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Heidi Klum: Offene Worte über Ihre Beziehung zu Mama Erna

Topmodel & L’Oréal-Botschafterin Heidi Klum erzählt GALA exklusiv von ihrer besonderen Beziehung zu Mama Erna – mit Neckereien, haarigen Diskussionen und ihrer Bauchtanzgruppe …

Symbolbild zum Thema Heidi Klum
Symbolbild: Heidi Klum (Bild: Picsum)

Bei unserem ersten Treffen in New York erfüllt mir Heidi Klum, heute 52, einen kleinen Wunsch: Sie signiert ein schön gebundenes Exemplar von Johanna Spyris Kinderroman „Heidi“ für meine neugeborene Nichte. Mia wird bald zehn. Wer Heidi Klum ist? Das weiß inzwischen auch sie. Denn kaum jemand schafft es so wie Heidi, Generation um Generation für sich zu gewinnen. Seit 34 Jahren ist sie im Geschäft: Model, Moderatorin, Unternehmerin – ein Weltstar. Auch in Cannes, wo wir sie als globale L’Oréal-Paris-Botschafterin treffen, herrscht Heidi-Fieber. Was begeistert? Neben ihrem Erfolg ihre Fröhlichkeit, ihr frecher, mitunter zweideutiger Humor, Selbstironie und Cleverness. Und klar: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm – vieles davon hat sie von Mama Erna, 82. Wie die beiden ticken und worüber immer wieder diskutiert wird, erzählt Heidi GALA im exklusiven Interview.

Heidi Klum bleibt bei ihrer Mutter immer Tochter

GALA: Heidi, in Ihrer TV-Doku konnte man schon sehen, wie herzlich Sie und Ihre Mutter miteinander umgehen …
Heidi Klum: Sie meinen mit „herzlich“, wenn meine Mom zu mir sagt: „Zieh deinen Bauch ein, Kind.“? (lacht)

⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:

  • Aktenzeichen: azuSie

Sie beide haben eine ganz besondere Dynamik. Wie hat die Mischung aus Humor und Direktheit Ihre Beziehung von Mutter/Tochter hin zu Freundinnen beeinflusst?
Ich bleibe Tochter! Immer. Heute Morgen habe ich zum Beispiel meiner Mom ein Foto geschickt und sie antwortete gleich: „Nee, Kind! Die Haare sind viel zu dunkel. Das gefällt mir gar nicht.“ Meine Mom mag am liebsten, wenn ich so aussehe wie sie: blond und mit Pony. Dann ist sie happy. Und wenn ich wie jetzt meine Haare etwas dunkler habe, mag sie das gar nicht.

Ob bei Ausflügen oder der TV-Show „HeidiFest“ zu den Wiesn – die Frisur sitzt immer. Auf dem Gruppenfoto v. l.: Leni neben Kayla, Henrys Freundin, Tom mit Heidi, Erna und Bill sowie Johan neben seiner Schwester Lou (2025 in München).
© Hannes Magerstaedt

(Lesen Sie auch: Heidi Klum Security: Warum Sie 24/7 Schutz…)

Das große Umstyling erleben also nicht nur Ihre Kandidaten bei „GNTM“, sondern gelegentlich auch Sie mit Ihrer Mutter?
Ja, sie macht alles wuscheliger oder heller. Sie schneidet mir auch den Pony.

Beauty war bei ihnen schon immer Familiensache

Wie stehen Sie und Ihre Mutter zu Beauty-Trends wie langen Nägeln?
Meine Mom legt, wie ich, Wert auf schöne Nägel. Sie hat immer lange, rote Nägel – dazu Wimperntusche und Lippenstift. Ich kann auch mal ohne rumlaufen, meine Mom braucht dieses Gefühl, etwas auf den Lippen zu haben.

Und wo sind Sie noch unterschiedlicher Meinung?
Es sind immer die Haare. Meine Mom mag das gern, wenn meine lockig sind. Sie mag es nicht, wenn die einfach gerade runterfallen. Nach zwei Stunden Hair and Make-up höre ich immer noch den Satz: „Und kriegst du Deine Haare noch gemacht?“ (lacht)

Haben Sie sich von Ihrer Mutter denn Pflegerituale abgeschaut?
Mamas Ritual war, dass sie viel cremte: Gesicht, Nacken, Dekolleté. Gefühlt hört man das erst seit einigen Jahren, wo die Leute ganz aufgeregt sagen: „Das Dekolleté bloß nicht vergessen!“ Aber ich habe das immer schon bei meiner Mama gesehen. Hautpflege, das war und ist immer noch ihr Ding. Was allerdings nicht ihr Ding war: Sonnenschutz. Meine Mama hat sich nie mit Lichtschutzfaktor eingecremt. Im Gegenteil: Erst kam noch schön Nussöl drauf, bevor es in die Sonne ging.

