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Dennenesch Zoudé: Dennenesch Zoudé öffnet ihr Herz nach schwerem Verlust

Mit fast 60 Jahren blickt Dennenesch Zoudé auf ein Leben voller Höhen und Tiefen zurück: Beruflicher Erfolg, tiefe Trauer um ihren verstorbenen Ehemann Carlo Rola und die Kraft, sich selbst immer wieder neu zu finden. Heute strahlt sie nicht nur Lebensfreude aus, sondern ist offen für die Liebe – und zeigt, wie Mut und Selbstliebe selbst nach schweren Verlusten den Weg in ein erfülltes Leben ebnen können.

Schauspielerin Dennenesch Zoudé, 59, bekannt aus „Hinter Gittern – Der Frauenknast“ und aktuell als Staatsanwältin Dena Paulos im neuen ZDF-„Havelland-Krimi“ zu sehen, strahlt eine innere Leichtigkeit aus, die ihre Lebensgeschichte jedoch keineswegs widerspiegelt. Zwischen beruflichem Erfolg und privaten Schicksalsschlägen hat sie einen Weg der Stärke, Selbstliebe und Lebensfreude gefunden, der nun auch Raum für die Sehnsucht nach neuer Liebe lässt.

Dennenesch Zoudé über Sichtbarkeit und Selbstbewusstsein 

Trotz ihres nahenden runden Geburtstags lässt sich Zoudé nicht von gesellschaftlichen Normen oder Altersdiskriminierung einschränken. „So sieht es aus! Wenn ich nicht an mich glaube, warum sollen es dann andere tun?“, erklärt sie im Gespräch mit „Bunte“ mit wohltuender Gelassenheit. „Dieses Jahr werde ich 60. Na und? Natürlich gibt es in meinem Beruf Altersdiskriminierung, aber das interessiert mich nicht. Ich wollte mich nie in Schubladen stecken lassen. Wenn mich Leute gefragt haben, welche Rollen sie denn einer Schwarzen geben sollen, war meine Antwort immer gleich: Ich bin hier, ich lebe in diesem Land und bin Schauspielerin. Ich habe mich nicht einschränken lassen, sondern meinen ganz persönlichen Weg gefunden.“

Zoudé betont, dass Mut und die Bereitschaft, Neues zu wagen, sie stets begleitet haben: „Ja, das stimmt. Ich bin immer ins Unbekannte gesprungen. Weg vom ‚Polizeiruf‘ und rein in die RTL-Serie ‚Hinter Gittern‘, weil ich unbedingt einmal mit 20 Frauen zusammenarbeiten wollte. Jetzt mache ich Lesungen über Josephine Baker und habe eine Ausbildung zur Synchronsprecherin gemacht, obwohl gerade die ganze Branche sagt, dass dieser Beruf bald durch KI-Stimmen ersetzt wird. Ich glaube, dass sich Exzellenz in Menschlichkeit immer durchsetzen wird, dass man wahre Emotionalität in der Stimme erkennt.“

Die Liebe zu Carlo Rola

Ein zentraler Abschnitt in Zoudés Leben war die Beziehung zu Regisseur und Produzent Carlo Rola, †57. Die beiden lernten sich früh in ihrer Karriere kennen, als Zoudé bereits eine etablierte Schauspielerin war, und wurden 2001 ein Paar. 2008 arbeiteten sie gemeinsam am Thriller „Und Jimmy ging zum Regenbogen“, wobei Carlo Regie führte und Zoudé eine Hauptrolle übernahm. Trotz ihrer öffentlichen Bekanntheit hielten sie ihr Privatleben weitgehend zurück. Erst nach ihrer Hochzeit am 14. Oktober 2009 in New York, einen Tag nach Rolas 51. Geburtstag, wurde die Ehe öffentlich bekannt. „Von Rummel halten wir beide nicht so viel, wir wollten nur mit den Menschen sein, die uns wichtig sind“, sagte Rola in jenen glücklichen Tagen zu „Bunte“.

