Wiener DomPfarrer Toni Faber vorzeitig im Ruhestand?
Der beliebte Wiener Dompfarrer Toni Faber steht offenbar vor dem vorzeitigen Ruhestand. Laut Medienberichten führt der Erzbischof von Wien, Josef Grünwidl, Gespräche mit dem Pfarrer über seine Zukunft. Vor allem Fabers liberale Haltung zum Zölibat sorgt für Schlagzeilen.

Hintergrund: Toni Faber und der Wiener Stephansdom
Toni Faber, 64 Jahre alt, ist seit drei Jahrzehnten das Gesicht des Wiener Stephansdoms. Bekannt für seine unkonventionellen Ansichten und sein offenes Auftreten, scheut er sich nicht vor Provokationen. So setzte er sich beispielsweise für die Weihe von Frauen zu Priesterinnen ein und bezeichnete den Zölibat als „dehnbar“.
Diese Haltung brachte ihm nicht nur Freunde ein. Kritiker werfen ihm vor, nicht fest genug im Glauben zu sein und zu sehr auf öffentliche Aufmerksamkeit zu setzen. Andere wiederum schätzen ihn für seine Nahbarkeit und seinen Einsatz für die Menschen. (Lesen Sie auch: Toni Faber vor Ablösung als Dompfarrer: Was…)
Faber selbst sieht sich als Brückenbauer zwischen Kirche und Gesellschaft. Er öffnete seinen Dom während der Pandemie für eine „Impfstraße“, segnete ein Dessous-Geschäft und tanzte mit einer Freundin auf dem Wiener Opernball. Der Stephansdom ist nicht nur ein Wahrzeichen Wiens, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Dialogs.
Aktuelle Entwicklung: Gespräche über den Ruhestand
Wie die österreichische Zeitung „Die Presse“ berichtete, soll Erzbischof Grünwidl planen, Faber in den vorzeitigen Ruhestand zu schicken. Ein Sprecher der Erzdiözese Wien bestätigte gegenüber Katholisch.de, dass es Gespräche zwischen dem Erzbischof und dem Pfarrer gebe, wollte sich aber nicht zum Inhalt äußern.
Faber selbst bestätigte gegenüber mehreren Medien, dass er sich vorstellen könne, mit 65 Jahren in den Ruhestand zu treten. Vor seinem 60. Geburtstag habe er sich das nicht vorstellen können, sagte er dem „Kurier“. Nun sei ihm bei dem Gedanken, mit 65 Jahren in Pension zu gehen, nicht bange: „Nichts ist unvorstellbar.“ (Lesen Sie auch: Rente mit 70? Debatte um späteren Ruhestand…)
Obwohl er in den Ruhestand gehen würde, will Faber weiterhin als Priester wirken. Er hoffe, auch künftig Messen und Taufen halten zu können, wie er dem „Standard“ sagte.
Reaktionen und Stimmen
Die Nachricht über den möglichen Ruhestand von Toni Faber hat in Wien und darüber hinaus für Aufsehen gesorgt. Viele Menschen äußerten sich betroffen und bedauerten den möglichen Abschied des beliebten Pfarrers.
Der Wiener Pastoraltheologe Paul M. Zulehner sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung: „Im Vergleich zu dem, was gerade so an Kriegen in der Welt passiert, ist das doch ein wirklich unbedeutendes Thema.“ (Lesen Sie auch: Tom Bischof: Vom Rotationsspieler zum Hoffnungsträger beim)
Andere Stimmen begrüßen den möglichen Schritt. Sie sehen in Faber einen zu liberalen Geistlichen, der nicht die traditionellen Werte der Kirche vertritt.

Pfarrer Faber vor dem Ruhestand: Was bedeutet das?
Der mögliche Abschied von Toni Faber markiert das Ende einer Ära. Faber hat den Stephansdom geprägt wie kaum ein anderer. Sein offenes Auftreten und seine unkonventionellen Ansichten haben ihm viele Anhänger, aber auch Kritiker beschert.
Sollte Faber tatsächlich in den Ruhestand gehen, stellt sich die Frage, wer seine Nachfolge antreten wird. Es wird erwartet, dass der neue Pfarrer konservativer sein wird als Faber. (Lesen Sie auch: Felix Nmecha im WM-Kader: Nagelsmann überrascht)
Für die katholische Kirche in Österreich bedeutet der mögliche Abschied von Faber einen Verlust. Er war eine der wenigen Figuren, die auch außerhalb der Kirche Gehör fanden. Sein Weggang könnte die Kluft zwischen Kirche und Gesellschaft weiter vergrößern.Die Gespräche zwischen dem Erzbischof und dem Pfarrer dauern an. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.
Sollte Faber tatsächlich in den Ruhestand gehen, wird er dem Stephansdom und der Stadt Wien fehlen. Er war eine prägende Figur, die viele Menschen inspiriert hat.
FAQ zu Pfarrer Toni Faber und seiner möglichen Pensionierung
Häufig gestellte Fragen zu pfarrer
Warum soll Dompfarrer Toni Faber in den vorzeitigen Ruhestand gehen?
Medienberichten zufolge plant Erzbischof Josef Grünwidl, Toni Faber vorzeitig in den Ruhestand zu schicken. Grund dafür sind wohl Fabers liberale Ansichten, besonders in Bezug auf den Zölibat, die nicht mit den Vorstellungen des Vatikans übereinstimmen.
Was sagt Toni Faber selbst zu den Ruhestandsgesprächen?
Faber bestätigte gegenüber mehreren Medien, dass er sich vorstellen könne, mit 65 Jahren in den Ruhestand zu treten. Er sei besonnener geworden und habe keine Angst vor dem Gedanken, in Pension zu gehen, wolle aber weiter als Priester tätig sein.
Welche Rolle spielt Erzbischof Josef Grünwidl in dieser Angelegenheit?
Erzbischof Josef Grünwidl führt Gespräche mit Toni Faber über dessen Zukunft. Er soll laut Medienberichten planen, Faber in den vorzeitigen Ruhestand zu schicken. Die Erzdiözese Wien bestätigte die Gespräche, äußerte sich aber nicht zum Inhalt.
Wie hat Toni Faber den Wiener Stephansdom geprägt?
Toni Faber ist seit drei Jahrzehnten das Gesicht des Wiener Stephansdoms. Er ist bekannt für seine unkonventionellen Ansichten und sein offenes Auftreten. Er scheut sich nicht vor Provokationen und sieht sich als Brückenbauer zwischen Kirche und Gesellschaft.
Was bedeutet ein möglicher Abschied von Toni Faber für die katholische Kirche in Österreich?
Ein Abschied von Toni Faber wäre für die katholische Kirche in Österreich ein Verlust. Er war eine der wenigen Figuren, die auch außerhalb der Kirche Gehör fanden. Sein Weggang könnte die Kluft zwischen Kirche und Gesellschaft weiter vergrößern.

