Feuerwehr im Großeinsatz: Brand in Krefelder Hafen gelöscht
Die Feuerwehr hatte in Krefeld alle Hände voll zu tun: Ein Großbrand in einem Recyclingbetrieb im Hafen sorgte für einen stundenlangen Einsatz. Am Mittwochabend waren dort rund 700 Tonnen Metallschrott in Brand geraten. Erst am Donnerstagnachmittag konnte die Feuerwehr Entwarnung geben, wie Süddeutsche Zeitung berichtet.

Hintergrund zum Einsatz der Feuerwehr in Krefeld
Der Brandort, ein Metallrecyclingbetrieb im Krefelder Rheinhafen, ist kein unbekannter Ort für die Feuerwehr. Bereits vor wenigen Monaten kam es auf demselben Gelände zu einem ähnlichen Vorfall. Die jetzigen Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da der Metallschrott mit Baggern auseinandergezogen werden musste, was aufgrund der starken Rauchentwicklung nur unterbrochen möglich war.
Aktuelle Entwicklung: Brand im Krefelder Hafen gelöscht
Die Feuerwehr wurde am Mittwochabend gegen 19 Uhr alarmiert. Auf dem Gelände des Metallrecyclingbetriebs IMR waren etwa 700 Tonnen Metallschrott in Brand geraten. Anwohner wurden durch Cell Broadcast-Nachrichten vor den Rauchgasen gewarnt. Am Donnerstagmorgen gegen 7 Uhr konnte die Feuerwehr melden, dass der Brand unter Kontrolle sei. Die Warnung wurde von „Gefährdungslage“ auf „Geruchsbelästigung“ heruntergestuft, wie der WDR berichtet. (Lesen Sie auch: Waldbrände bedrohen Leavenworth County: Feuerwehr kämpft)
Krefelds Feuerwehrchef Andreas Klos erklärte am Donnerstagvormittag: „Das Feuer ist aus, zurzeit finden noch kleinere Nachlöscharbeiten statt.“
Die Löscharbeiten dauerten insgesamt rund elf Stunden. Im Einsatz waren bis zu 150 Feuerwehrleute. Drei Mitarbeiter des Recyclingunternehmens erlitten leichte Verletzungen durch das Einatmen von Rauchgasen und wurden in ein Krankenhaus gebracht.
Der Brandort war am frühen Donnerstagmorgen nur schwer zugänglich, was zu einem Verkehrschaos führte. Gegen 8 Uhr waren die Firmen im Hafengebiet wieder erreichbar. (Lesen Sie auch: Gasleck und Stromausfälle: Was ist in Hernals…)
Ermittlungen zur Brandursache
Die Brandursache ist noch unbekannt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um die Ursache des Feuers zu klären. Nach ersten Erkenntnissen kann vorsätzliche Brandstiftung oder fahrlässiges Arbeiten jedoch ausgeschlossen werden. Die Ermittler vermuten, dass sich eine alte Batterie oder ein ähnlicher Gegenstand unter dem Druck des Metallschrotts entzündet hat.
Was bedeutet der Brand für Krefeld?
Der Brand im Krefelder Hafen hat erneut die Bedeutung des Brandschutzes und der Sicherheitsvorkehrungen in Recyclingbetrieben in den Fokus gerückt. Es ist bereits der zweite Großbrand auf demselben Firmengelände innerhalb weniger Monate. Die Stadt Krefeld und die zuständigen Behörden werden die Sicherheitsmaßnahmen in solchen Betrieben überprüfen und gegebenenfalls anpassen müssen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Zudem wird der Vorfall Auswirkungen auf die Anwohner haben, die durch die starke Rauchentwicklung beeinträchtigt wurden.
Feuerwehr im Einsatz: Technische Details
Die Feuerwehr Krefeld setzte bei dem Einsatz verschiedene Löschtechniken ein, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Dazu gehörte der Einsatz von Wasserwerfern und Löschschaum. Zudem wurden Bagger eingesetzt, um den Metallschrott auseinanderzuziehen und Glutnester freizulegen. Die Koordination der Einsatzkräfte erfolgte über eine zentrale Einsatzleitung, die ständig mit den verschiedenen Trupps vor Ort in Kontakt stand. Die Feuerwehr arbeitete eng mit anderen Hilfsorganisationen zusammen, um die Bevölkerung vor den Auswirkungen des Brandes zu schützen. Informationen zur Ausrüstung und Taktik der Feuerwehren finden sich auf der Seite des Deutschen Feuerwehrverbandes. (Lesen Sie auch: Grossbrand Erlen: Millionenschaden nach in: Was bekannt…)

FAQ zu Feuerwehr-Einsätzen
Häufig gestellte Fragen zu feuerwehr
Wie viele Berufsfeuerwehren gibt es in Deutschland?
In Deutschland gibt es über 100 Berufsfeuerwehren. Diese sind hauptsächlich in Großstädten und Ballungsräumen angesiedelt. Sie stellen den Brandschutz und die technische Hilfeleistung hauptberuflich sicher und werden oft durch Freiwillige Feuerwehren unterstützt.
Welche Aufgaben hat die Feuerwehr neben dem Löschen von Bränden?
Neben dem Löschen von Bränden ist die Feuerwehr für technische Hilfeleistung bei Unfällen, die Rettung von Menschen und Tieren aus Notlagen, den Schutz vor Gefahren durch gefährliche Stoffe sowie die Unterstützung bei Naturkatastrophen zuständig.
Wie wird man Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr?
Um Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr zu werden, muss man in der Regel mindestens 16 Jahre alt sein und eine gesundheitliche Eignung nachweisen. Interessenten können sich bei ihrer örtlichen Feuerwehr melden und an einem Probealarm teilnehmen. (Lesen Sie auch: ADAC Luftrettung warnt vor Einschränkungen durch Sparpläne)
Wie lange dauert die Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann?
Die Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann dauert in der Regel zwei bis drei Jahre und umfasst sowohl theoretische als auch praktische Inhalte. Sie schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Voraussetzung ist meist ein mittlerer Bildungsabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Wie verhalte ich mich richtig bei einem Brand im Haus?
Bei einem Brand im Haus sollten Sie Ruhe bewahren und umgehend die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 alarmieren. Verlassen Sie das Gebäude so schnell wie möglich und warnen Sie andere Bewohner. Schließen Sie Türen hinter sich, aber schließen Sie sie nicht ab.
Weitere Informationen zum Thema Brandbekämpfung finden Sie auf Wikipedia.
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