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Robin Gibb (†): Die Schickalsschläge der Bee-Gees-Sänger

Vor genau 14 Jahren starb der Bee-Gees-Sänger Robin Gibb mit nur 62 Jahren an Darm- und Leberkrebs. Sein Tod war nicht der einzige Schicksalsschlag der erfolgreichen Band. Auch die Brüder Andy Gibb und Robin Gibb sind bereits tot.

Vor genau 14 Jahren, am 20. Mai 2012, starb Robin Gibb an den Folgen seiner Darm- und Leberkrebserkrankung. Er wurde nur 62 Jahre alt. Es war nicht der einzige schwere Schicksalsschlag, den die erfolgreiche Popband Bee Gees verkraften musste.

Drei Brüder tot: Die Schicksalsschläge der Bee Gees

Auch Robins Zwillingsbruder ist bereits tot: Maurice Gibb, †53, starb am 12. Januar 2003 in einem Krankenhaus in Miami, Florida, kurz nach einer Darmoperation, infolge derer Komplikationen aufgetreten waren. Andy Gibb, †30, war bereits am 10. März 1988 an den Folgen einer Herzmuskelentzündung gestorben – offiziell nach einer Virusinfektion, doch der jüngste Gibb-Bruder hatte mit Drogenproblemen zu kämpfen. Heute lebt nur noch Barry Gibb, 79.

Einer seiner letzten Auftritte: Robin Gibb ist 2011 zur Verleihung der Goldenen Kamera nach Berlin gekommen.
© Franziska Krug

Die Karriere der Bee Gees begann schon im Kindesalter

Die Karriere der vier Brüder, Söhne einer Sängerin und eines Orchesterleiters, begann bereits im Kindesalter: Geboren in Douglas auf der Isle of Man, einer Insel in der Irischen See, wanderte die Familie Ende der 1950er nach Australien in die Nähe von Brisbane aus. Dort gründete Barry zusammen mit seinen Zwillingsbrüdern Maurice und Robin die Bee Gees. 1966 kehrte die Familie nach Großbritannien zurück, wo die Bee Gees weltweite Bekanntheit erlangten. Ihren größten Erfolg feierte die Musikgruppe mit dem 1977 erschienenen Soundtrack zum Film „Saturday Night Fever“ mit John Travolta, 72, in der Hauptrolle. Ihre Hits „Stayin‘ Alive“, „Night Fever“ und „How Deep Is Your Love“ sind bis heute Ohrwürmer.

Maurice, Robin und Barry Gibb bilden zusammen die Bee Gees.
© Richard E. Aaron

Andy Gibb stirbt 1988 im Alter von 30 Jahren

Während Barry Gibb und die Zwillinge Maurice und Robin zusammen die Bee Gees formten, verfolgte Andy, der Jüngste, eine Karriere als Solosänger, machte sich schon als Teenager mit Auftritten in Bars auf Ibiza und in Australien einen Namen. Ende der 70er-Jahre stand er zusammen mit seinen drei Brüdern im Rahmen einer Bee-Gees-Tour auf der Bühne. Auch schrieben und produzierten die Bee Gees drei Alben für ihren jüngeren Bruder. Doch fester Bestandteil der Band wurde Andy nie. Dennoch muss es die drei Älteren getroffen haben, dass Nesthäkchen Andy schwer mit den Folgen des Ruhms zu kämpfen hatte. Hinter seinem lässigen Charme habe sich ein junger Mann verborgen, der laut Biograf Matthew Hild zutiefst verunsichert war, was sein eigenes Talent anging, und der sich im Schatten seines großen Bruders Barry gesehen habe. „Andys Fall war genauso spektakulär wie sein Aufstieg an die Spitze“, so Hild, der für sein Werk „Arrow Through The Heart: The Biography Of Andy Gibb“ mit Freund:innen des verstorbenen Musikers sprach.

