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Smi Index erlebt deutlichen Rückgang: Iran-Krieg belastet

Der SMI Index, der Leitindex der Schweizer Börse, ist am Montag, dem 2. März 2026, infolge der Zuspitzung der Lage im Nahen Osten deutlich ins Minus gerutscht. Die Eskalation des Konflikts zwischen Israel und dem Iran hat zu einer Verunsicherung der Anleger geführt, was sich in einem breit angelegten Abverkauf von Aktien widerspiegelt. Der SMI eröffnete den Handel mit einem Minus von 1,5 Prozent und fiel auf 13’773 Punkte.

Symbolbild zum Thema Smi Index
Symbolbild: Smi Index (Bild: Picsum)

Hintergrund: Was ist der SMI Index?

Der Swiss Market Index (SMI) ist der wichtigste Aktienindex der Schweiz. Er umfasst die 20 grössten und liquidesten Unternehmen, die an der SIX Swiss Exchange gehandelt werden. Der SMI ist ein kapitalisierungsgewichteter Index, was bedeutet, dass Unternehmen mit einer höheren Marktkapitalisierung einen grösseren Einfluss auf die Indexentwicklung haben. Als Performance-Index werden Dividenden reinvestiert. Der SMI dient als wichtiger Indikator für die Entwicklung des Schweizer Aktienmarktes und der Schweizer Wirtschaft.

Aktuelle Entwicklung: Der Iran-Krieg belastet den SMI Index

Die Verluste am Montag betrafen nahezu alle im SMI gelisteten Unternehmen. Laut cash.ch waren am Morgen alle SMI-Titel im Minus. Besonders stark betroffen waren unter anderem Richemont, Holcim und UBS. Nestlé und Kühne+Nagel konnten sich hingegen leicht im Plus halten. Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat neben dem Aktienmarkt auch den Ölpreis in die Höhe getrieben. Die Nordseesorte Brent erreichte mit 82,37 US-Dollar je Barrel den höchsten Stand seit Juli 2024, während US-Öl bei 75,33 Dollar den höchsten Stand seit Juni 2025 notierte. Inzwischen sind die Ölpreise aber wieder etwas gesunken. (Lesen Sie auch: XRP vor größtem Ausbruch? Analysten sehen bullische…)

Auswirkungen auf den Schweizer Franken

In Zeiten globaler Unsicherheit suchen Anleger oft nach sicheren Häfen. Davon profitiert traditionell der Schweizer Franken. Der Euro-Franken-Kurs erreichte am Montag ein Mehrjahreshoch, was die Attraktivität des Frankens als Fluchtwährung unterstreicht. Ein starker Franken kann jedoch auch negative Auswirkungen auf die Schweizer Exportwirtschaft haben, da er Schweizer Produkte im Ausland verteuert.

Expertenmeinungen und Ausblick

Die VP Bank wies darauf hin, dass die aktuelle Lage undurchsichtig sei. Es sei schwer einzuschätzen, ob es sich um einen kürzeren oder längeren Konflikt handle. Die weitere Entwicklung des Konflikts und die Reaktion der internationalen Gemeinschaft werden massgeblich bestimmen, wie sich der SMI Index und die Schweizer Wirtschaft in den kommenden Wochen entwickeln werden.

SMI Index: Mögliche Szenarien und ihre Auswirkungen

Sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter zuspitzen, ist mit anhaltender Volatilität an den Finanzmärkten zu rechnen. Ein eskalierender Konflikt könnte zu einem weiteren Anstieg der Ölpreise und einer Flucht in sichere Häfen wie den Schweizer Franken führen. Dies würde den Druck auf den SMI Index erhöhen und die Schweizer Exportwirtschaft belasten. Andererseits könnte eine Deeskalation der Lage zu einer Entspannung an den Märkten und einer Erholung des SMI führen. (Lesen Sie auch: Rheinmetall Aktie im Aufwind: Analysten sehen weiteres)

Der SMI Index im internationalen Vergleich

Die Entwicklung des SMI wird auch von der Performance anderer wichtiger Aktienindizes beeinflusst. Sofern beispielsweise der DAX oder der Dow Jones stark fallen, kann dies auch den SMI negativ beeinflussen. Es ist daher wichtig, die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte im Auge zu behalten, um die Perspektiven für den SMI besser einschätzen zu können.

Was bedeutet der Rückgang des SMI Index für Anleger?

Ein fallender SMI Index bedeutet zunächst einmal Verluste für Anleger, die in Schweizer Aktien investiert sind. Allerdings ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu geraten. Kurzfristige Marktschwankungen sind normal, und langfristig orientierte Anleger sollten sich von solchen Ereignissen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Es kann sogar eine Gelegenheit sein, günstig Aktien nachzukaufen.

Die grössten Unternehmen im SMI Index

Der SMI Index umfasst eine Vielzahl von Branchen, von Pharma über Nahrungsmittel bis hin zu Finanzdienstleistungen. Zu den grössten Unternehmen im SMI gehören unter anderem: (Lesen Sie auch: Klimawandel Klimaanlagen: Teufelskreis bis 2050?)

  • Nestlé
  • Novartis
  • Roche
  • UBS
  • Zurich Insurance Group

Diese Unternehmen haben einen grossen Einfluss auf die Entwicklung des SMI, da sie einen erheblichen Teil der Marktkapitalisierung des Index ausmachen.

Detailansicht: Smi Index
Symbolbild: Smi Index (Bild: Picsum)

Tabelle: Entwicklung des SMI Index in den letzten Tagen (März 2026)

DatumEröffnungskursSchlusskursVeränderung
28. Februar 202614’00014’014+0,1%
01. März 2026Kein Handel (Wochenende)Kein Handel (Wochenende)
02. März 202613’773TBD-1,5% (Eröffnung)

Quelle: Watson

Fazit: SMI Index unter Druck – Iran-Krieg sorgt für Unsicherheit

Der deutliche Rückgang des SMI Index am 2. März 2026 ist eine direkte Folge der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Lage belastet die Anlegerstimmung und führt zu einem Abverkauf von Aktien. (Lesen Sie auch: Comeback nach Verletzung: OBI Toppin kehrt zu…)

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Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

Illustration zu Smi Index
Symbolbild: Smi Index (Bild: Picsum)

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