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Karl-Heinz Grasser: Schulden von 23 Millionen Euro anerkannt

Im Privatkonkurs von Karl-Heinz Grasser, dem ehemaligen österreichischen Finanzminister, wurden Schulden in Höhe von 23,1 Millionen Euro anerkannt. Dies wurde bei einer Prüfungstagsatzung am Bezirksgericht Kitzbühel festgestellt, wie tirol.ORF.at berichtet.

Symbolbild zum Thema Karl-heinz Grasser
Symbolbild: Karl-heinz Grasser (Bild: Picsum)

Hintergrund: Die Karriere und Affären von Karl-Heinz Grasser

Karl-Heinz Grasser war von 2000 bis 2007 Finanzminister Österreichs. Seine Amtszeit war von wirtschaftspolitischen Entscheidungen, aber auch von Korruptionsvorwürfen und Skandalen geprägt. Insbesondere das BUWOG-Verfahren, in dem es um den Verdacht der Bestechung bei der Privatisierung von Bundeswohnungen ging, belastete Grasser schwer. Nach seinem Ausscheiden aus der Politik war Grasser in der Privatwirtschaft tätig, bevor die juristische Aufarbeitung seiner Amtszeit in den Vordergrund rückte. Informationen zur politischen Laufbahn finden sich auch auf der Seite des österreichischen Parlaments. (Lesen Sie auch: CSK VS KKR: gegen: Chennai mit Heimsieg…)

Aktuelle Entwicklung: Der Privatkonkurs und die Schulden

Ende April 2025 meldete Karl-Heinz Grasser Privatkonkurs an. Bei der Prüfungstagsatzung am Bezirksgericht Kitzbühel am 14. April 2026 wurden die angemeldeten Forderungen der Gläubiger geprüft. Von den angemeldeten 35,6 Millionen Euro wurden letztendlich 23,1 Millionen Euro vom Insolvenzverwalter anerkannt. Hauptgläubigerin ist die Republik Österreich, die 12,9 Millionen Euro Schadenersatz aus dem BUWOG-Strafverfahren und 10,1 Millionen Euro an Steuerschulden fordert. Diese Ansprüche wurden vom Insolvenzverwalter Herbert Matzunski als berechtigt angesehen.

Laut DiePresse.com hoffen die Gläubiger nun auf Gelder von einem Liechtensteiner Konto Grassers. Ein Geldwäsche-Verfahren in Liechtenstein spielt eine wesentliche Rolle, wie auch die Oberösterreichischen Nachrichten berichten. Grasser selbst war bei der Tagsatzung entschuldigt. (Lesen Sie auch: Nadia Fares: Farès nach Badeunfall in Paris…)

Ein bedingter Anspruch über knapp 12,5 Millionen Euro, der vom Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics gestellt wurde, wurde hingegen bestritten. Petrikovics hält sich damit den Weg des Regresses bei Grasser offen.

Grassers Zahlungsplan und die Quote von drei Prozent

Laut Creditreform hat Karl-Heinz Grasser einen Zahlungsplanantrag eingebracht und bietet seinen Gläubigern eine Quote von drei Prozent an. Ob die Gläubiger diesem Plan zustimmen werden, ist derzeit noch offen. (Lesen Sie auch: BVB bangt um Serhou Guirassy: Verletzung im…)

Karl-Heinz Grasser: Was bedeutet der Privatkonkurs?

Der Privatkonkurs von Karl-Heinz Grasser ist ein weiterer Tiefpunkt in der juristischen Aufarbeitung seiner Amtszeit. Für die Republik Österreich bedeutet dies einen finanziellen Schaden in Millionenhöhe. Ob die Gläubiger ihre Forderungen in vollem Umfang realisieren können, hängt maßgeblich von den Geldern auf dem Liechtensteiner Konto ab.

Ausblick

Der Privatkonkurs von Karl-Heinz Grasser wird die österreichische Justiz und Öffentlichkeit weiterhin beschäftigen. Die Gläubiger werden versuchen, ihre Forderungen durchzusetzen, während Grasser versuchen wird, einen möglichst geringen Teil seiner Schulden begleichen zu müssen. Die Entwicklungen in Liechtenstein werden dabei eine entscheidende Rolle spielen. (Lesen Sie auch: Ausländer: Sozialhilfe-Betrug: Libanese täuschte Schweizer)

Detailansicht: Karl-heinz Grasser
Symbolbild: Karl-heinz Grasser (Bild: Picsum)

Tabelle: Forderungen im Privatkonkurs Karl-Heinz Grasser

GläubigerForderung (Euro)Anerkannt (Euro)
Republik Österreich (Schadenersatz BUWOG)12.900.00012.900.000
Republik Österreich (Steuerschulden)10.100.00010.100.000
Weitere Gläubiger12.600.000100.000
Karl Petrikovics (bedingt)12.500.0000
Summe48.100.00023.100.000
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Illustration zu Karl-heinz Grasser
Symbolbild: Karl-heinz Grasser (Bild: Picsum)

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