Andy Gibb ist der jüngste der Gibb-Brüder. Er stirbt 1988 im Alter von nur 30 Jahren.
© Paul Harris

Auch privat hatte Andy Gibb Probleme: Die Trennung von „Dallas“-Darstellerin Victoria Principal, 76, in die er sich 1981 Hals über Kopf verliebt hatte, traf ihn schwer. Mehrfach wurde er mit Brust- und Magenschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert. Nach einem Drogenentzug hatte er Schwierigkeiten, seine Karriere wieder in Gang zu bringen. Seine Brüder nahmen ihn unter ihre Fittiche, zuletzt wohnte Andy in einem Nebengebäude auf dem Grundstück seines Bruders Robin in England. Dort brach er am Abend des 9. März 1988 zusammen und starb am nächsten Morgen im Krankenhaus an den Folgen einer Herzmuskelentzündung.

Maurice Gibb stirbt 2003 an den Folgen einer Operation

Maurice Gibb, von seinem Zwillingsbruder Robin als das „aufgeschlossene, gesellige“ Mitglied beschrieben, das die Gruppe zusammenhielt, sang meist im Hintergrund, spielte Bass und Keyboard und wirkte an Hits wie „Tragedy“ und „Jive Talkin'“ mit. Im Januar 2003 brach er mit starken Magenschmerzen in seinem Haus in Florida zusammen. Im Krankenhaus musste er sich einer Notoperation am Darm unterziehen. Im Zuge des Eingriffs kam es unerwartet zu Komplikationen: Maurice erlitt einen Herzstillstand, musste reanimiert werden.

Sein Tod führt zum Ende der Bee Gees

Anschließend sei er noch einmal zu Bewusstsein gekommen, bevor sich sein Zustand rapide verschlechtert habe. Seine zweite Ehefrau Yvonne Spenceley, 75, und die gemeinsamen Kinder Adam Gibb, 50, und Samantha Gibb, 45, wachten zusammen mit seinen Brüdern bis zuletzt am Bett des Bee-Gees-Sängers. Sie waren bei ihm, als Maurice am 12. Januar 2002 um ein Uhr nachts für immer seine Augen schloss. Auch sein Zwillingsbruder Robin und sein älterer Bruder Barry Gibb waren aus London eingeflogen, um Lebewohl zu sagen. „Mit großer Trauer und tiefem Schmerz geben wir den Tod von Maurice Gibb“, hieß es anschließend in einem Statement der Familie. „Seine Liebe, sein Enthusiasmus und seine Lebensenergie bleiben uns allen eine Inspiration. Wir werden ihn alle sehr vermissen.“ Sein unerwarteter Tod bedeutete das Ende der Band, zumal er oftmals zwischen den einzelnen Mitgliedern vermittelt hatte.

Maurice Gibb stirbt unerwartet im Januar 2003. Sein Tod bedeutet das Ende der Bee Gees.
© L. Cohen

Robin Gibb erliegt 2012 mit 63 seinem Krebsleiden

Auch Robin Gibb, Maurice‘ Zwillingsbruder, lebt nicht mehr. Der Sänger starb 2012 in London. Bereits 2010 hatte er mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: Nach einem Darmverschluss musste er sich einer Operation unterziehen. Nachdem der Musiker seine geplante Brasilien-Tournee 2011 absagen musste, erklärte er, an Darm- und Leberkrebs erkrankt zu sein. Es folgten mehrere Chemotherapien und chirurgische Eingriffe. Zwar gab Robin im Februar 2012 an, seine Krebserkrankung besiegt zu haben, doch schon wenige Monate später, am 20. Mai 2012, starb er an deren Folgen. Er wurde 62 Jahre alt und hinterließ seine zweite Ehefrau Dwina Murphy-Gibb, 73, sowie vier Kinder.

Nun lebt keiner seiner Brüder mehr: Barry Gibb (vorn) besucht die Beerdigung seines Bruders Robin.
© Max Mumby/Indigo

Zurück bleibt Barry Gibb, der älteste der vier talentierten Gibb-Brüder, die mit ihren Songs Geschichte schrieben – die Millennium-Edition des „Guinness-Buchs der Rekorde“ listete die Bee Gees als „erfolgreichste Familienband der Welt“ – und die für immer in den Herzen ihrer Angehörigen und Fans weiterleben werden.

Verwendete Quellen: theguardian.com, people.com, officialbeegeesfanclub.com, bbc.co.uk

Quelle: Gala


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