(Lesen Sie auch: Fritz Hund Heidi Klum: So Jettet der…)

Sie sind Botschafterin von L’Oréal Paris. Die Marke gab es ja schon, als Sie noch klein waren. Gibt es ein Produkt, das Sie besonders mit Ihrer Mutter verbinden?
Das Parfum „Opium“. Und natürlich „Elnett“ – das berühmte Haarspray. Meine Mutter ist gelernte Friseurin, und bei uns zu Hause wurden früher freitags oft ältere Damen frisiert. Als Kind fand ich das total faszinierend. Die hatten alle Kurzhaarfrisuren und kamen einmal die Woche. Sie bekamen dann die Haare gewaschen, Lockenwickler eingedreht, viel Spray obendrauf, und dann saßen sie unter der Trockenhaube. Die Haare wurden „crisp“, so richtig hart. Meine Mom hat sie dann gestylt, und die Frisur hielt die nächsten sieben Tage. Und irgendwie ist es schön zu sehen, dass genau dieses Produkt mich bis heute begleitet – auch bei meinen eigenen Looks, egal ob im Alltag oder auf dem Red Carpet für L’Oréal Paris.

Täglicher Kontakt gehört einfach dazu

Sie beide verbringen viel Zeit miteinander – demnächst auch wieder in Köln. Haben Sie feste Rituale, wie oft Sie sich über das Jahr hinweg sehen?
Immer, wie es kommt. Meine Mom ist da total spontan und easy.

Telefonieren Sie regelmäßig miteinander?
Ja, fast jeden Tag. Ich bin immer auf dem neuesten Stand und sie auch. Wir texten auch viel. Oder sie schickt mir Fotos von dem, was sie isst. Gerade bekomme ich alle Nase lang: „Ich esse schon wieder Spargel.“ Ja, toll. Ich hätte das auch gerne. (lacht).

Und worin sind Sie beide sich sehr ähnlich?
Ich würde sagen, in fast allem. Also meine Mom ist auch immer sehr lustig, nimmt sich selbst ein bisschen auf die Schippe, lacht immer sehr viel. Wir lieben beide Glitzer, außergewöhnliche Klamotten und Schmuck. Und wenn wir zusammen sind, stöbern wir gerne durch alte Läden. Wir kochen auch gern zusammen. Auch, wenn ich in L. A. bin und sie in Deutschland ist. Dann habe ich mein Telefon auf der Küchenzeile stehen und koche mit ihr. Dann fragt sie mich: „Was hast du denn sonst so im Kühlschrank? Zeig mal!“ Und dann zeige ich ihr, was noch da ist, und sie sagt: „Ja, schmeiß davon noch was rein.“

Detailansicht: Heidi Klum
Symbolbild: Heidi Klum (Bild: Picsum)

Die schönsten Erinnerungen entstanden unterwegs

Welche Reise war die schönste, die Sie je miteinander unternommen haben?
Jede Reise ist eigentlich schön. Ich bin mit meinen Eltern früher im VW-Cabrio rumgeheizt. Da sind wir durch ganz Griechenland gefahren. Mit dem Auto auf die Fähre – mir war kotzübel. (lacht) (Lesen Sie auch: Heidi Klum Hund: Klums neuer auf Erkundungstour)

Von Bergisch Gladbach bis nach Griechenland?
Ja. Oder nach Italien zum Skifahren – immer mit dem Auto. Ich habe viel hinten im Auto gesessen. Aber wir haben auch tolle Reisen nach Capri oder Mexiko unternommen. Meine Eltern sind immer schon viel gereist. Sie sind damals schon nach Thailand geflogen, wo andere nur ungläubig geguckt haben, weil das ja auf der anderen Seite der Welt ist. Das war damals undenkbar. Sie brachten dann Sachen aus Thailand mit, zu Hause sahen unsere Möbel dementsprechend aus. Auch der erste USA-Trip, den ich mit meinen Eltern gemacht habe, war super. Da war ich 13 oder so. Im Greyhound-Bus sind wir dann durch Amerika gefahren.