Carlo Rola war für Zoudé nicht nur Partner, sondern auch ein zentraler Rückhalt im Leben. Sein Tod am 14. März 2016, überraschend durch Herzversagen, hinterließ eine tiefe Lücke. Er fehlt. Daran lässt Dennenesch keinen Zweifel, als sie vor wenigen Wochen auf Instagram das Wort an den geliebten Menschen richtet und unvergessliche Augenblicke mit der ganzen Welt teilt. „Heute vor zehn Jahren bist du gegangen, einfach so. Auf deine Art und Weise. Mein Geliebter. Mein Ehemann. Mein bester Freund. Mein Fels. Das warst du für so viele! Du warst ein ganz Großer! Ich ehre Dich. Dein Wirken. Dein Leben. Danke für die wunderbare Zeit, die wir gemeinsam hatten. UNVERGESSEN!“

Die Liebe zu Carlo war für Zoudé eine bedingungslose und tiefgehende Verbindung, die sie bis heute prägt. Ihre Erfahrungen mit ihm haben sie gelehrt, dass Schmerz zugelassen werden darf, aber man gleichzeitig die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen muss: „Carlos Tod war eine riesige Herausforderung für mein Leben. Er war mein bester Freund, mein größter Vertrauter, mein Fels, mein Ehemann, mein Seelenpartner. Er war alles für mich und es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen“, verdeutlicht die Schauspielerin gegenüber „Bunte“ den tiefen Schmerz des Verlustes. „Aber ganz tief in mir drin hatte ich die Gewissheit, dass ich das irgendwie überleben und gestärkt daraus hervorgehen werde. Man muss den Schmerz nicht leugnen, sondern kann sich auch reinfallen lassen, sich die Seele aus dem Leib weinen, aber irgendwann muss man den Schmerz loslassen. Man muss sich selbst retten, das ist meine Erfahrung.“

Offen für eine neue Liebe

Heute genießt Zoudé ihre Freiheit und ist zugleich bereit für neue Begegnungen: „Gerade bin ich zutiefst happy und entdecke das Leben als Single neu. Es gibt wundervolle Männer in meinem Leben, aber ich bin nicht verliebt. Aber wenn ich jemanden treffen sollte, der mein Herz berührt und ich seins, wäre ich bereit für eine neue Liebe.“

Dabei spielt Selbstliebe für sie eine zentrale Rolle: „Ich denke, das ist das große Geheimnis – auch für eine Partnerschaft. Auf der einen Seite Eigenständigkeit, auf der anderen Seite Nähe zu einem geliebten Menschen zuzulassen. Eine Begegnung auf Augenhöhe und dabei die Liebe feiern. Ich hatte das ganz große Glück, in Carlo so einen Partner gefunden zu haben. Das war etwas Besonderes bei uns beiden und ich bin so dankbar, dass ich das schon erleben durfte. Ich frage mich, ob ich so ein Geschenk noch einmal im Leben bekommen werde. So eine bedingungslose Liebe möchte ich gerne noch einmal erleben. Auch wir fanden uns manchmal doof, aber es ging nie an die Substanz unserer Gefühle. Es gab nie einen Zweifel. So sollte es sein. Und das wünsche ich mir noch einmal im Leben.“

Beruf und Leidenschaft vereint

Neben ihrem Privatleben ist Zoudé beruflich aktuell auf neuen Pfaden unterwegs. Seit dem 9. Mai 2026 ist sie in der Hauptrolle der Staatsanwältin Dena Paulos im ZDF-„Havelland-Krimi“ zu sehen. 

Mit ihrer Lebensgeschichte zeigt Dennenesch Zoudé, wie Mut, Eigenständigkeit, Liebe und die Bereitschaft, Schmerz zuzulassen, zu einem erfüllten Leben beitragen können – sowohl beruflich als auch privat. Sie geht ihren Weg stark, offen und bereit für neue Liebe.

Verwendete Quellen: bunte.de, instagram.com

Quelle: Gala


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