Mediashop Österreich insolvent: 160 Mitarbeiter betroffen
Die österreichische Tochtergesellschaft des Teleshopping-Unternehmens Mediashop hat Insolvenz angemeldet. Wie die Kronen Zeitung berichtet, sind 160 Mitarbeiter von der Insolvenz der Mediashop GmbH betroffen. Das Unternehmen hat einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens gestellt.

Hintergrund der Mediashop-Insolvenz in Österreich
Die Mediashop GmbH mit Sitz in Neunkirchen, Niederösterreich, ist die österreichische Tochtergesellschaft der Mediashop International Group GmbH mit Sitz in Lindau. Das Unternehmen betreibt den TV-Sender „Meine Einkaufswelt“ und ist nach eigenen Angaben auf 175 TV-Stationen präsent. Mediashop vertreibt Produkte aus den Bereichen Haushalt, Küche, Fitness, Gesundheit, Beauty sowie Lifestyle. Gegründet wurde der Verkaufssender im Jahr 1999.
Wie der Kurier berichtet, hat sich der wirtschaftliche Abschwung bereits in der zuletzt eingereichten Bilanz angedeutet. Die Passiva des Unternehmens belaufen sich auf rund 45 Millionen Euro. Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten. Der Geschäftsbetrieb soll fortgeführt werden, teilte das Unternehmen mit. (Lesen Sie auch: Joel Schwärzler im Viertelfinale von Lugano: Das…)
Aktuelle Entwicklung: Sanierungsverfahren und Investorensuche
Die Mediashop GmbH wird beim Landesgericht Wiener Neustadt einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung stellen. Im Rahmen des Sanierungsverfahrens wird nun geprüft, ob und in welchem Ausmaß weitere Gesellschaften der Mediashop-Gruppe von den finanziellen Turbulenzen betroffen sind.
Laut NÖN.at wird im Zuge des Sanierungsverfahrens ein strategischer Investor gesucht. Ziel ist es, das Unternehmen zu sanieren und die Arbeitsplätze zu erhalten. Die Suche nach einem Investor dürfte jedoch schwierig werden, da sich der Teleshopping-Markt seit Jahren im Wandel befindet und zunehmend von Online-Handel und Streaming-Diensten konkurrenziert wird.
Reaktionen und Einordnung zur Mediashop-Pleite
Die Insolvenz der Mediashop GmbH ist ein weiterer Schlag für den Teleshopping-Markt in Österreich. Bereits in den vergangenen Jahren mussten mehrere Teleshopping-Sender ihren Betrieb einstellen oder wurden von größeren Unternehmen übernommen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Zum einen hat sich das Konsumverhalten der Menschen verändert, zum anderen ist der Wettbewerb durch Online-Handel und Streaming-Dienste deutlich größer geworden. (Lesen Sie auch: Roter Stern – Losc: Belgrad gegen Lille:…)
Die Arbeiterkammer Niederösterreich bietet auf ihrer Webseite Informationen und Beratung für betroffene Arbeitnehmer an.
Was bedeutet die Insolvenz für Mediashop-Kunden?
Für Kunden von Mediashop bedeutet die Insolvenz zunächst einmal Unsicherheit. Es ist unklar, ob bestellte Ware noch geliefert wird oder ob Gutscheine eingelöst werden können. Kunden, die noch Forderungen gegenüber Mediashop haben, können diese im Rahmen des Sanierungsverfahrens anmelden. Ob sie ihr Geld zurückbekommen, ist jedoch ungewiss.
Es ist ratsam, vorerst keine neuen Bestellungen bei Mediashop aufzugeben und alternative Anbieter zu suchen. Auch sollten Kunden ihre Rechte als Konsumenten kennen und gegebenenfalls rechtlichen Rat einholen. (Lesen Sie auch: Alemannia Aachen: Traditionsverein im Fokus – aktuelle)

Ausblick: Zukunft des Teleshoppings in Österreich
Die Insolvenz der Mediashop GmbH zeigt, dass der Teleshopping-Markt in Österreich unter Druck steht. Es ist fraglich, ob sich das Geschäftsmodell in seiner jetzigen Form langfristig halten kann. Möglicherweise müssen sich die Teleshopping-Sender neu erfinden und stärker auf Online-Handel und Streaming-Dienste setzen, um zu überleben.Sollte dies nicht gelingen, droht das endgültige Aus für den Teleshopping-Sender.
FAQ zu mediashop und der Insolvenz
Häufig gestellte Fragen zu mediashop
Warum hat Mediashop in Österreich Insolvenz angemeldet?
Die Mediashop GmbH hat Insolvenz angemeldet, da sich das Unternehmen in einer wirtschaftlich schwierigen Lage befindet. Die Passiva belaufen sich auf rund 45 Millionen Euro. Ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung wurde beantragt, um das Unternehmen zu sanieren und Arbeitsplätze zu erhalten.
Wie viele Mitarbeiter sind von der Mediashop-Insolvenz betroffen?
Von der Insolvenz der Mediashop GmbH sind 160 Mitarbeiter betroffen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 160 Mitarbeiter, im Zeitraum 2022/2023 waren es noch 200 Mitarbeiter. Im Zuge des Sanierungsverfahrens wird geprüft, ob und in welchem Ausmaß Arbeitsplätze erhalten werden können. (Lesen Sie auch: Urs Schwarz am Unispital Zürich: Zürcher Arzt…)
Was bedeutet die Insolvenz für Kunden von Mediashop?
Für Kunden von Mediashop bedeutet die Insolvenz zunächst Unsicherheit. Es ist unklar, ob bestellte Ware noch geliefert wird oder Gutscheine eingelöst werden können. Kunden mit Forderungen können diese im Sanierungsverfahren anmelden. Es wird geraten, vorerst keine neuen Bestellungen aufzugeben.
Wird der Geschäftsbetrieb von Mediashop fortgeführt?
Laut Angaben des Unternehmens soll der Geschäftsbetrieb von Mediashop trotz der Insolvenz fortgeführt werden. Ziel ist es, das Unternehmen im Rahmen des Sanierungsverfahrens zu sanieren und einen strategischen Investor zu finden. Ob dies gelingt, ist jedoch noch ungewiss.
Gibt es eine Chance für Mediashop, die Insolvenz abzuwenden?
Ob Mediashop die Insolvenz abwenden kann, hängt maßgeblich von der Suche nach einem strategischen Investor ab. Gelingt es, einen Investor zu finden, der bereit ist, in das Unternehmen zu investieren und es zu sanieren, besteht eine Chance für Mediashop, die Insolvenz zu überwinden.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Betroffene Mitarbeiter | 160 |
| Passiva | 45 Millionen Euro |
| Sanierungsplan Quote | 20 Prozent |
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

