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Easyjet: Chaos bei EU-Grenzkontrollen sorgt für Flugausfälle

Der Flugverkehr von Easyjet ist aktuell von erheblichen Störungen betroffen. Grund dafür sind massive Verzögerungen bei den Grenzkontrollen, die durch das neue Einreise- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union verursacht werden. Am Mailänder Flughafen Linate strandeten am vergangenen Sonntag über hundert Passagiere, nachdem ihr Flug nach Manchester ohne sie gestartet war.

Symbolbild zum Thema Easyjet
Symbolbild: Easyjet (Bild: Picsum)

Hintergrund: Das neue EU-Einreise- und Ausreisesystem EES

Das Europäische Einreise- und Ausreisesystem (EES) ist ein automatisiertes IT-System, das die Ein- und Ausreise von Drittstaatsangehörigen in den und aus dem Schengen-Raum registriert. Es erfasst Name, Reisedokument, biometrische Daten (Gesichtsbild und Fingerabdrücke) sowie Datum und Ort der Ein- und Ausreise. Ziel des EES ist es, die Grenzkontrollen zu verbessern, die Sicherheit zu erhöhen und die Verwaltung der Grenzen zu vereinfachen. Das System soll die manuelle Stempelung von Reisepässen ersetzen und so die Wartezeiten an den Grenzen verkürzen. Allerdings scheint es bei der Einführung zu erheblichen Problemen zu kommen, wie die aktuellen Vorfälle bei Easyjet zeigen. (Lesen Sie auch: Streik Lufthansa: Flugausfälle und Eskalation)

Aktuelle Entwicklung: Passagiere stranden in Mailand

Wie die BBC berichtet, kam es am vergangenen Sonntag am Mailänder Flughafen Linate zu chaotischen Szenen. Über 100 Passagiere verpassten ihren Easyjet-Flug EJU5420 nach Manchester, weil sie aufgrund von langen Wartezeiten bei der Passkontrolle nicht rechtzeitig zum Gate gelangen konnten. Einige Reisende berichteten von stundenlangen Warteschlangen und chaotischen Zuständen. Das neue europäische Einreise- und Ausreisesystem (EES), das seit Freitag in vollem Umfang in Betrieb ist, führte zu erheblichen Verzögerungen bei den biometrischen und Gesichtserkennungskontrollen.

Die betroffenen Passagiere schilderten die Situation als „Albtraum“. Einige berichteten von Erschöpfung und Ohnmachtsanfällen aufgrund der langen Wartezeiten. Max Hume, einer der gestrandeten Passagiere, gab gegenüber dem Independent an, er habe 1.800 Pfund ausgeben müssen, um einen alternativen Flug nach Hause zu buchen. Die Familie Hume aus Leeds war bereits bei ihrer Ankunft in Italien mit über einstündigen Wartezeiten bei der Passkontrolle konfrontiert gewesen. Obwohl sie, dem Rat von Easyjet folgend, rechtzeitig am Flughafen eintrafen, mussten sie mitansehen, wie ihr Flug ohne sie abflog. Laut dem Independent waren von den 156 gebuchten Passagieren lediglich 34 an Bord des Fluges. (Lesen Sie auch: ARD Deine Meinung Zählt: " ": Was…)

Auch eine Familie aus Wirral war von den Vorfällen betroffen. Vicky Chapman und ihre Familie sollten am Sonntagmorgen mit Easyjet von Mailand nach Manchester fliegen. Wie der Liverpool Echo berichtet, gehörte sie zu den 105 Passagieren, die in Mailand gestrandet sind. Der Flug hatte zwar eine Verspätung von 59 Minuten, hob aber schließlich ab, da die Flugbesatzung das Ende ihrer zulässigen Dienstzeit erreichte. Die Familie Chapman muss nun bis Dienstag in Mailand bleiben.

Reaktionen und Stellungnahmen

Easyjet hat sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigt und erklärt, dass die Verzögerungen außerhalb ihrer Kontrolle lägen. Die Fluggesellschaft verwies auf die langen Wartezeiten bei den Passkontrollen, die durch das neue EU-Einreise- und Ausreisesystem verursacht wurden. Europäische Flughäfen und Fluggesellschaften hatten bereits zuvor auf die erheblichen Störungen hingewiesen, die das neue System verursacht. Passagiere müssen mit langen Wartezeiten rechnen und riskieren, ihre Flüge zu verpassen. (Lesen Sie auch: Juri Gagarin: Der Flug, der die Raumfahrt…)

Easyjet und die Herausforderungen des neuen EU-Systems

Die aktuellen Vorfälle zeigen, dass die Einführung des neuen EU-Einreise- und Ausreisesystems (EES) mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist. Obwohl das System darauf abzielt, die Grenzkontrollen zu verbessern und zu beschleunigen, kommt es offenbar zu erheblichen Verzögerungen und Störungen. Dies betrifft insbesondere Fluggesellschaften wie Easyjet, die auf einen reibungslosen Ablauf angewiesen sind, um ihren Flugplan einzuhalten.

Ausblick: Was bedeutet das für Reisende?

Für Reisende bedeutet die aktuelle Situation, dass sie sich auf längere Wartezeiten bei den Grenzkontrollen einstellen müssen. Insbesondere bei Flügen von und nach Ländern außerhalb des Schengen-Raums ist es ratsam, ausreichend Zeit einzuplanen und sich auf mögliche Verzögerungen vorzubereiten. Es empfiehlt sich, die aktuellen Reisehinweise und Informationen der Fluggesellschaften und Flughäfen zu beachten. Ob die Probleme mit dem neuen EU-Einreisesystem kurzfristig behoben werden können, bleibt fraglich. Reisende sollten daher flexibel sein und alternative Reisepläne in Betracht ziehen. (Lesen Sie auch: Mikaela Shiffrin inspiriert junge Skifahrerinnen in Colorado)

Detailansicht: Easyjet
Symbolbild: Easyjet (Bild: Picsum)

Die wichtigsten Fakten im Überblick

DatumEreignisDetails
12. April 2026Chaos am Flughafen Mailand-LinateÜber 100 Easyjet-Passagiere verpassen ihren Flug nach Manchester aufgrund von langen Wartezeiten bei der Passkontrolle.
12. April 2026Stellungnahme von EasyjetEasyjet entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten und verweist auf die Verzögerungen durch das neue EU-Einreise- und Ausreisesystem.
Seit 12. April 2026Auswirkungen auf ReisendeReisende müssen sich auf längere Wartezeiten bei den Grenzkontrollen einstellen, insbesondere bei Flügen von und nach Ländern außerhalb des Schengen-Raums.
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Illustration zu Easyjet
Symbolbild: Easyjet (Bild: Picsum)

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