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Ende der Einspeisevergütung: Was bedeutet

Die Einspeisevergütung für Solarstrom, die über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) seit 25 Jahren geregelt ist, steht vor möglichen Änderungen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält die garantierte Vergütung für kleine Photovoltaik-Anlagen für überflüssig, da sich diese auch ohne staatliche Unterstützung lohnen würden. Ein entsprechender Gesetzentwurf, der die Abschaffung der Einspeisevergütung für Anlagen unter 25 Kilowatt vorsieht, liegt bereits vor, betrifft aber nur Neuanlagen.

Symbolbild zum Thema Einspeiseverguetung
Symbolbild: Einspeiseverguetung (Bild: Picsum)

Hintergrund: Was ist die Einspeisevergütung?

Die Einspeisevergütung ist eine staatlich garantierte Vergütung für Strom, der aus erneuerbaren Energien gewonnen und in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Sie wurde im Jahr 2000 mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eingeführt, um den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland zu fördern. Das EEG regelte, dass Netzbetreiber verpflichtet sind, Strom aus erneuerbaren Energien abzunehmen und zu vergüten. Diese Vergütung war über einen Zeitraum von 20 Jahren festgeschrieben und sollte Investitionen in erneuerbare Energien attraktiver machen. Die Höhe der Einspeisevergütung hängt von der Art der Energiequelle (Solar, Wind, Biomasse usw.) und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage ab. (Lesen Sie auch: Resident Evil Requiem: Übertrifft Verkaufserwartungen)

Aktuelle Entwicklung: Abschaffung für Neuanlagen?

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) plant, die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung unter 25 Kilowatt abzuschaffen. Ein entsprechender Referentenentwurf aus ihrem Ministerium liegt vor. Dieser Schritt würde jedoch nur Neuanlagen betreffen. Anlagenbesitzer sollen zukünftig selbst dafür verantwortlich sein, was mit dem Solarstrom geschieht, den sie nicht selbst verbrauchen. Ein Kabinettsbeschluss zu dieser Gesetzesnovelle steht allerdings noch aus, da der Koalitionspartner SPD den Plan ablehnt. Die Bundesregierung muss sich also noch einigen.

Die geplante Änderung zielt darauf ab, die Förderkosten für Solarstrom um 20 % pro Jahr zu senken, wie ingenieur.de berichtet. Wann genau die Förderung ausläuft, ist noch unklar. Für bestehende Anlagen bleibt die bei Inbetriebnahme festgelegte Vergütung in der Regel für 20 Jahre bestehen. (Lesen Sie auch: Franziska Gritsch triumphiert im NorAm Cup: Alle…)

Bedeutung der Einspeisevergütung für private Solarstromerzeuger

Die Einspeisevergütung macht den Betrieb von Photovoltaikanlagen wirtschaftlich attraktiv. Durch die garantierte Abnahme und Vergütung des erzeugten Stroms können Anlagenbetreiber ihre Investitionskosten refinanzieren und Gewinne erzielen. Die Höhe der Vergütung ist dabei ein entscheidender Faktor für die Rentabilität einer Anlage. Die Einspeisevergütung für neue Haushaltsanlagen liegt aktuell bei etwa sieben Cent pro Kilowattstunde.

Allerdings ist es schon seit Jahren wirtschaftlich sinnvoller, möglichst viel des eigenen Solarstroms selbst zu verbrauchen, anstatt ihn ins Netz einzuspeisen. Jede Kilowattstunde, die durch Eigenverbrauch aus dem allgemeinen Stromnetz eingespart wird, bringt je nach Strompreis des jeweiligen Versorgers ein Vielfaches der Einspeisevergütung. Energieexperten weisen darauf hin, dass ein hoher Eigenverbrauch und eine passende Anlagengröße entscheidend sind, um die Stromkosten dauerhaft zu senken. (Lesen Sie auch: 1. FC Köln – Eintracht Frankfurt: 1.…)

Alternativen zur Einspeisevergütung

Auch ohne Einspeisevergütung kann sich eine Photovoltaikanlage lohnen. Ein hoher Eigenverbrauch des erzeugten Stroms ist dabei entscheidend. Durch den Einsatz von Stromspeichern kann der Eigenverbrauch weiter erhöht werden, da der Solarstrom auch dann genutzt werden kann, wenn die Sonne nicht scheint. Eine weitere Möglichkeit ist die Direktvermarktung des Stroms an Dritte.

Ein weiterer Aspekt ist die Anlagengröße. Diese sollte optimal auf den Eigenverbrauch abgestimmt sein, um möglichst wenig Strom ins Netz einspeisen zu müssen. Auch der Bezug von zusätzlichem Strom aus dem Netz kann optimiert werden, beispielsweise durch den Abschluss von speziellen Stromtarifen für Photovoltaikanlagenbesitzer. (Lesen Sie auch: Kritik an Lars Klingbeil: SPD-Arbeitsgemeinschaft)

Detailansicht: Einspeiseverguetung
Symbolbild: Einspeiseverguetung (Bild: Picsum)

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaikanlagen könnte den Zubau von Solaranlagen im Privatbereich bremsen. Allerdings könnte sie auch dazu führen, dass Anlagenbetreiber verstärkt auf Eigenverbrauch und innovative Lösungen wie Stromspeicher setzen. Langfristig könnte dies zu einer stärkeren Dezentralisierung der Energieversorgung und einer größeren Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern führen. Die Entwicklung wird zeigen, wie sich der Markt an die neuen Bedingungen anpasst und welche Geschäftsmodelle sich durchsetzen werden. Es ist davon auszugehen, dass die Bedeutung von Eigenverbrauch, Speichern und Direktvermarktung in Zukunft weiter zunehmen wird.

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Illustration zu Einspeiseverguetung
Symbolbild: Einspeiseverguetung (Bild: Picsum)

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