Bauchtanz mit Mama Erna

Waren Sie denn ein entspannter Teenager?
Nee, entspannt war ich nicht. Ich habe dreimal pro Woche getanzt, also mussten meine Eltern mich immer zur Tanzschule bringen. Ich habe Jazzdance und Ballett gemacht. Und am Wochenende Standard – Rumba, Cha-Cha-Cha, Walzer. Das ganze Programm, so „Let’s Dance“-mäßig. Mit meiner Mom zusammen bin ich immer zum Bauchtanz gegangen. Das war Fun! Alle so: „Hä? Du gehst zum Bellydance mit deiner Mom?“ Das war bei uns in Bergisch Gladbach voll der Trend. Und dann bekam ich auch direkt ein Kostüm, und ich wurde oft sogar gebucht, zum Beispiel für einen Auftritt in einer Bank.

Worüber haben Sie mit Ihrer Mama das letzte Mal so richtig herzlich gelacht?
Wir lachen uns immer über alles Mögliche kaputt. Sei es über Outfits oder andere Dinge. Sie ist aber auch immer ein super Supporter. Auch wenn andere dann sagen: „Was hast du dir denn da überlegt?“ Meine Mom sagt dann immer: „Ist doch gut. Du machst was anderes als die anderen.“ Sie ist immer ein guter Cheerleader.

Erna und Heidi Klum bei der Verleihung des „Gala Spa Award“ im Jahr 2001.
© Franziska Krug

Heidi Klum denkt noch lange nicht ans Aufhören

Was erwartet die Zuschauer beim „Topmodel“-Finale, das diesmal komplett anders und keine Liveshow ist?
Ich finde, es ist gut geworden und es ist anders. Ich liebe es mehr, wenn es live ist und wollte auch, dass dieses Finale wieder live sein würde. Aber ab und an muss man auch auf den Sender hören und sagen: „Okay, probieren wir es so, wenn ihr das unbedingt in Hollywood machen wollt.“ Diese Euphorie verpufft bei den Kandidaten ein bisschen, weil das Schöne an dem Finale finde ich ja immer: Es dreht sich alles um meine Finalisten, und alle jubeln ihrer Favoritin oder ihrem Favoriten zu. Aber was die Stars angeht, haben wir schon auffahren können. Es wäre vielleicht schwieriger gewesen, zum Beispiel eine Sharon Stone für einen Tag nach Deutschland zu bekommen. Und so musste sie nur aus dem Bett rausrollen und zu mir auf die Bühne kommen. Das war super. Oder Nicole Scherzinger, Demi Lovato, Dean und Dan von Dsquared2, Adriana Lima, Winnie Harlow … Das war schon schön.

Sie sind neulich gefragt worden, ob Sie übers Aufhören nachdenken. Ihre Antwort: „Es geht doch gerade erst richtig los!“
So fühle ich das jeden Tag. Ich habe noch so viele Ideen im Kopf, die ich umsetzen möchte. Ich fühle mich mitten im Saft, auch wenn jetzt die Wechseljahre anfangen. Aber das sind ja auch nur Wechseljahre. Das steht ja schon im Wort drin: Es wechselt sich etwas, es verändert sich etwas. Aber es ist nicht das Ende. Man muss anders auf sich achten. Aber das ist auch vollkommen in Ordnung. Also ich muss sagen, bei mir ist es vor allem so, dass ich mit Hitzewallungen zu kämpfen habe oder dass ich nachts oft wach werde. Aber es gibt natürlich auch Frauen, die haben viel krassere Sachen, deswegen sind meine Probleme eher überschaubar. (Lesen Sie auch: Heidi Klum: Tierischer Familienzuwachs! Ehemann Tom zweifelte…)

In Ihrem Beruf hindert Sie das auch nicht, oder?
Nein. Und ich finde es auch gut, dass man darüber redet. Früher sind die Frauen ab 50 nicht wirklich gesehen worden. Und manche beschweren sich ja auch immer noch: „Ab 40 oder 50 gibt es nichts mehr für uns.“ Aber ich finde schon, da ist mehr denn je eine Veränderung da. Umso wichtiger ist, dass wir lauter werden! Because we are worth it.

Letzte Frage: Wenn Sie mal für einen Tag jemand anderes sein dürften, wer wären Sie dann – und was würden Sie tun?
Der kleine Fritz. Der hat es doch ganz gut, wo der überall schon war. Gestern ist er auf der Croisette mit mir rumgewackelt. Barcelona, Hamburg … Er ist ein kleiner Jetsetter.

Ursprünglich berichtet von: Gala

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Symbolbild: Heidi Klum (Bild: Picsum)

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