysiert die Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt. Einige Fluggesellschaften versuchen, die Auswirkungen der steigenden Preise durch den Einsatz von treibstoffeffizienteren Flugzeugen und die Optimierung ihrer Flugrouten zu minimieren. (Lesen Sie auch: Avion: Swiss-Flugzeug muss in Brüssel notlanden: Was…)
Flughafen Kerosin: Was bedeutet die Knappheit für die Zukunft?
Die Kerosin-Knappheit verdeutlicht die Abhängigkeit der Luftfahrtbranche von fossilen Brennstoffen. Um die Klimaziele zu erreichen, ist ein Umstieg auf nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) unerlässlich. Diese sind jedoch noch nicht in ausreichendem Maße verfügbar und deutlich teurer als herkömmliches Kerosin. Die Europäische Union arbeitet an Maßnahmen, um die Produktion und den Einsatz von SAF zu fördern. Ein wichtiger Schritt ist die „ReFuelEU Aviation“-Initiative, die Quoten für den Einsatz von SAF an europäischen Flughäfen vorsieht.

Alternativen zu herkömmlichem Kerosin
Die Forschung und Entwicklung im Bereich alternativer Flugkraftstoffe schreitet voran. Neben SAF, die aus Biomasse oder Altspeiseölen gewonnen werden, gibt es auch Projekte zur Herstellung von synthetischem Kerosin aus erneuerbaren Energien. Diese sogenannten E-Fuels könnten eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung der Luftfahrt spielen. Allerdings sind die Produktionskosten derzeit noch sehr hoch. (Lesen Sie auch: Malika Dzumaev: "Let's Dance"-Star genießt Auszeit mit…)
Häufig gestellte Fragen zu Flughafen Kerosin
Häufig gestellte Fragen zu flughafen kerosin
Warum gibt es aktuell eine Kerosin-Knappheit an einigen Flughäfen?
Die Kerosin-Knappheit ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter geopolitische Spannungen und Lieferengpässe. Besonders betroffen sind Flughäfen in Asien, die stark von Importen abhängig sind. Aber auch einige europäische Flughäfen melden Einschränkungen bei der Kerosinversorgung.
Welche Auswirkungen hat die Kerosin-Knappheit auf Reisende?
Die Kerosin-Knappheit kann zu steigenden Flugpreisen, Flugausfällen und Verspätungen führen. Fluggesellschaften könnten gezwungen sein, Flüge zu streichen oder zusätzliche Tankstopps einzulegen, was die Reisezeit verlängert und die Kosten erhöht.
Welche Flughäfen sind aktuell von der Kerosin-Knappheit betroffen?
Betroffen sind vor allem Flughäfen in Asien, wie Vietnam, Myanmar und Pakistan. In Europa gibt es Einschränkungen an den Flughäfen Brindisi, Reggio Calabria und Pescara in Italien. Auch an anderen Flughäfen in Europa könnte es zu Engpässen kommen.
Gibt es Alternativen zu herkömmlichem Kerosin für Flugzeuge?
Ja, es gibt Alternativen wie nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF), die aus Biomasse oder Altspeiseölen gewonnen werden. Auch synthetisches Kerosin aus erneuerbaren Energien (E-Fuels) ist eine vielversprechende Option, aber die Produktionskosten sind derzeit noch sehr hoch.
Was wird getan, um die Abhängigkeit von Kerosin in der Luftfahrt zu verringern?
Die Europäische Union fördert die Produktion und den Einsatz von SAF durch die „ReFuelEU Aviation“-Initiative. Zudem wird an der Entwicklung von treibstoffeffizienteren Flugzeugen und alternativen Antriebstechnologien geforscht, um die Luftfahrt nachhaltiger zu gestalten.

