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Urs Schwarz: Zürcher Arzt starb nach 17 Jahren ohne Urlaub

Der Fall Urs Schwarz, eines Arztes am Unispital Zürich, der 2021 nach jahrelanger, ununterbrochener Arbeitstätigkeit verstarb, hat eine Debatte über Arbeitsbedingungen und die Work-Life-Balance im Schweizer Gesundheitswesen ausgelöst. Schwarz arbeitete 17 Jahre ohne nennenswerte Pausen oder Urlaube.

Symbolbild zum Thema Urs Schwarz
Symbolbild: Urs Schwarz (Bild: Picsum)

Hintergrund: Der Fall Urs Schwarz

Urs Schwarz war ein angesehener Neurologe am Universitätsspital Zürich. Kollegen beschrieben ihn als engagiert und beliebt. Laut einem Bericht des Tages-Anzeigers, der den Fall detailliert aufrollte, konnte Schwarz nur schwer „Nein“ sagen und übernahm über Jahre hinweg immer mehr Verantwortung. Dies führte dazu, dass er kaum noch Zeit für Erholung und sein Privatleben hatte.

17 Jahre ohne Ferien: Die Zürcher Tragödie

Die Recherchen des Tages-Anzeigers zeigen, dass Urs Schwarz über einen Zeitraum von 17 Jahren keine regulären Ferien mehr bezog. Er arbeitete Montag bis Sonntag, oft bis zur Erschöpfung. Seine Frau erinnert sich, dass sie sich um fast alle privaten Angelegenheiten kümmerte, während ihr Mann sich seiner Arbeit verschrieb. Die Töchter besuchten ihn gelegentlich im Büro, liebten diese Momente, obwohl der Vater oft stundenlang in Arbeit versunken war. (Lesen Sie auch: Laurie Wright im Berghain: Rock'n'Roll trotzt der…)

Karoshi in der Schweiz?

Der Fall Urs Schwarz wird in einigen Medien bereits als möglicher „Karoshi“-Fall für die Schweiz diskutiert. „Karoshi“ ist ein japanischer Begriff, der „Tod durch Überarbeitung“ bedeutet. In Japan ist dieses Phänomen seit langem bekannt und anerkannt. Ob Urs Schwarz tatsächlich an den Folgen seiner extremen Arbeitsbelastung starb, ist zwar nicht abschliessend geklärt. Jedoch legen die Umstände seines Todes nahe, dass die jahrelange Überarbeitung eine wesentliche Rolle spielte. Wie 20 Minuten berichtet, wurde im Jahr 2024 ein Strafverfahren gegen die Klinikleitung eingestellt.

Die Rolle des Unispitals Zürich

Ein zentraler Aspekt der Debatte ist die Frage, inwiefern das Unispital Zürich eine Verantwortung für die Situation von Urs Schwarz trägt. Kritiker werfen dem Spital vor, die Arbeitsbedingungen so gestaltet zu haben, dass ein solches Ausmass an Überarbeitung überhaupt möglich war. Befürworter argumentieren hingegen, dass Urs Schwarz als mündiger Arzt selbst für seine Arbeitsbelastung verantwortlich gewesen sei. Es stellt sich die Frage, ob die Klinikleitung die Anzeichen von Überlastung hätte erkennen und gegensteuern müssen.

Reaktionen und Stimmen

Der Fall Urs Schwarz hat in der Schweizer Ärzteschaft und darüber hinaus für Bestürzung gesorgt. Viele Kollegen äusserten sich betroffen über den Tod des angesehenen Neurologen und kritisierten die hohen Arbeitsbelastungen im Gesundheitswesen. Einige forderten eine bessere Work-Life-Balance für Ärzte und eine stärkere Sensibilisierung für die Gefahren von Überarbeitung. Andere wiesen darauf hin, dass die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen seit langem problematisch seien und dass es dringend struktureller Veränderungen bedürfe. (Lesen Sie auch: Werder Bremen zeigt Interesse an Michał Karbownik)

Was bedeutet das für die Zukunft?

Der Fall Urs Schwarz könnte ein Wendepunkt für die Diskussion über Arbeitsbedingungen im Schweizer Gesundheitswesen sein. Er hat gezeigt, dass die hohen Belastungen nicht nur die Gesundheit der Ärzte gefährden, sondern auch schwerwiegende Folgen für die Patientenversorgung haben können. Es bleibt zu hoffen, dass der Fall Urs Schwarz dazu beiträgt, das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen und konkrete Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu ergreifen. Denkbar wären beispielsweise eine Begrenzung der Arbeitszeiten, eine bessere Personalausstattung und eine stärkere Förderung der Work-Life-Balance. Informationen zum Schweizer Gesundheitssystem bietet das Bundesamt für Gesundheit.

Arbeitszeiten von Assistenz- und Oberärzten in der Schweiz

Die Arbeitszeiten von Assistenz- und Oberärzten in der Schweiz sind gesetzlich geregelt. Hier eine Übersicht:

Detailansicht: Urs Schwarz
Symbolbild: Urs Schwarz (Bild: Picsum)
ArbeitszeitAssistenzärzteOberärzte
Maximale wöchentliche Arbeitszeit50 Stunden50 Stunden
Maximale tägliche Arbeitszeit12 Stunden12 Stunden
Anzahl freie Tage pro WocheMind. 1 TagMind. 1 Tag
Durchschnittliche Wochenarbeitszeit45 Stunden47 Stunden

Quelle: Angaben verschiedener Schweizer Spitäler (Stand: 26. Februar 2026) (Lesen Sie auch: West Indies Cricket Team VS South Africa…)

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Häufig gestellte Fragen zu urs schwarz

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Illustration zu Urs Schwarz
Symbolbild: Urs Schwarz (Bild: Picsum)

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